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Bilanz

790 Verkehrsunfälle im Raum Kötzting

Die Polizei stellt ihre Statistik für 2018 vor: Kontrolliert wurde so viel wie lange nicht mehr – 300 Unfälle mit Wild.
Von Stefan Weber

Der stellvertretende PI-Leiter Herbert Stelzl, Verkehrsbeauftrager Martin Wanninger und PI-Leiter Stephan Gürster (v.l.) stellten die Verkehrsstatistik der Polizei für das vergangene Jahr vor.  Foto: S. Weber
Der stellvertretende PI-Leiter Herbert Stelzl, Verkehrsbeauftrager Martin Wanninger und PI-Leiter Stephan Gürster (v.l.) stellten die Verkehrsstatistik der Polizei für das vergangene Jahr vor. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Genau 790 Unfälle – und damit drei weniger als im Vorjahr – hatte die Polizeiinspektion Bad Kötzting im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Diese Zahlen stellten am Freitag Stephan Gürster, der Leiter der PI, Herbert Stelzl als sein Stellvertreter und Verkehrsbeauftragter Martin Wanninger vor. So ähnlich wie sich die Gesamtzahlen sind, ist es auch mit den meisten anderen Zahlen, die die Polizei für 2018 an diesem Tag präsentiert.

Die größte Steigerung um rund 15Prozent gibt es allerdings bei einer Zahl, die die Polizei selbst beeinflussen kann: Bei den kontrollierten Fahrern. 11146 Verkehrsteilnehmer wurden im vergangenen Jahr kontrolliert, und damit 1427 mehr als im Jahr 2017. „Wir sind personell zwar immer noch nicht da, wo wir sein sollten, aber immerhin stehen wir besser da also vor drei Jahren“, kommentiert Gürster diesen Umstand. Die gestiegene Zahl an Kontrollen macht sich dann auch in ein paar anderen Zahlen bemerkbar. So wurden mit rund 2600 Fahrern gut 1000 mehr auf Alkohol- und Drogenmissbrauch kontrolliert als 2017. Ohne Folgen bleiben 49 Trunkenheitsfahrten, vier mehr, als im Vorjahr.

38 Prozent sind Wildunfälle

Diese Zahlen zeigten wiederum, dass mehr Kontrollen nicht gleich höhere Fallzahlen bedeuten, weiß Martin Wanninger. Sein Chef sagt dazu: „Mir wäre es lieber, wir würden mehr kontrollieren und am Ende stünde eine Null in den Fallzahlen.“ Ganz so einfach ist es mit Blick auf die Zahlen dann aber doch nicht: Durch die verstärkten Kontrollen hat sich die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die während der Fahrt mit einem Handy am Ohr erwischt wurden, mit 114 mehr als verdoppelt. Keine billige Angelegenheit: 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg waren jeweils die Folge.

„Mir wäre es lieber, wir würden mehr kontrollieren und am Ende stünde eine Null in den Fallzahlen.“

Stephan Gürster

Was die Polizei auch mit mehr Kontrollen nicht beeinflussen konnte, war die Zahl der Unfälle. Von den 790 waren 160 schwerwiegender mit Sachschaden. Die Kleinunfälle summierten sich auf 513, ganze 302 davon ereigneten sich mit Wildtieren. In den allermeisten Fällen handelte es sich dabei um Reh-, Rot- oder Damwild, wie Wanninger erklärt. Aber auch Biber und Vögel fanden sich darunter.

Wie diese Zahlen so gleichen auch die im Vergleich der Unfälle innerorts und außerorts denen des Vorjahres. 313 Mal krachte es innerhalb geschlossener Ortschaften, 477 Mal außerhalb.

Zu den erfreulichen Zahlen zählte im vergangenen Jahr, dass keine Unfälle unter Drogeneinfluss und keine Schulwegunfälle zu verzeichnen waren. In der offiziellen Statistik taucht auch kein Unfalltoter auf, auch wenn ein 18-Jähriger im Dezember seinen Verletzungen nach einem Unfall im Oktober bei Bärndorf erlegen war. Nach statistischen Vorgaben werde der junge Mann aber nicht gezählt, da zwischen Unfall und Tod mehr als 30 Tage lagen, erklären die Beamten.

50 Prozenz mehr „geblitzt“

Eine Zahl, die ebenfalls um rund 50Prozent erhöht werden konnte, war die der Geschwindigkeitskontrollen. Fast 200 Mal kam die Laserpistole der PI zum Einsatz, was 269 Mal eine Anzeige und 296 Mal eine Verwarnung zur Folge hatte. Der schnellste Fahrer war mit 168 km/h zwischen Lam und Arrach unterwegs.

Zu den auch sonst eher unauffälligen Zahlen passt auch, dass sich die Top Sieben der Unfallursachen nur minimal verändert hat: Fehler beim Abbiegen sowie bei Ein- und Ausfahrten waren 130 Mal die Unfallursache, zu wenig Abstand 102 Mal, die falsche Straßennutzung 85 Mal. Zu hohe Geschwindigkeit war 36 Mal die Ursache, Missachtung der Vorfahrt 34 Mal. Fehler beim Überholen kamen 19 Mal vor, Alkohol belegt Platz sieben mit sechs Fällen.

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