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U.TLW Lamer Winkel

Matthias Baur gewann die Bergwertung

200 Zuschauer ließen sich das Spektakel am Bergpass zwischen Arrach und Arnbruck nicht entgehen. Erste Station war geschafft.

  • Lokalmatadoren (hier: Rudi Graßl aus Lam) wurden besonders laut angefeuert. Foto: kpt
  • Als Zweiter kommt Matthias Dippacher am Eck an. Foto: kpt
  • Lukas Sörgl läuft als Dritter der Lauf und Berg König-Wertung ein. Foto: kpt

Arrach. Der Ultratrail Lamer Winkel ist nicht nur für die Athleten, sondern auch für die Supporter und Zuschauer ein attraktives Sportspektakel. Schon nach wenigen Minuten auf dem Renn-Trail wartete mit der heuer erstmals eingeführten Bergwertung der sprichwörtlich erste „Höhepunkt“ auf die Athleten.

Die Athleten freuten sich über die Anfeuerungen im Lärmtunnel.
Die Athleten freuten sich über die Anfeuerungen im Lärmtunnel. Foto: kpt

Knapp 200 Zuschauer ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen und fanden sich dazu auf dem Bergpass zwischen Arrach und Arnbruck ein. Während für das wartende Publikum vom Berggasthof Eck Kaffee, Krapfen, Donuts und Wurstsemmeln für ein zweites Frühstück angeboten wurden, fanden die Läufer hier am Eck (843 Meter) die erste Verpflegungsstation vor. Fleißige Helfer vom ASV Arrach sorgten für das Wohl der Läufer. Hier konnten verbrauchte Kraftreserven wieder aufgetankt werden. Es gab Isogetränk, Wasser, Riegel und Früchte.

Mit dem „Berg und Lauf König“ wurde ein zusätzlicher Anreiz für einen Sieg geschaffen, denn auf die ersten drei Gewinner der Zwischenwertung warteten Geldpreise in Höhe von 150 Euro, 100 und 50 Euro, gesponsert von einem Regensburger Outdoor-Ausrüstungsgeschäft. Natürlich unter der Voraussetzung, dass sie auch das Ziel in Lam erreichen.

Max Hochholzer und Johannes Schmid vom Team Gamsbock kommentierten das Geschehen am Mikrofon.
Max Hochholzer und Johannes Schmid vom Team Gamsbock kommentierten das Geschehen am Mikrofon. Foto: kpt

„Hier hilft kein Sprint vom Seepark zum Eck. Ankommen ist die Devise“, erklärte Moderator Johannes Schmid, der das Geschehen am Eck fachkundig und kurzweilig moderierte. Zudem erhielten die drei spektakulärsten Lärmgeräte ein praktisches Headband. Gespanntes Warten am Zieleinlauf der ersten Zwischenstation. Die Blaskapelle Thürnstein vertrieb die Wartezeit auf angenehme musikalische Art.

Endlich, der erste Läufer: Matthias Baur durchschlägt die Ziellinie.
Endlich, der erste Läufer: Matthias Baur durchschlägt die Ziellinie. Foto: kpt

Wer wird als erster durch die Zeitmessung laufen? Kuhglockengebimmel kündete den ersten Läufer an. Es war Matthias Baur (43 Minuten), der Vorjahres-Bayerwaldkönig, der im Laufschritt um die Ecke gebogen kam. Mit Abstand folgten Matthias Dippacher (47 Minuten) und Lukas Sörgl (48 Minuten).

Die schnellste Sportlerin war Eva Sperger.
Die schnellste Sportlerin war Eva Sperger. Foto: kpt

Die erste Läuferin war Eva Sperger aus Regensburg. Zu den Lokalmatadoren zählten Jochen Maurer aus Bad Kötzting, Martin Mühlbauer aus Blaibach, Moritz Müller aus Lohberg und Rudi Graßl aus Lam, die sich auf ihrer Hausstrecke in Richtung Arber machten. Weitere 500 Bergsportler folgten bis zum Cut-Off um 9.30 Uhr.

Ein Lauf ist kein Lauf ohne die entsprechende Stimmung an der Strecke. Das Publikum ließ sich nicht lumpen und feuerte die (erst sehr vereinzelt, später mehr im Pulk eintreffenden) Sportler und Sportlerinnen kräftig an. Wer in ihre schweißglänzenden Gesichter schaute und ihr Keuchen hörte, konnte ihnen nur Bewunderung entgegenbringen. Trotz der Strapazen ein Lächeln auf dem Gesicht, hier ein kurzes Händeklatschen, da ein Winken oder gar ein Küsschen für die am Wegrand kauernde kleine Tochter.

Knappe Zurufe aus dem Publikum: „Wie geht’s?“ - „Alles im Griff.“ Nur kurz war das Innehalten beim Verpflegungsstand, denn die Mitbewerber waren ihnen dicht auf den Fersen. Die Stimmung war trotzdem sehr gut und entspannt. „Die meinen wohl, heute am Arber noch Schnee vorzufinden“, meinte Moderator Johannes Schmid flapsig angesichts der Läufer, die Stöcke mittransportierten. Bewundernswert auch diejenigen, die mit ihrem Handy den eigenen Lauf mitfilmten.

Die Lokalfavoriten wurden durch Plakate am Wegesrand angefeuert.
Die Lokalfavoriten wurden durch Plakate am Wegesrand angefeuert. Foto: kpt

Die Lokalfavoriten wurden durch Plakate am Wegesrand angefeuert. „Anstrengen! Niemand hat gesagt, dass es einfach wird.“ Also Zähne zusammenbeißen, schmerzende Wadeln ignorieren und durch. Die landschaftlich reizvollste Strecke über traumhafte, verwurzelte, steinige Trails, schöne Wiesen der Hochebene und knackige Anstiege, 25 Kilometer in Richtung Arber, lag vor ihnen, als der Goldsteig sie verschluckte. (kpt)

Lauf und Bergwertung "König vom Bayerwald"

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