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Matthias Dippacher „König vom Bayerwald“

Die schnellste Frau beim U.TLW Lamer Winkel war Eva Sperger. Beim Osserriesenlauf triumphieren Tina Fischl und Thomas Kerner.

Matthias Dippacher lief als „König vom Bayerwald“ in Lam durchs Ziel.
Matthias Dippacher lief als „König vom Bayerwald“ in Lam durchs Ziel. Foto: kli

Lam.Der U.TLW Lamer Winkel hat einen neuen König vom Bayerwald. Der Langstreckenspezialist Matthias Dippacher vom Team Dynafit stürzte mit seiner Zeit von 5:09:12 Stunden den Vorjahreschamp Matthias Baur vom Thron, der heuer ausgepumpt als Vierter nach 53 Kilometern und 2600 Höhenmetern das Ziel erreichte. Knapp hinter Dippacher, der einer der besten Ultra-Trail-Läufer Deutschlands ist, schob sich Stefan Holzner, ein ehemaliger deutscher Triathlet und fünffacher Ironman-Sieger, nach 5:09:39 Stunden über die Ziellinie. Mit etwas Abstand machte Matthias Krah mit 5 Stunden, 25 Minuten und 16 Sekunden das Siegertrio bei den Männern komplett.

Eva Sperger stürmte überglücklich nach 6:06:16 Stunden über die Ziellinie.
Eva Sperger stürmte überglücklich nach 6:06:16 Stunden über die Ziellinie. Foto: kli

Bei den Frauen stürmte Eva Sperger überglücklich nach 6:06:16 Stunden über die Ziellinie. Sie lief zuletzt einen Marathon in Innsbruck und bezeichnete den U.TLW Lamer Winkel als ihren persönlichen Saisonhöhepunkt. Die Finalisten wurden von Spielern der Jugendmannschaften beim Einlauf flankiert.

Zieleinlauf U.TLW Lamer Winkel in Lam 2016

Einige Läufer hatten Blessuren davongetragen und waren am Ende ihrer Kräfte, während andere anmuteten, als hätten sie soeben einen Spaziergang über die Bergeskette hinter sich gebracht. Bevor die Hartgesottenen auf den roten Teppich liefen, flammte Beifall auf. Die Leidenschaft am Laufsport war regelrecht fühlbar.

Tina Fischl war die schnellste Osserriesin.
Tina Fischl war die schnellste Osserriesin. Foto: kli

Beim Osserriesenlauf setzte sich die überragende Tina Fischl, die sich den Lauf quasi selber als Geschenk zu ihrem 40. Geburtstag gemacht hatte, mit 2:27:29 Stunden an die Spitze. Eine bejubelte Zielgerade legte Steffi Koller, die jüngere Schwester vom Orga-Team-Frau Steffi Koller, hin, bei der die Zeitmessung bei 2:44:28 Stunden stehenblieb. Petra Stiegler aus Neumarkt eroberte sich die dritte Rangstelle (2:52:35).

Thomas Kerner triumphierte beim Osserriesen.
Thomas Kerner triumphierte beim Osserriesen. Foto: kli

Bei den Männern dominierte Thomas Kerner vom TV Burglengenfeld (Weltmeister im Cross-Triathlon) in 2:12:37, der damit Tomas Eisner vom Pilsenman Club (2:19:26) und Hendrik Auf´mkolk mit 2:33:04 abhängte.

Böllerschützen und Blaskapelle Thürnstein gaben den Startschuss im Arracher Seepark.
Böllerschützen und Blaskapelle Thürnstein gaben den Startschuss im Arracher Seepark. Foto: Pfeffer

Bei den zwei Rennen des Trail-Running-Großevents U.TLW waren 700 Läufer am Start. Auftakt für die 53-Kilometer-Tortur über die Tausender war der Startschuss um 8 Uhr im Arracher Seepark.

Die Thürnsteiner Blasmusik spielte beim Start in Lohberg schneidig auf.
Die Thürnsteiner Blasmusik spielte beim Start in Lohberg schneidig auf. Foto: kli

Um 11 Uhr ist in Lohberg der kleinere Osser-Riese gestartet. Auf einer Distanz von 25 Kilometern mit 1200 Höhenmetern erklommen die Läufer Schwarzeck, Zwercheck und Osser, bevor auch sie nach Lam hinuntersprinten.

Im Umkreis des Lohberger Sportgeländes war nahezu kein Parkplatz mehr frei. Auf dem Sandplatz trafen nach und nach die 250 Athleten aus dem Startpulk des „Osserriesen“ ein, meist begleitet von Familienangehörigen und Freunden, die allen Läufern Respekt für ihre Willenskraft und ihr Durchhaltevermögen zollten. Gut beraten war, wer genügend Trainingskilometer in den Waden hatte. Der Himmel schien es heuer fast zu gut zu meinen, denn die angenehmen Temperaturen am Morgen wichen bereits schwülwarmer Luft, die den Wettkampf erschwerte und Bäche von Schweiß fließen ließ.

Start zum Laufwettbewerb "Osser-Riese" in Lohberg

Ein letztes Verschnaufen im Schatten, ein verdrückter Riegel, Dehnübungen, kurzes Einlaufen, Selfies schießen und absenden, Erfahrungen mit Laufkollegen austauschen oder einfach nur den schneidigen Klängen der Thürnsteiner Blasmusik lauschen …jeder hatte sein eigenes Rezept, wie er die letzte halbe Stunde vor dem Startsignal verbrachte. Vor Ort waren auch Bürgermeister Franz Müller und Paul Roßberger sowie die Bergwachtbereitschaft Lam. Wer die Kulisse vor dem Ossermassiv inhalierte, konnte wirklich nur bestätigen, dass der U.Trail Lamer Winkel den Anspruch verdient, einzigartig zu sein.

Johannes Schmid hatte noch einige Teilnehmer über ihre Erwartungen interviewt. „Ich fühle mich bombenmäßig“, strahlte Lokalmatadorin Steffi Koller über das ganze Gesicht. „Na ja, ein Zeitziel hab ich mir schon gesetzt“, verriet Andreas Roider Johannes Schmid von Lamer zu Lamer. „Dennoch lieber auf Sicherheit laufen“, gab Roider allen Athleten mit auf den Weg, geschätzt stammten zehn Prozent aus der Region. „Der Trail ist absolut anspruchsvoll. Kein Forststraßen- oder Asphaltlauf, sondern über Stock und Stein“, gab ihm Moderator Johannes Schmid recht.

Johannes Schmid interviewte die vorjährige Königin vom Bayerwald, die sich heuer auf den Osserriesen beschränkte.
Johannes Schmid interviewte die vorjährige Königin vom Bayerwald, die sich heuer auf den Osserriesen beschränkte. Foto: kli

Tina Fischl, die Titelverteidigerin des Vorjahres und Geburtstagskind, verzichtete auf die lange Strecke, weil sie auch bei der Weltmeisterschaft in drei Wochen antritt. „Es ist heiß …wer weiß, wie ich das verkrafte. Mir wäre es kühler lieber“, liebäugelte sie fast mit der Witterung des Debüts 2015.

Maria Koller gab den Böllerschützen das Startsignal. Zuvor kam aber noch „Hausherr“-Bürgermeister Franz Müller zu Wort, der von dem herrlichen Wetter hin und weg war. „Gigantisch!“ Und schon krachten lautstark die Büchsen der Böllerschützen. Bei den Damen liefen die besten Zwischenzeiten Tina Fischl, Petra Stiegler und Steffi Koller. Die schnellsten Herren waren zunächst Thomas Kerner, Tomas Eisner und Thomas Wanninger.

Auch abseits vom sportlichen Teil des U.TLW Lamer Winkel war einiges geboten. Nach der Siegerehrung folgten noch ein Abschlusskonzert und die Aftershow-Party im Qubano . (kli)

Ideale Wetterbedingungen beim Start im Arracher Seepark, als die Böllerschützen den Startschuss gaben.
Ideale Wetterbedingungen beim Start im Arracher Seepark, als die Böllerschützen den Startschuss gaben. Foto: Regina Pfeffer

Lesen Sie hier: Der Countdown für den zweiten Ultra Trail Lamer Winkel läuft. Die Helfer sind motiviert, die Zuschauer-Hotspots stehen fest.

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