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Cham hat eine neue Finanzamt-Chefin

Elke Kudlich-Schwarz freut sich: Die Steuereinnahmen steigen um 8,3 Prozent. Damit liegt Cham über dem Bayern-Durchschnitt.

Landrat Franz Löffler Löffler überreichte Elke Kudlich-Schwarz das Buch „Mutmacher im Landkreis“.
Landrat Franz Löffler Löffler überreichte Elke Kudlich-Schwarz das Buch „Mutmacher im Landkreis“. Foto: fsh

Cham.Sie ist schon seit gut vier Monaten im Amt und hat sich bereits gut eingelebt, versicherte sie am Mittwochabend Landrat Franz Löffler bei ihrem Antrittsbesuch. Die Sprache ist von Elke Kudlich-Schwarz, der neuen Leiterin des Finanzamtes Cham. Sie war vorher Chefin vom Finanzamt in Zwiesel und freut sich auf die neue Herausforderung in Cham.

Grenzöffnung gut für Konjunktur

Elke Kudlich-Schwarz ist in Neuburg an der Donau geboren und studierte in Regensburg Rechtswissenschaft. Nach dem Examen ist sie in die Finanzverwaltung eingestiegen. „Als Jurist hat man Steuerrecht nur am Rand mitbekommen“, erzählte Kudlich-Schwarz. Deshalb leistete sie nach dem Studium noch etwa eineinhalb Jahre an der Bundes-Finanzakademie mit Weiterbildung im Steuerrecht ab. Danach war sie als Sachgebietsleiterin eingesetzt.

„Unser Landkreis Cham ist ein durchaus prosperierender Landkreis“, sagte Landrat Franz Löffler und stellte seine Region vor. „Wir sind in vielen Bereichen an der Spitze und das alles sind gute Anzeichen, dass die Menschen dieser Region vertrauen,“ versicherte Löffler. „Es hat sich viel verändert, nicht zuletzt deswegen, weil auch die Unternehmer hier sehr mutig waren und die Wertschöpfung in diese Region verlagert haben.“ Die Grenzöffnung sei außerdem das beste Konjunkturprogramm für die Region gewesen, sagte der Landkreischef.

Amt platzt aus allen Nähten

Die Betriebe entwickelten sich weiter. Das wirkt sich auch steuerlich aus und hat somit auch für das Finanzamt Bedeutung. Löffler stellte auch strukturelle Änderungen im Bereich des Finanzamtes vor. Das Finanzamt Cham hatte seit Jahrzehnten immer zwei Außenstellen. In absehbarer Zeit wird Waldmünchen Bearbeitungsstelle vom Finanzamt Erlangen werden. „Wann das geschieht, hängt von der Neubaumaßnahme ab. Das führt dann aber auch zu einer Arbeitsplatzaufstockung“, freute sich Löffler.

Elke Kudlich-Schwarz

  • Wohnort

    Die neue Amtschefin wohnt weiterhin in Regensburg und outet sich als leidgeplagte A3-Benutzerin bei den täglichen Fahrten zwischen Zwiesel und Regensburg.

  • Anfahrt

    Sie benutzt auch jetzt weiterhin die A3, fährt aber über Wörth und Falkenstein zu ihrer jetzigen Dienststelle, dem Finanzamt in Cham. Vorher hat sie das Amt in Zwiesel geleitet.

  • Cham

    „Cham ist nicht nur günstiger gelegen, ich freue mich auch, weil hier die Herausforderung größer ist und das macht das Ganze auch wegen der Fahrerei durchaus attraktiver.“ (fsh)

„Wir haben zurzeit eine Stammbesetzung mit 176 Beschäftigten und 54 Auszubildenden, bzw. Anwärter, verteilt auf drei Standorte“, erläuterte Elke Kudlich-Schwarz. „Wir könnten mehr machen, aber wir platzen aus allen Nähten. Die nächsten Jahre wird es in Cham schwierig werden, denn wir haben jetzt schon Probleme, die Anwärter aus Schwandorf, die hier ausgebildet werden, unterzubringen und zu betreuen.

Die Zahl der Anwärter ist in den letzten fünf Jahren gestiegen, auch im Hinblick auf einen bevorstehenden Generationenwechsel“, stellte die Amtsleiterin fest und ergänzte, dass der Altersdurchschnitt in Cham mit 50 Jahren relativ hoch sei. Einen Neubau in Cham hält die Amtsleiterin für unrealistisch. „Wir versuchen das Beste aus dem Ist-Zustand zu machen und können vielleicht mit Maßnahmen in Bad Kötzting eine kleine Entlastung hinbekommen“.

„Wir könnten mehr machen, aber wir platzen aus allen Nähten. Die nächsten Jahre wird es in Cham schwierig.“

Elke Kudlich-Schwarz

Angesprochen auf Zahlen aus dem Steueraufkommen betonte sie: „Unser Ziel ist es, nicht besser zu sein als das Nachbarfinanzamt. Unser Ziel ist eine gleichmäßige, den Steuergesetzten entsprechende Steuerfestsetzung durchzuführen.“ Sie freut sich, „denn Cham hat heuer wieder mehr als der Bayernschnitt an Plus gemacht.“ Über alle Steuerarten hinweg sind die Einnahmen vom ersten bis zum dritten Quartal in Bayern um 6,2 Prozent gestiegen – in Cham aber um 8,3 Prozent. Löffler fand diese Steigerung durchaus bemerkenswert. Er wünscht der Amtsleiterin viel Erfolg und freut sich auf gute Zusammenarbeit. (fsh)

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