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Der Brunnenhof wird langsam richtig voll

Commerzbank und Barmer-Krankenkasse eröffnen. Am 24. September sind alle da beim Tag der offenen Tür am Chamer Floßhafen.
Von Ernst Fischer

„Brunnenhof - Arbeiten – Wohnen – Einkaufen“. Spätestens zur offiziellen Einweihung des Gebäudes Ende September soll dieser Computer-Entwurf an der Fassade Wirklichkeit sein. Der Name wurde bei einem Leser-Wettbewerb gekürt, den Bayerwald-Echo mit dem Bauherrn Matthias Altmann ausgeschrieben haben.
„Brunnenhof - Arbeiten – Wohnen – Einkaufen“. Spätestens zur offiziellen Einweihung des Gebäudes Ende September soll dieser Computer-Entwurf an der Fassade Wirklichkeit sein. Der Name wurde bei einem Leser-Wettbewerb gekürt, den Bayerwald-Echo mit dem Bauherrn Matthias Altmann ausgeschrieben haben. Foto: Altmann

Cham.„Der Stadtteil Brunnendorf mausert sich.“ Markus Müller, der stellvertretende Landrat, hat diesen Satz gesagt. Anlass: An diesem Mittwoch haben zwei weitere Mieter offiziell Eröffnung gefeiert im neuen Brunnenhof, der ganz neu am Floßhafeneck entstanden ist. Die Commerzbank im Erdgeschoss und die Barmer Krankenkasse im ersten Stock stehen hier jetzt für ihre Kunden bereit.

Markus Müller gratulierte der Stadt Cham für dieses Gebäude aus der Sicht des ganzen Landkreises. Hier hätten „starke Partner“ aus der Wirtschaft einen neuen Standort gefunden. Cham habe damit seine Anziehungskraft für die Menschen in der Region weiter verstärkt.

Bürgermeisterin Karin Bucher sagte zur Begrüßung der neuen Mieter: „Ich freue mich, dass dieses Gebäude jetzt langsam voll ist.“ Aus einem „früheren Schandfleck“ sei eine neue Attraktion für Cham geworden.

Nach der gestrigen Eröffnung von Barmer und Commerzbank fehlen noch drei Mieter: Die Zahnartzpraxis Dr. Habash (300 Quadratmeter) soll im September eröffnen. Asklepios kommt mit seiner Orthopädie-Praxis ebenfalls Ende September. Die Räume für die Steuerkanzlei Ertl-Zollner (280 mµ) sollen zum gleichen Termin bereitstehen. Einzug ist voraussichtlich erst im Dezember.

Den Start im neuen „Brunnenhof“ hat schon Anfang Juni der „Denns“-Biomarkt auf 600 Quadratmeter Fläche hingelegt. Redaktion und Geschäftsstelle des Bayerwald-Echo sind Ende Juni nachgezogen (540 Quadratmeter im Erdgeschoss und ersten Stock). Die Commerzbank (550 Quadratmeter) ist seit vier Wochen da, die Barmer-Krankenkasse (227 Quadratmeter) seit Montag dieser Woche und die Steuerkanzlei Altmann (400 Quadratmeter) ein paar Tage länger.

Bauherr Matthias Altmann mit Frau Jasmin
Bauherr Matthias Altmann mit Frau Jasmin Foto: Fischer

In drei Wochen zieht auch der Hausherr Matthias Altmann hier ein, ganz privat mit seiner Frau Jasmin. Auf rund 400 Quadratmeter Dachterrassen-Wohnung hat er dann immer den Überblick¨– was ihm die neuen Mieter aber auch schon beim Bau bescheinigten. Christian Eiglmeier, der Barmer-Regionalgeschäftsführer: „So einen Hausherrn habe ich noch nicht erlebt. Er ist immer da, wenn man ihn braucht. Für ihn gibt es keine Probleme, nur Lösungen.“ Übrigens: Der „Brunnenhof“ wird noch einmal so richtig gefeiert, wenn alle Mieter drin sind. Bauherr Altmann spricht von einem Tag der offenen Tür. Ein Termin ist schon angedacht – 24. September.

Erfolgs-Säule für die Commerzbank – der Standort Cham

9 Mitarbeiter der Commerzbank betreuen schon seit vier Wochen im Brunnenhof ihre Kunden. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Mittwochnachmittag erinnerte Filialleiter Christoph Wölfl an die bewegte Geschichte der Bank, die seit fast 100 Jahren mit der Stadt Cham verbunden ist.

Willkommen für die Eröffnungsgäste: Christoph Wölfl und Christian Ruoff begrüßen Bürgermeisterin Karin Bucher und die Kreis- und Stadträtinnen Elisabeth Popp (li.) und Claudia Zimmermann.
Willkommen für die Eröffnungsgäste: Christoph Wölfl und Christian Ruoff begrüßen Bürgermeisterin Karin Bucher und die Kreis- und Stadträtinnen Elisabeth Popp (li.) und Claudia Zimmermann. Foto: Fischer

1921 hat die SchmidtBank Weiden hier am Marktplatz (Hausnummer 271) eine Filiale gegründet. 1929 zog man in die Fuhrmannstraße um. 2004 wurde die SchmidtBank von der Commerzbank übernommen. Und 2013 folgte die Fusion mit der Dresdner Bank. Drei Säulen nannte Wölfl, auf die er mit seinen Mitarbeitern auch in der neuen Commerzbank setze – Kunden, Mitarbeiter und der Standort. Die Chamer Filiale betreut 8500 Privatkunden aus ihrem Einzugsbereich und über 3000 Geschäftskunden für den gesamten Landkreis.

Weitere Filialen gibt es in Furth im Wald, Roding, Rötz, Waldmünchen, Bad Kötzting und Lam. Treue Stammkunden nannte Wölfl als Qualitätskriterium. Stellvertretend dankte er Irmgard Kuchenreuter und dem Ehepaar Josef und Anna Eichenseer.

Engagierte Mitarbeiter und der Standort Cham sind für Wölfl die weiteren Säulen des Erfolgs. Die Investitionskraft in dieser Stadt würdigte er besonders und nannte als aktuelle Projekte im Umfeld die Hochwasserfreilegung, Sanierung Fuhrmannstraße und neue Berufsschule. „Optimal“ nannte Wölfl auch die Räume seiner neuen Filiale: „hell, freundlich, transparent“.

Bürgermeisterin Karin Bucher nahm es als Stichwort: „Man kann gar nicht glauben, dass man hier in einer Bank ist – so offen…“ Ganz ernsthaft stellte sie die Frage angesichts der drohenden Minus-Zinsen, die ab 1. September auch auf ein Stadtguthaben zukommen: „Kann man da noch überleben als Bank?“ Ihr Rezept: „Der Service ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Filialleiter Christoph Wölfl dankt treuen Stammkunden: Irmgard Kuchenreuter (v. li.) und Josef und Anna Eichenseer.
Filialleiter Christoph Wölfl dankt treuen Stammkunden: Irmgard Kuchenreuter (v. li.) und Josef und Anna Eichenseer. Foto: Fischer

Das sieht auch Christian Ruoff so, der stellvertretende Niederlassungsleiter für Nordoberpfalz aus Weiden. Die Strategie der Commerzbank formulierte er so: „Wir setzen auf Wachstum – neue Kunden gewinnen mit Qualität“. – „Multibank“ heißt das Schlagwort“, das dafür alle Wege offen hält – von der persönlichen Beratung bis zum Online-Banking. Ein Wort ins Gewissen von Dekan Walter Kotschenreuther, der mit Pfarrer Dieter Zinecker, die neuen Räume segnete: „Das persönliche Gespräch ist entscheidend, dass Menschen sich menschlich benehmen.“

„Hier ist unsere schönste Barmer-Filiale in Deutschland“

Die neue Barmer im Brunnenhof: Mitarbeiter und Eröffnungs-Ehrengäste an der Seite von Regionalgeschäftsführer Christian Eiglmeier und Barmer-Hauptgeschäftsführer Maik Peters (beide mit Schlüssel in der Hand).
Die neue Barmer im Brunnenhof: Mitarbeiter und Eröffnungs-Ehrengäste an der Seite von Regionalgeschäftsführer Christian Eiglmeier und Barmer-Hauptgeschäftsführer Maik Peters (beide mit Schlüssel in der Hand). Foto: Fischer

„Das hier ist unsere schönste Geschäftsstelle in Deutschland.“ Ein großes Wort, das Maik Peters da gestern aussprach. Der Hauptgeschäftsführer der Barmer GEK Krankenkasse für Niederbayern Oberpfalz sagte es bei der offiziellen Eröffnung der neuen Filiale im Brunnenhof. Die neuen Räume hier seien ganz an einer aktuellen Kunden-Analyse orientiert. Das Konzept beschrieb Peters so: „Wir wollen mit dem Kunden auf Augenhöhe sprechen, weg vom Behördencharakter!“

Acht Mitarbeiter haben hier einen neuen Arbeitsplatz, offene Großraum-Atmosphäre, aber auch diskrete Beraterbüros. Und der Barmer-Service gehe weit über den persönlichen Kontakt hinaus, erklärte Peters. 75 Prozent der „einfachen Angelegenheiten“ würden heute telefonisch erledigt, von Telefonfilialen, die 24 Stunden arbeiten. Neun Millionen Vorgänge wurden im vergangenen Jahr online erledigt bei Barmer Deutschland.

Christian Eiglmeier stellte sich als neuer Regionalgeschäftsführer in Cham vor (siehe Info), ehe Kaplan Alexander Dyadychenko und Dekatn Walter Kotschenreuter die neuen Räume segneten. Kotschenreuther stellte die Grundsatzfrage, die ihm bei dem Begriff Krankenkasse in den Sinn komme: „Von welchem Prinzip lassen wir uns leiten, vom Leistungsprizip oder vom Solidaritätsprinzip.“ Bürgermeisterin Karin Bucher bescheinigte den Krankenkassen „einen Wandel“: „Sie kümmern sich heute vor allem auch darum, dass wir Menschen lernen, gesünder zu leben.“ Landratsstellvertreter Markus Müller nannte die Barmer Krankenkasse einen „starken Partner“ mit rund 10 000 Kunden im Landkreis. Zum Marktführer von der AOK mit 60 000 Kunden sei aber noch „Luft nach oben“. Maik Peters sprach von anderen Dimensionen: 2017 fusiniert Barmer bundesweit mit der BKK: „Das wird die größte Krankenkasse Deutschlands.“

Die Barmer in Cham

  • Geschichte:

    Seit 1964 gibt es eine Filiale der Barmer-Ersatzkasse in Cham. Die erste Geschäftsstelle war in der Schmidstraße 4 (Ecke Fuhrmannstraße), 1978 Umzug in die Ludwigstraße 3 (über MORIZZ); seit Montag im „Brunnenhof“. Eine zweite Filiale gab es bis 2015 in Bad Kötzting. Sie wurde aufgelöst und dafür in Cham vergrößert.

  • Personal und Kunden:

    Acht Mitarbeiter stehen hier als Berater bereit für rund 10 000 Kunden im Landkreis.

  • Der neue Chef:

    Seit Februar ist Christian Eiglmeier Regionalgeschäftsführer in Cham. Er ist 51 Jahre, verheiratet (Ehefrau Karin), drei Kinder und lebt mit Familie in Straubing. Seine Karriere hat er vor 34 Jahren in der Geburtsstadt Deggendorf bei Barmer begonnen mit Stationen in Nürnberg und Regensburg. Hobbys: Skifahren, Joggen, Reisen (ef)

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