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Dieses Mal denke ich nur positiv

Im neuen Teil ihrer Kolumne schreibt die an Krebs erkrankte Stefanie Deml aus Kolmberg über die Wahl der richtigen Ärzte.
Von Stefanie Deml

Stefanie Deml
Stefanie Deml Foto: ck

Cham.Conni und ich fahren heute zu meinem zweiten Schönheitschirurgen-Termin. Mein Arzt hat mich nach Regensburg in ein Krankenhaus verwiesen. Dieses Mal gehe ich selbstbewusster zu diesem wichtigen Termin. Ich weiß genau, was ich nicht will! Conni und ich machen uns zuerst in Regensburg einen schönen Vormittag. Im Krankenhaus angekommen, werden Arztbriefe und Mammographie-Aufnahmen angenommen.

Nach nicht einmal 20 Minuten Wartezeit bin ich im Ärztezimmer. Ein Assistenzarzt nimmt meine Daten auf und befragt mich über meine letzten Operationen, Chemo, Bestrahlung und fortlaufende Behandlungen. Nach kurzem Warten kommt der nächste Arzt. Ich werde wieder nach ein paar Daten gefragt und er stellt mir zuerst die entscheidende Frage: Was ich selbst denn für einen Wunsch habe?

Ich erkläre ihm meine letzten Operationsergebnisse und sage ihm, dass ich mir nur wünsche, dass meine Brüste wieder gleich aussehen. Er schaut sich meine Brüste an. Es werden Fotos gemacht und ich darf mich wieder anziehen. Der Arzt ist sehr nett, und ich glaube, er spürt, dass ich etwas Angst vor seiner Diagnose habe.

Es werden uns drei verschiedene Aufbaumethoden erklärt – und die letzte soll für mich die beste sein. Wegen des erhöhten Risikos einer Kapselfibrose durch Implantat wird mir das Lipofilling mit körpereigenem Gewebe und Vorbereitung des Gewebes mittels BRAVA-BHs empfohlen. Soweit ich das richtig verstanden habe, würde mein Brustgewebe mit Hilfe des BRAVA-BHs gleichmäßig auseinander gezogen und danach wird Fett von meinem Bauch in die Brust gespritzt. Zwei bis drei Sitzungen sind dafür notwendig. Der Krankenhausaufenthalt würde je Sitzung nur zwei Tage dauern. Ich darf auch nicht abnehmen. Sie brauchen das Fett vom Bauch für meine Brust. Dieses Gespräch mit diesem Ergebnis werde er noch mit einem anderen Arzt besprechen. Gut, dass Conni dabei ist. Sie hat noch ein paar Fragen, die ich vor lauter Aufregung beinahe vergessen hätte.

Als ich das Krankenhaus verlasse, bin ich total begeistert. Dieses Mal hört sich alles schon viel positiver an. Ich schreie innerlich vor Glück. Ich glaube, ich habe die richtigen Ärzte gefunden. In circa zwei bis drei Wochen wird mir das ärztliche Attest zugeschickt. Somit geht es nur noch um die Kostenübernahme der Krankenkasse. Dieses Mal denke ich aber nur positiv.

Die Kolumne und der Dank

  • Gefühle und Erfahrungen

    In ihrer ganz persönlichen Kolumne schildert Stefanie Deml (37) ihr Jahr mit der Diagnose Brustkrebs. Immer wieder hat sie ihre Gefühle und Erfahrungen rund um die Krankheit aufgeschrieben.

  • Mut machen

    Mit der Veröffentlichung will sie Frauen Mut machen, die ähnliches haben und erleben müssen, ebenso für Menschen, die unter Krankheiten leiden.

  • Unterstützung

    Es komme auch auf Unterstützung an, sagt sie. Deshalb dankt die Mutter von zwei Kindern besonders ihrem Lebensgefährten und ihrer Familie für die Hilfe. Geholfen hat ihr auch Roland Saurer, der jetzige Bürgermeister Waffenbrunns, dazu der Kindergarten St. Martin und Pfarrer Reißer.

  • Dank an Evi

    Schließlich gibt es einen weiteren „Engel“, dem sie danken will: der Haushaltshilfe Evi vom Maschinenring, ohne die es nicht gehe. (ck)

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