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Nestbau

Ein neuer Horst für die Chamer Störche

Auf dem Straubinger Turm wurde ein neues Zuhause für die Tiere montiert. Der alte Storchenhorst wog bereits 500 Kilo.
Von Johannes Schiedermeier

Die Vogelschützer Werner Zach und Jutta Vogl füllen den Horst fürsorglich mit Baumaterial.
Die Vogelschützer Werner Zach und Jutta Vogl füllen den Horst fürsorglich mit Baumaterial. Foto: Prokopetz

Cham.Da waren die Zuschauer platt: Als der alte Storchenhorst am Kranhaken zu Boden schwebte, war er innen eben und wog eine halbe Tonne. Immer wieder waren Teile davon vom Straubinger Turm in die Innenhöfe der Anlieger gefallen. Nun hat die Spenglerei Prasch auf dem Turm ein neues Zuhause montiert. Mit rund 80 Kilo derzeit noch ein echtes Leichtgewicht. Doch das Chamer Storchenpaar hat bereits kurz nach der Montage mit der Aufrüstung begonnen. Schließlich steht das Brutgeschäft bevor.

Hier sehen Sie eine Bildergalerie von der Montage des neuen Horsts in Cham:

Die Chamer Störche ziehen in einen neuen Horst

Federführend bei der Erneuerung waren die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes und die beiden Vogelschützer Jutta Vogl und Werner Zach. Unter ihrer Aufsicht wurde das neue Storchen-Domizil auch montiert. Auf Wunsch der Anlieger wurde es um etwa einen halben Meter weiter zur Mitte des Turmfirsts ausgerichtet. Nun hoffen alle Beteiligten, dass sich die Belästigungen für die Anwohner etwas mehr in Grenzen halten.

Sehen Sie hier ein Video von der „Renovierungsaktion“ für die Chamer Störche

Jutta Vogl erklärt im Video, warum die Störche einen neuen Horst bekommen. Video: Schiedermeier

500 Kilo Nest senken sich auf den Hänger des Kreisbauhofes.
500 Kilo Nest senken sich auf den Hänger des Kreisbauhofes. Foto: Prokopetz

Die Chamer Störche halten ihre Betreuer ohnehin in Atem. Sie sind nun schon das zweite Jahr in Folge nicht mehr in den Süden gezogen. Dafür aber nach Untertraubenbach. Später beobachtete Werner Zach, dass das Chamer Männchen nach der Ankunft des Untertraubenbacher Männchens wieder nach Cham flog.

Das Weibchen blieb. „Komplizierte Eheverhältnisse“, stellt Zach grinsend fest. Die scheinen sich jetzt wieder eingerenkt zu haben, weil nun beide Paare wieder an ihren Horsten sind. Nun hoffen Jutta Vogl und Werner Zach, dass nach dem zweimaligen Brutpech in Cham, nach Horstkämpfen und dem Absturz von Jungvögeln, nun endlich wieder einmal ein Bruterfolg zu verzeichnen ist.

Neuer Horst im Anflug
Neuer Horst im Anflug Foto: Prokopetz

Dafür gibt es nun auch beste Voraussetzungen. Das neue Zuhause wurde von den Vogelschützern schon einmal vorsorglich mit Stöckchen gefüllt, die für die erste Bauwut herhalten sollen. Dass der alte Horst 500 Kilo schwer war und richtig platt, das sei normal, sagen die Vogelschützer. Denn die Jungvögel treten ständig darauf herum. Wenn es einen Rand gibt, dann nur deswegen, weil die Altvögel ständig mit Ausbessern beschäftigt sind. Das ist auch der Grund, warum das Nest alljährlich höher wird.

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