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Es ist amtlich: Vogelgrippe im Landkreis

Das Labor bringt Klarheit: Die tote Wildgans am Neumühlen-See trug den H5N8-Virus. Das Landratsamt rät zur Sorgfalt.

Am 16. Dezember wurde im Bereich des Neumühlen-Sees in der Gemeinde Weiding eine tote Wildgans gefunden. Bei der Untersuchung wurde der Influenza-Virus vom Subtypus H5 nachgewiesen.
Am 16. Dezember wurde im Bereich des Neumühlen-Sees in der Gemeinde Weiding eine tote Wildgans gefunden. Bei der Untersuchung wurde der Influenza-Virus vom Subtypus H5 nachgewiesen. Foto: dpa

Cham.Die weitergehenden Untersuchungen des nationalen Referenzlabors am Friedrich-Löffler-Institut haben ergeben, dass die am 16. Dezember im Bereich des Neumühlen-Sees aufgefundene tote Wildgans mit dem hochpathogenen Influenzavirus des Subtyps H5N8 infiziert war. Es wird daher nochmals auf die geltende Stallpflicht für Geflügel und Hygienevorschriften hingewiesen. Ebenso gilt das Verbot von Ausstellungen und Märkten.

Aufgrund dieser für Bayern verfügten Maßnahmen ist die Festlegung eines Sperrbezirkes und eines Beobachtungsgebietes entbehrlich. Dies wird bereits in über 20 Landkreisen in Bayern, in denen infizierte Wildvögel aufgefunden wurden, so gehandhabt. Das Landratsamt Cham appelliert an alle Geflügelhalter sich strikt an die geltenden Ge- und Verbote zu halten. Bereits die Infizierung auch eines kleinen privaten Bestandes würde aufgrund der gesetzlichen Vorgaben immense wirtschaftliche Folgen für die gesamte Geflügelwirtschaft nach sich ziehen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht für Menschen keine Gefahr. Tote Tiere sollen aber nie mit bloßen Händen berührt werden. Hunde und Katzen sollen in der Nähe von Gewässern nicht frei laufen gelassen werden. Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist im Hinblick auf die Vogelgrippe unbedenklich.

Verhaltensregeln

  • Ansteckungsgefahr

    Laut Landratsamt hat sich bisher am für Vögel stark krankmachenden Influenzavirus des Subtyps A(H5N8) weltweit noch kein Mensch angesteckt. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht keine Gefahr für Menschen.

  • Nicht berühren

    Tote Tiere sollen nie mit bloßen Händen berührt werden. Auffälliges und gehäuftes Auftreten von Todesfällen bei Wildvögeln soll dem Veterinäramt unter Tel. (09971) 78224 oder der Polizei mitgeteilt werden.

  • Vorsicht

    Hunde und Katzen sollen in der Nähe von Gewässern nicht frei laufen gelassen werden.

  • Essen

    Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist im Hinblick auf die Vogelgrippe unbedenklich.

  • Meldung

    Alle Geflügelhalter im Landkreis Cham, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung von Geflügel unverzüglich beim Veterinäramt anzuzeigen.

In unserer Grafik sehen Sie die Ausbreitung der Vogelgrippe in ganz Bayern (Stand: Dezember 2016)

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