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Begegnung

Islam-Unterricht aus erster Hand

Die siebte Klasse des Schuman-Gymnasiums besuchte mit vielen Fragen im Gepäck die Moschee der Islamischen Gemeinde Cham.

Interessante Einblicke erhielten die Schüler in der Moschee der Islamischen Gemeinde Cham.
Interessante Einblicke erhielten die Schüler in der Moschee der Islamischen Gemeinde Cham. Foto: rmt

Cham.Die siebte Klasse des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham, Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 13 Jahren, besuchte am vergangenen Freitag mit ihrer Lehrerin Renate Jobst die Moschee der Islamischen Gemeinde Cham, um mehr über den Islam sowie seine Kultur und Einrichtungen kennenzulernen. Vor dieser interreligiösen Begegnung hatten sich die Schüler im Unterricht mit dem Islam beschäftigt.

Ibraham Kurdi, der Vorsitzende der Gemeinde, freute sich gemeinsam mit seinem Stellvertreter Xevelet Berisha und dem Buchhalter des Vereins, Aykut Celik, über das Interesse, das dem Verein als Vertreter des Islam entgegengebracht wurde und hieß alle mit arabischer Gastfreundschaft willkommen.

Aykut Celik, der die weitere Gesprächsführung übernahm, stellte den Koran und dessen Verkündung durch Allah an Mohamed vor und sprach die fünf Säulen des Islam, wie das Bekenntnis, das Gebet, das Almosen, das Fasten und die Pilgerreise nach Mekka, an. In der sich anschließenden sehr lockeren Diskussion hatten die Jugendlichen viele Fragen, etwa zur Reise nach Mekka, zum Fasten und seinen Regularien oder dazu, wie man man arabisch zu beten lernt. Denn: Die Pflichtgebete werden auf arabisch gesprochen. Wann ist das fünfmalige Beten – Sprechen mit Gott – am Tag vorgeschrieben? Ist das nicht zu viel an einem Tag? Solche Fragen beantwortete Celik ebenfalls auf jugendverständliche Art.

Besonderes Interesse weckte das Freitagsgebet, das Kurdi den Jugendlichen als amtierender Imam – Vorbeter der Gemeinde – nach einer kleinen Pause, die zur Stärkung mit Limo und Gebäck genutzt wurde, im Gebetsraum der Moschee „demonstrierte“. Eine Moschee besteht stets aus verschiedenen Räumen und dient neben dem Gebet auch der Gemeinschaft der Gläubigen.

Die Klasse staunte über die arabische Sprache, als er die Sure der Maria, die Geschichte von der Geburt „Isaa“, wie Jesus im Islam genannt wird, vorlas und den Ritus eines Freitaggebets im Original, mit Verbeugungen und Niederwerfung vor Allah, vorstellte.

Am Ende der sehr lebendigen und lehrreichen Schulstunde dankte Klassensprecher Ben Bucher dem Vorstand der Islamischen Gemeinde für die Gastfreundschaft und überreichte Ibrahim Kurdi im Namen der Schüler ein kleines Geschenk. (rmt)

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