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Cham

Kriegsdienstgegner verteilten Info-Kärtchen

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriedsdienstgegnerInnen hat Gespräche mit Besuchern beim „Tag der Bundeswehr“ geführt.

Kriegsdienstgegner verteilten Kärtchen.  Foto: Manfred Diebold
Kriegsdienstgegner verteilten Kärtchen. Foto: Manfred Diebold

Cham.Kärtchen mit Fragen zu „Willkommen Neugier“ hat die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriedsdienstgegnerInnen bei einer Info-Aktion gegenüber dem Landratsamt in Cham an Besucher beim „Tag der Bundeswehr“ verteilt. Es wurden auch etliche Gespräche geführt.

Die Schattenseiten der bewaffneten Auslandseinsätze würden von der Bundeswehr kleingeredet oder gar nicht thematisiert, lautete ein Vorwurf der Gegner. Der „Dienst an der Waffe“ werde als großes Abenteuer zur Selbstverwirklichung verkauft. Jährlich bilde die Bundeswehr mehr als 2000 Minderjährige an der Waffe aus, während mittlerweile andere Länder dies nicht mehr tun, hieß es.

Dagegen wolle die Mehrheit der deutschen Bevölkerung laut Umfragen keine bewaffneten Auslandseinsätze oder stünden diesen sehr kritisch gegenüber, führten die Gegner weiter aus. Es fehlten der Bundeswehr neue Rekruten. Teuere Werbekampagnen wie der „Tag der Bundeswehr“ sollten „überzeugen“ und neuen Nachwuchs rekrutieren, hieß es weiter. Auch die GEW Cham fordere den Stopp der Rekrutierung unter 18-Jähriger.

Die Deutsche Friedensgesellschaft wurde 1892 von Bertha von Suttner (1843 bis 1914) gegründet. Ihr Roman „Die Waffen nieder!“ wurde in den Jahren von 1889 bis 1905 in 37 deutschsprachigen Auflagen verbreitet. 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis. Die DFG-VK stehe in dieser Tradition, auch in der Oberpfalz und in Cham.

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