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Lohn

Sana: Gehälter steigen um 5,4 Prozent

Bei den Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Sana Kliniken des Landkreises Cham gab es eine Einigung.

Die Gehälter der Beschäftigten der Sana Kliniken des Landkreises Cham steigen um 5,4 Prozent in zwei Jahren.
Die Gehälter der Beschäftigten der Sana Kliniken des Landkreises Cham steigen um 5,4 Prozent in zwei Jahren. Symbolfoto: dpa

Cham.Die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di bei den Sana Kliniken des Landkreises Cham haben dem Tarifverhandlungsergebnis zugestimmt. Die Gehälter der Beschäftigten der Sana Kliniken des Landkreises Cham steigen um 5,4 Prozent in zwei Jahren. Diese Einigung konnte bei den Haustarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Sana Kliniken des Landkreises Cham erreicht werden, wie ver.di in einer Presseerklärung am Donnerstag bekanntgab.

Die Kliniken des Landkreises Cham an den drei Standorten Cham, Roding und Bad Kötzting orientieren sich inhaltlich an den Tarifverträgen für öffentliche Krankenhäuser, erhalten aber 3,6 Prozent weniger Gehalt als ihre Kollegen im öffentlichen Dienst. „Unter den Beschäftigten ist der Maßstab für ihr Einkommen die Verdienste bei den kommunalen Krankenhäusern“, so Klaus Heyert, zuständiger Gewerkschaftssekretär von ver.di Oberpfalz.

Zuschläge für Nachtdienst erhöht

Dementsprechend hat für die Gewerkschaft und ihre Mitglieder höchste Priorität nicht den Anschluss an den Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser zu verlieren. Mit dem Verhandlungsergebnis ist dies gelungen. „Die Beschäftigten sind nicht von der Einkommensentwicklung abgehängt“, so Katharina Berg, Mitglied der Tarifkommission von ver.di, „wir haben eine passable Lohnerhöhung, die die Leistung der Beschäftigten honoriert“.

Das Verhandlungsergebnis sieht im Einzelnen wie folgt aus: Rückwirkend ab dem 1. Januar 2017 steigen die Gehälter um 2 Prozent, ab dem 1.7.2017 gibt es weitere 1,5 Prozent und zum 1.7.2018 1,9 Prozent. Die Nachtzuschläge werden ab dem 1. Januar 2018 um fünf Prozentpunkte erhöht. Die Jahressonderzahlung beträgt weiterhin 75 Prozent eines Monatseinkommens. Die Ausbildungsvergütung orientiert sich am Sana-Konzerntarifvertrag und wird aktuell auf Bundesebene verhandelt. Die Laufzeit des Tarifvertrages ist 24 Monate.

„Die Beschäftigten sind nicht von der Einkommensentwicklung abgehängt.“

Katharina Berg

Neben der Gehaltserhöhung werden auch die Zuschläge für den Nachtdienst ab 2018 erhöht. Das bedeutet für eine Krankenschwester, die im Monat 30 Stunden Nachtarbeit leistet, circa 24 Euro netto mehr Gehalt. Bestandteil des Tarifvertrages ist außerdem eine Regelung ausschließlich für die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di, die pro Halbjahr einen bezahlten Gesundheitstag genießen dürfen.

Kompromiss nach schwierigen Verhandlungen

Neuregelungen zur Eingruppierung der Beschäftigten konnte die Gewerkschaft nicht erzielen. Dazu wird es 2018 Arbeitsgruppen aus Vertretern von Gewerkschaft und Arbeitgeber geben, die die Möglichkeiten prüfen. „Wir haben nach schwierigen Verhandlungen einen Kompromiss gefunden, der auch von unseren Kolleginnen und Kollegen positiv bewertet worden ist. Mit den Gehaltserhöhungen und dem Erhalt der Jahressonderzahlung von 75 Prozent eines Monatsgehaltes – einer Kernforderung der Beschäftigten –, bin ich persönlich ganz zufrieden“, wertet Andrea Höpfl, Mitglied der Tarifkommission, das Ergebnis.

Die Tarifkommission von ver.di hatte dem Verhandlungsergebnis zugestimmt und somit den Weg freigemacht für eine Abstimmung unter den ver.di Mitgliedern in den Kliniken. Heyert als Verhandlungsführer von ver.di zeigt sich mit der Stimmung bei der Mitgliederversammlung zufrieden: „5,4 Prozent plus die Erhöhung der Nachtzuschläge kann sich im Umfeld der Tarifabschlüsse sehen lassen und wir haben damit unser Ziel erreicht.“

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