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Pläne

Stadt wird das „Schwalbenhaus“ kaufen

An Stelle des seit den 80er Jahren leeren Hauses Nummer 36 soll in Untertraubenbach ein neuer Dorfplatz entstehen.
Von Christoph Klöckner

Das Haus 36 an der Hauptstraße Untertraubenbach steht seit Jahrzehnten leer und wird als Nistplatz von zahlreichen Schwalben genutzt. Die Stadt will es jetzt kaufen und abreißen.
Das Haus 36 an der Hauptstraße Untertraubenbach steht seit Jahrzehnten leer und wird als Nistplatz von zahlreichen Schwalben genutzt. Die Stadt will es jetzt kaufen und abreißen. Foto: Klöckner

Cham.Das Haus Nummer 36 in Untertraubenbach war schon früher ein Politikum – jetzt ist eine Lösung für das seit Jahrzehnten leerstehende Haus in Sicht. Nach schwierigen Verhandlungen, bei denen vor allem Stadtrat Walter Dendorfer engagiert war, wird die Stadt Cham den Leerstand kaufen, abreißen und mit Unterstützung durch Gelder des Amtes für Ländliche Entwicklung voraussichtlich als neuen Dorfplatz herrichten.

Die Wände der Immobilie werden seit Jahrzehnten von Schwalben als Nistplätze genutzt, weshalb das Haus im Volksmund den Namen „Schwalbenhaus“ bekommen hat. „Definitiv seit den 80er Jahren“ sei das Haus leer, so Stadtkämmerer Christian Plötz. Dann habe es der Unternehmer Michael Kufner gekauft, um es mit einem namhaften Architekten aus München zu sanieren. Die Pläne seien fertig gewesen, der Bauherr habe noch wenige Quadratmeter von der Stadt kaufen wollen – doch sei die Sache damals vom Stadtrat mit Mehrheit abgelehnt worden.

Begonnen habe die Diskussion um die Zukunft des Hauses bereits im Jahre 2000, so Plötz. Das Haus stehe nicht unter Denkmalschutz und gehöre auch heute noch Michael Kufner. Detaillierte Pläne für die Zeit, wenn das Haus weg sei, gebe es noch nicht, sagte Plötz. Gesprochen worden sei von einem Infozentrum und von Dorfverschönerung. Gefördert werde bei der Neugestaltung etwa die Hälfte der Kosten.

Nach Informationen des Bayerwald-Echo war es vor allem ein Stadtrat, der die Chance der Erneuerung des Hauses um 2001 mit eher abwegigen Argumenten ablehnte und eine Mehrheit hinter sich sammelte. Nur Bürgermeister Leo Hackenspiel sprach sich demnach für die Pläne Kufners aus.

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