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Weihnachtsmärkte ja, Christbaum nein

Lieder wie Last Christmas stehen bei Elli Holzer auf der roten Liste. Für Weihnachten hat sie nichts mehr übrig.
Von Felicitas Graßl

Elli Holzer bleibt an Weihnachten entspannt.
Elli Holzer bleibt an Weihnachten entspannt. Foto: ck

Cham.Sie gehört zu dem Teil der Bevölkerung, der auch an Heiligabend arbeiten muss. Die Mitarbeiterin des Feinkost-Ladens Spezialitäten Meier in Cham, Elli Holzer, hat vor allem in der Adventszeit viel mit Weihnachten zu tun. Im Geschäft wimmelt es nur so von Weihnachtsgeschenken. Es gibt alles, was das Herz begehrt: Liebevoll verpackte Präsentkörbe, Trüffelpralinen mit kleinen Tännchen aus Schokolade obendrauf und verschiedene Weine und Whiskys.

Da ist es schon verwunderlich, dass Elli Holzer überhaupt nichts mehr für Weihnachten übrig hat. „Als die Kinder noch klein waren, da habe ich das schon richtig gefeiert.“ Doch jetzt steht nicht einmal mehr ein Christbaum zuhause bei den Holzers. Er sei zu teuer. Außerdem ist es ihr viel zu aufwendig, einen Baum in das Haus zu stellen und ihn üppig mit Kugeln und Lichterketten zu behängen. „Und dann steht er nur zwei Tage da.“ Die erwachsenen Kinder bekommen Parfüm und Geld zu Weihnachten. „Ich mache mir keinen Stress mehr“, sagt sie, „und die Kinder wollen auch nicht mehr.“

Lieber die Ruhe genießen

Dekorieren mag Elli Holzer schon. Schon im November verschönert sie ihr trautes Heim mit weihnachtlichen Schmückstücken. Weihnachtsmärkte besucht sie häufig und gerne: „Ich war heuer schon auf zehn Christkindlmärkten.“ In Vilshofen, Burghausen, Loifling, Pösing und auf vielen weiteren Adventsmärkten war sie dieses Jahr schon zu finden. Besonders die Handwerksbuden gefallen ihr. Ansonsten erfreut sich Elli Holzer einfach daran, durch die Märkte zu schlendern.

Für Weihnachtslieder ist die Mitarbeiterin des Feinkost-Ladens nicht sonderlich zu begeistern. „Ich konnte diese Lieder schon als Kind nicht hören.“ An Weihnachten ist sie abends allein zu Haus. Ihre Kinder sind da bei den Schwiegereltern. Traurig macht sie das allerdings nicht: „Ich genieße die Ruhe daheim.“ Entspannt sitzt sie vor dem Fernseher und sieht sich das weihnachtliche Abendprogramm an. „Ich brauche einmal eine Pause“, sagt sie. An den Weihnachtsfeiertagen endet die schöne Stille wieder. Da kommen nämlich die Verwandten vorbei.

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