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Brauchtum

30 Meter hohe Fichte verkündet den Kirta

Mit vereinten Kräften wurde der Baum in Chamerau aufgestellt. Anschließend wurde gemeinsam am Kirchplatz gefeiert.
Von Hermann Schropp

Gewaltig anstrengen mussten sich Chameraus starke Männer, um den Baum hochzuhieven.  Foto: Hermann Schropp
Gewaltig anstrengen mussten sich Chameraus starke Männer, um den Baum hochzuhieven. Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Zum Patroziniums- und Kirtabrauchtum der Pfarrei zählt der Kirtabaum, der jedes Jahr auf dem Kirchplatz aufgestellt wird. Zurück zu den Wurzeln könnte man sagen. Gemeint ist die alte Tradition, welche in Chamerau seit vielen Jahren begangen wird. Die Landjugend stellte am Freitag aus Anlass des Weihetages der Pfarrkirche St. Peter und Paul einen Kirtabaum auf.

Das Kirtabaumaufstellen wurde zu einem Gemeinschaftswerk der KLJB und dem Brauchtum verbundener Burschen und Männer. Die Landjugend hatte neben der Kirche alles für das Kirchweihfest der Chamerauer vorbereitet. Der stattliche Baum, der 2018 von der Pfarrei gespendet wurde, durfte sich in diesem Jahr einer „Wiederauferstehung“ erfreuen. Bevor es Zeit zum Feiern war, galt es aber noch, einige vorbereitende Aufgaben zu lösen. Gemeinsam mit den Burschen schmückten Mädchen der Landjugend den Kirtabaum mit Kränzen und weiß-blauen Girlanden.

Mit enormem Kräftepotenzial hievten Chameraus junge Männer mit Unterstützung der erfahrenen Mitbürger den 30 Meter langen Stamm innerhalb einer Stunde in die Senkrechte. Routiniert bewältigten 28 Männer den Kraftakt. Sie brachten mit Hilfe von jeweils zwei zusammengebundenen langen Stangen, den „Schwaiberln“, den mächtigen Baumstamm langsam und sicher in die Senkrechte, bis er aus dem tiefen „Versenkungsloch“ schnurgerade in den blauen Himmel ragte. Unterstützend ertönte die ganze Zeit der Kommandoruf „Hau ruck“ von Ernst Schlamminger. Nachdem der Kraftakt geschafft war, applaudierten die Besucher. Die Chamerauer Kirchweih war eröffnet.

Der mit vielen bunten Bändchen geschmückte Fichtengipfel hat die Aufgabe, über die Hausdächer hinweg den Leuten des Umlandes zu verkünden, nach Chamerau zu kommen und mit der Ortsbevölkerung zusammen am Kirtasonntag in Geselligkeit zu feiern.

Anschließend versammelte sich die Dorfgemeinschaft um den Kirtabaum, um zu feiern. Die Landjugend übernahm die Bewirtung mit Grillspezialitäten, Kuchen und Getränken. Die beiden KLJB-Vorsitzenden begrüßten die Gäste. Sie dankten allen, die beim Schmücken des Baumes und beim Aufstellen mitgeholfen haben. Auch zeigten sie sich zufrieden über die vielen Gäste, die am Kirtabaumaufstellen teilnahmen. „Das ist zwar eine Mordsarbeit, aber doch eine tolle gemeinschaftliche Arbeit. Letztlich zeigt es, dass in der Gemeinde alle zusammenhelfen“, so die Vorsitzenden Christopher Hannes und Maria Piendl.

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