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Tiere

Der Storch ist wieder in Chamerau

Seit Mittwoch sitzt Storch „Solo“ wieder auf dem Herold-Gebäude. Nach seiner langen Reise wirkt er noch etwas zersaust.

Der Begrüßungsblick des Storchenmannes an die Chamerauer
Der Begrüßungsblick des Storchenmannes an die Chamerauer Foto: che

Chamerau.„Habt ihr schon gesehen, wer wieder da ist?“ Diese Frage ist seit Mittwoch immer wieder zu hören. Gemeint ist Storch „Solo“, der vor drei Jahren erstmals Einzug hielt in Chamerau. Nicht nur Vogelschützer und andere Fans von Meister Adebar bangten nach dem „Kindersegen“ im vergangenen Jahr, ob die eleganten Vögel heuer wieder kommen würden. „Die Störch’ g’hörn einfach zu Chamerau“, freuen sich die Tierfreunde.

Ab sofort werden die meisten Chamerauer wohl täglich nach oben zum „Storchenkamin“ auf dem Herold-Gebäude blicken und sich freuen, dass der Storchenmann dort oben sitzt und auf seine Partnerin wartet. Er wirkt nach seiner langen Reise etwas zerzaust und muss sich auch um sein Federkleid kümmern.

Hoffnungsvoll richtet sich der Blick vieler Dorfbewohner auf den Horst, wann das Weibchen eintrifft. Schließlich wurde vor vier Jahren von der Unteren Naturschutzbehörde samt Landesamt für Vogelschutz das Nest storchengerecht saniert. Mit Weidenruten wurde der Horst mit einem stabilen Aufbau versehen und mit Rindenmaterial und Kalkspritzer für Storchenaugen wieder bewohnbar eingerichtet. Und tatsächlich nisteten sich in den vergangenen beiden Jahren wieder zwei Vögel ein.

Ende April 2015 lugten erstmals die schwarzen Schnäbel der drei Jungstörche aus dem Nest hervor. Der Nachwuchs entwickelte sich dank reichhaltigen Futterangebots prächtig. Ihre erste Reise in den Süden starteten die Nachkömmlinge vor ihren Eltern. Das Storchenpaar folgte drei Wochen später in wärmere Gefilde.

Weißstörche, die etwa einen Meter groß werden können, ernähren sich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Fröschen, Mäusen und Fischen. Sie finden in den Chamerauer Regen-Auen ideale Lebensbedingungen vor. War der Weißstorch einst als Brut- und Sommervogel in ganz Mitteleuropa beheimatet, sind die Populationen nun bis auf lokale Restbestände eingebrochen. Unter anderem ist der Storch in Cham, Bad Kötzting und Miltach heimisch. (che)

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