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Kirche

Dienen im Sinne von fürsorglich helfen

Der künftige Diakon Harald Schneider stellte sich und seine Aufgaben als Diakon in der Pfarreiengemeinschaft vor.
Von Hermann Schropp

Der künftige Diakon stellte sich und seine Aufgaben eines Diakons vor.  Foto: Hermann Schropp
Der künftige Diakon stellte sich und seine Aufgaben eines Diakons vor. Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Am Samstagabend während des Vorabendgottesdienstes in der Pfarrkirche Peter und Paul Chamerau stellte Harald Schneider sich und seinen Dienst als zukünftiger Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Runding, Chamerau und Lederdorn vor. Das Wort Diakon bedeutet „dienen“, „fürsorglich helfen“. Der Ursprung des Diakons gehe zurück auf Jesus, der als Diener aller auf der Welt war. Die ersten sieben Diakone werden in der Apostelgeschichte von Lukas erwähnt, die zur Entlastung der Hellenisten eingesetzt wurden und in der Nachfolge Christi den Dienst am Nächsten zu ihrem Lebenswerk gemacht hatten.

In einer für alle gut verständlichen Art, erklärte der zukünftige Diakon den interessiert lauschenden Gläubigen, was für ihn ausschlaggebend gewesen war, dass er den Weg zum ständigen Diakon im Nebenberuf eingeschlagen hatte. „Für viele von Ihnen bin ich ein Rundinger“, meinte Schneider zu Beginn seiner Ausführungen. Seit 19 Jahren sei er in Runding, aufgewachsen sei er in Willmering. 2000 habe er geheiratet und sei Vater von zwei Kindern. Von Beruf her sei er Bankkaufmann und arbeite als Firmen-Kundenberater bei einer Bank in Straubing, wohin er von Montag bis Freitag pendle.

Seit 13 Jahren sei er im Pfarrgemeinderat und habe auf diese Weise die Geschicke der Pfarrei bereits ein Stück weit mit gestalten können. Ebenso lang sei er Lektor und seit gut drei Jahren Kommunionhelfer. Diakon zu werden habe ihn schon viele Jahre beschäftigt. Die Bereitschaft und die innere Überzeugung für diesen Dienst sei im Lauf der Zeit immer mehr gewachsen. Im Oktober 2013 habe er sich auf den Weg gemacht, Diakon zu werden.

Am Anfang stand das Theologiestudium im Fernkurs an der Domschule Würzburg, dann die vierjährige Ausbildung an der Diözese Regensburg, die nun mit Bestehen der Prüfungen abgeschlossen sei. Der Weihe steht somit nichts mehr im Weg. Am 28. September wird im Regensburger Dom die Diakonenweihe sein. Er lud alle dazu ein, die Weiheliturgie mitzufeiern.

In der Weiheliturgie werden die Diakone durch Handauflegung und Gebet von Diözesanbischof Rudolf Voderholzer zu Ständigen Diakonen geweiht. Damit dürfen sie im Gottesdienst das Evangelium verkünden und das Wort Gottes in der Predigt auslegen. Ein Diakon leitet Wortgottesdienste. Andachten, Prozessionen und nehme Segnungen vor. Die Spendung der Krankenkommunion durch den Diakon ist bereits im Neuen Testament überliefert.

Zudem spendet ein Diakon das Sakrament der Taufe und traue Brautpaare in einem Wortgottesdienst. Die Gläubigen konnten durch die beiden Diakone Stefan Oana und Werner Szörenyi in den letzten Jahren bereits miterleben, wie ein Diakon in der Pfarrei eingesetzt wird. Sein Dienst werde sich von dem der beiden Diakone vor allem in zwei Punkten unterscheiden. Zum einen in der Zeit. Diakon Stefan Oana und Werner Szörenyi seien Diakone im Hauptberuf. Für sie sei Diakon nicht nur Berufung, sondern zugleich auch ein Beruf, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Er jedoch werde seinen Beruf bei der Bank weiter ausüben und so den Dienst als Diakon unter der Woche nur in den Abendstunden und am Wochenende ausüben können.

Am 28. September ist im Regensburger Domder Weihegottesdienst, zu dem Harald Schneider die Gläubigen aus seiner Heimat einlädt. „Es wäre sehr schön viele bekannte Gesichter aus der Pfarreiengemeinschaft im Dom zu sehen“, betonte der neue Diakon. Einen Tag später ist der Einführungsgottesdienst für die ganze Pfarreiengemeinschaft in Runding. Auch hierzu sind alle Gläubigen willkommen. Seine erste Predigt wird Diakon Harald Schneider eine Woche später dann in der Pfarrkirche von Chamerau halten.

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