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Glaube

Er ist seit 50 Jahren Priester

Lederdorn feierte mit Prälat Dr. Valentin Doering das Jubiläum. Der Geistliche leitete einst das katholische Büro Bayern.
Von Heidi Meier

Prälat Dr. Valentin Doering wurde am 26. Juni 1969 im Bamberger Dom zum Priester geweiht. Nun feierte er sein Goldenes Priesterjubiläum.Meier
Prälat Dr. Valentin Doering wurde am 26. Juni 1969 im Bamberger Dom zum Priester geweiht. Nun feierte er sein Goldenes Priesterjubiläum.Meier

Chamerau.Ruhig, besonnen, hochgebildet und nicht zuletzt mit seinem ihm eigenen leisen und hintergründigen Humor – so schätzen ihn nicht nur die Lederdorner, mit denen Prälat Dr. Valentin Doering am Sonntag sein Goldenes Priesterjubiläum feierte, sondern auch jene unzähligen Menschen, die im Laufe dieser fünf Jahrzehnte von seiner Weisheit und Besonnenheit profitierten. Scheinbar ganz Lederdorn war auf den Beinen, um mit „seinem“ Prälaten diesen Jubeltag zu feiern.

Vom Gemeinschaftshaus zogen angeführt von der Kapelle Klein die Vereine und Gremien Richtung Marienkirche, wo im Schatten des Glockenturms der Altar aufgebaut war. Davor konnte man ein von den Ministranten geschaffenes Bild aus Blumen mit dem Spruch „Gottes Liebe in uns“ bewundern. Seiner Laudatio schickte Domdekan Lorenz Wolf voraus, dass er von Prälat Dr. Doering die Order bekommen habe, er wolle doch bitte bei der Festpredigt nicht schon zu Lebzeiten den eigenen Nachruf hören müssen.

Seit 2006 in Lederdorn

Prälat Dr. Lorenz Wolf erinnerte an das Schlüsselereignis für dieses Jubiläum, als am 29. Juni 1969 der Jubilar im Bamberger Dom die Priesterweihe empfing und damit zur Arbeit im Weinberg des Herrn bestellt wurde. Als Priester hat er das Evangelium nicht nur in Wort und Tat verkündet.

Er hat es mit seiner eigenen Person verkörpert, ob als feinsinniger Theologe, als mitfühlender Seelsorger, als Studentenpfarrer in Bamberg, als Assistent an der Theologischen Fakultät in Wien, als Seelsorgeamtsleiter im Ordinariat oder als Hochschullehrer oder als umsichtiger Sachwalter eines vielgestaltigen kirchlichen Lebens in den sieben bayerischen Diözesen. Jene, die mit Prälat Dr. Valentin Doering ins Gespräch kamen, konnten erkennen, dass er es mit jemanden zu tun hatte, der am Menschen und an der Menschlichkeit Maß nahm. Prälat Wolf sagte: „Wo immer Du beteiligt warst, hast Du mit scharfem Verstand und mit klarem Blick für das Mögliche stets dazu geraten, das Notwendige nicht nur zu denken, sondern auch zu tun.“ Und mit diesem Weitblick leitete Prälat Dr. Valentin Doering auch das Katholische Büro Bayern, die Nahtstelle zwischen Kirche und Regierung, bevor er im Jahr 2006 als Ruhestandsgeistlicher nach Lederdorn kam.

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Prälat feiert in Lederdorn Goldenes Jubiläum

Obwohl er nun seit gut zwei Jahren in Furth im Wald wohnt, so betonte Kirchenpfleger Xaver Heigl, sei Prälat Dr. Doering immer noch in Lederdorn zuhause. Er sagte ebenso wie Bürgermeister Stefan Baumgartner „vergelt’s Gott“ namens aller, die der Jubilar während der wichtigsten Ereignisse in ihrem Leben, in schönen und schweren Stunden, begleitet hat. Alle Lederdorner Vereine und Gruppierungen – die Gemeinde Chamerau, die Freiwillige Feuerwehr, Ministranten, der Chor Cantando, FC, Freischützen, die SKK, die KuRK, die 60er Freunde, der Katholische Frauenbund, die Dorfgemeinschaft Meinzing, der Stammtisch, Kirchenverwaltung und Seelsorgerat überreichten als Geschenk zum Goldenen Priesterjubiläum eine Albe mit Stola, die von Ministrantinnen hereingetragen wurde.

Viele Auszeichnungen

Blumen gab es für Pfarrhaushälterin Frau Altmann, die Prälat Dr. Doering seit nunmehr 35 Jahren stets zur Seite steht. Der Jubilar dankte allen Menschen, die ein Stück seines Lebensweges mitgegangen sind, von den Eltern beginnend bis zu den Menschen des heutigen Tages. „Sie haben mir geholfen, Menschsein und Christsein besser zu verstehen.“ Zudem sagte er ein herzliches „vergelt’s Gott“ jenen, die zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen haben. Nach dem offiziellen Teil lud er alle Anwesenden zum Mittagessen im Gemeinschaftshaus.

Prälat Dr. Valentin Doering wurde am 26. Juni 1969 im Bamberger Dom zum Priester geweiht. Sein Primizspruch lautete: „Die Hoffnung aber lässt nichts zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz“.

1994 wurde Dr. Valentin Doering erster Leiter des katholischen Büros in Bayern. Der Geistliche erfuhr mehrere Ehrungen: Unter anderem wurde er im Jahr 1996 zum Prälat ernannt. 2002 wurde ihm die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber überreicht. Drei Jahre später erhielt er den Verdienstorden am Band der Bundesrepublik. 2006 ernannte ihn Papst Benedikt zum Apostolischen Protonotar. Ein Jahr später erhielt er den Bayerischen Verdienstorden und die Franz-Eser-Medaille.

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