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Fest

Gläubige zogen durch die Straßen

Die Chamerauer begingen mit einem Festgottesdienst und einer Prozession Kirchweih.
Von Hermann Schropp

Diakon Werner Szörenyi zog mit dem Allerheiligsten durch die Straßen von Chamerau. Foto: Hermann Schropp
Diakon Werner Szörenyi zog mit dem Allerheiligsten durch die Straßen von Chamerau. Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Zum Gedenktag an den überlieferten Todestag der Apostel und Kirchenväter Petrus und Paulus erweisen alljährlich die Ortsbewohner von Chamerau ihren Kirchenpatronen eine besondere Ehre. Salutschüsse begrüßten den anbrechenden Feiertag und weckten die Bürger. Der Kirtatag war ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Ein weiß-blauer Himmel überspannte das Geschehen.

Die Pfarrei feierte ihr Patrozinium mit einem Gottesdienst und einer Prozession durch den Ort, an der zahlreiche kirchliche und weltliche Vereine und viele Gläubige teilnahmen. Vor Beginn des Gottesdienstes zogen die Vereine unter den Klängen der Blaskapelle Kerscher in die geschmückte Pfarrkirche ein. In einem feierlichen Gottesdienst wurde das Patrozinium in der mit Birkengrün geschmückten Pfarrkirche Peter und Paul gefeiert, zelebriert von Pfarrer Kilian Limbrunner und Diakon Werner Szörenyi. Die Blaskapelle Kerscher umrahmte den Gottesdienst musikalisch. Für Lesung und Fürbitten traten Mitglieder des Trachtenvereins an den Ambo.

In seiner Einführung zur Messfeier richtete Pfarrer Limbrunner sein Augenmerk darauf, dass die Kirche Jesu Christi viele, höchst unterschiedliche Glaubenszeugen und Mitarbeitende brauche, die sich als tragfähige Gemeinschaft von Gleichberechtigten verstehen, die je auf ihre Weise an ihrem Platz der Sache Jesu in Wort und Tat dienen.

Der Geistliche erinnerte an die beiden heiligen Namenspatrone, die als Schutzpatrone und Fürsprecher in vielen Lebenssituationen allgegenwärtig seien. „Mehr noch haben die Heiligen jedoch vielen Menschen geholfen, ihren Glauben wiederzufinden“, sagte er. Er rief dazu auf, die Anliegen von Petrus und Paulus zur Erneuerung und Einheit des Glaubens gleichsam auch zu den Anliegen der Menschen zu machen. Dann folgte eine lange Kirchweihprozession. Beim ersten Altar, dieser war beim Bauhof in der Chamer Straße aufgebaut, und dem zweiten Altar in der Kötztinger Straße wurden einige Verse aus den Evangelien verlesen und nach dem Lobpreis der Segen Gottes erbeten. Anschließend wurde der eucharistische Segen erteilt.

Auf dem Weg zurück zur Pfarrkirche stimmten alle in das „Te-Deum“ ein. Am Ende dieser beeindruckenden gelebten Gemeinschaft bedankte sich Diakon Werner Szörenyi bei allen, die mitgeholfen hatten, den Kirtatag vorzubereiten und durchzuführen, mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“. Als Abschluss spendete der Diakon wieder den sakramentalen Segen, ehe der Festgottesdienst mit dem traditionellen Chamerauer Marienlied zu Ende ging.

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