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Sicher die Welt entdecken

Ab September besuchen 16 Kinder die Krippe „Villa Kunterbunt“. Die Leiterin stellte die Grundsätze ihrer Arbeit vor.
Hermann Schropp

In der Kinderkrippe in der „Villa Kunterbunt“ trafen sich Muttis und Betreuer zum Infoabend. Foto: Hermann Schropp
In der Kinderkrippe in der „Villa Kunterbunt“ trafen sich Muttis und Betreuer zum Infoabend. Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Erfreut hat sich die Krippenleiterin Bianca Schmuderer mit ihrem Team von „Villa Kunterbunt“ Chamerau über das große Interesse der Eltern am Infoabend gezeigt. Ab September startet die Krippe mit 16 Kindern, darunter neun Neulingen. Neben ihr als Krippenpädagogin und Erzieherin, so Bianca Schmuderer, stehen die Kinderpflegerinnen Steffi Hofmann und Isabella Manner sowie die Praktikanten Lisa Rossmann und Florian Kurz und als Aushilfe Anita Bock bereit.

Die Leitung der Kinderkrippe liegt in den Händen von Schmuderer. Sie griff zu Beginn ihres Vortrages die Fragestellung „Braucht die Kinderkrippe eine eigene Pädagogik?“ auf. Das meiste in ihrem Leben lernen Kinder bereits vor der Schule. Nicht zu übertreffen sind die ersten Lebensjahre mit der körperlichen und sprachlichen Entwicklung. Bildung beginne mit der Geburt. Das Kind mache sich durch Eigeninitiative vom ersten Tag seines Lebens an ein Bild von der Welt.

Für die Krippenarbeit bedeutet dies, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass es dem Kind gelingen kann, sein ganzes Potenzial an Fähigkeiten zu entfalten, um forschend und gestaltend seine Welt zu erobern. Kleinstkinder benötigen beständige liebevolle Beziehungen, Erfahrungen, die auf individuelle Unterschiede zugeschnitten sind, entwicklungsgerechte Erfahrungen, Grenzen und Strukturen, stabile, unterstützende Gemeinschaften und eine körperliche Unversehrtheit.

„Bodenpädagogik“ in der Krippe

Das Krippenteam, so Bianca Schmuderer, versteht sich als Begleiter, Unterstützer, Zuhörer, Lernpartner, Berater und Beobachter. Vor allem der Beobachtungsbereich nehme eine bedeutende Rolle ein. In der Kinderkrippe spricht man von sogenannter „Bodenpädagogik“, denn vieles spiele sich auf dem Boden ab. Der Erwachsene verbringt täglich viel Zeit auf dem Fußboden und zeigt dem Kind, dass er ausschließlich für das Kind hier und jetzt da ist. Das Kind wird motiviert, selbstständig zu werden.

Die geistig-seelischen Bindungen, Kreativität, Spiel und Spaß, körperliche und geistige Leistungen, Denken und Sprechen, Orientierung und Eigenständigkeit stehen in der „Villa Kunterbunt“ im Mittelpunkt. Sehr anschaulich ging die Krippenleiterin auf die einzelnen Bereiche ein und zeigte anhand von pädagogischen Beispielen die Umsetzung auf: Ein großes Augenmerk wird auf die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern gelegt. Die Entwicklung der Krippenkinder verläuft viel schneller als bei den Kindergartenkindern, daher müsse der Kontakt zu den Eltern häufiger und intensiver sein. Die Eltern seien die Experten ihres Kindes und geben ihr Kind das erste Mal in eine Fremdbetreuung.

Regelmäßige Elterngespräche

Daher wird ein sehr großer Stellenwert auf die Eingewöhnung des Kindes gelegt, nur sicher eingewöhnte Kinder können ihr Potenzial an Fähigkeiten und Fertigkeiten abrufen. Regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern sowie Tür- und Angelgespräche seien selbstverständlich.

Bianca Schmuderer motivierte die Eltern: „Lernen Sie all das kennen, woran Sie sich aus der eigenen Kindheit nicht mehr erinnern können. Teilen Sie die Freude des Kindes, wenn es einen bedeutenden Schritt geschafft hat.“ (che)

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