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Jahresrückblick

Die Gemeinde ist gut aufgestellt

Die Sanierung des Waffenbrunner Rathauses ist fast abgeschlossen. Die Bauplätze „Am Sonnenhang“ sind schon verkauft.
Von Hans Schmelber

  • Der neue Sitzungssaal im Rathaus: Die energetische Sanierung des Rathauses ist bis auf einige Details abgeschlossen. Fotos: Schmelber
  • Umbau Feuerwehrgerätehaus: Die überaus fleißigen Mitglieder haben für den Umbau gut 100 000 Euro an Eigenleistung aufgebracht.
  • Durch eine Richtfunkverbindung von Prienzing nach Waffenbrunn, hat die Firma Amplus eine wesentliche Verbesserung der Schnelligkeit im Internet erreicht.

Waffenbrunn. „Es hat sich 2018 in Waffenbrunn viel getan. Die Gemeinde ist gut aufgestellt“, versicherte Bürgermeister Roland Saurer bei unserem Jahresgespräch. In Waffenbrunn leben zurzeit im Schnitt 2070 Bürger, Tendenz steigend. Der Schuldenstand betrug zum Jahresende rund 1 450 000 Euro und das ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von rund 860 Euro. Es wurden keine Darlehen aufgenommen.

Im September übernahm die Firma Max Schierer aus Cham die Firma „B&Z Metallbau“ in Waffenbrunn mitsamt den 20 Mitarbeitern. Bürgermeister Saurer befürchtet, dass deshalb der Produktionsstandort Waffenbrunn nach Cham verlegt werden wird. Abgeschlossen wurde auch die Sanierung von zwei Brücken im Ortsteil Klessing und eine in Rhanwalting. Das Jahr war überwiegend geprägt von reger Bautätigkeit.

90 Prozent Zuschüsse

Die energetische Sanierung des Rathauses ist bis auf einige Details abgeschlossen und das Rathaus präsentiert sich innen im grellen Weiß und völlig neugestaltet, inklusive neuer Büroausstattung. Die Sanierung erfolgte über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP). Die Gesamtbaukosten werden sich auf rund 800 000 Euro belaufen und die werden mit 90 Prozent bezuschusst. Das Rathaus bildet jetzt mit dem umgebauten Feuerwehrgerätehaus und dem Bauhof eine kompakte, geschlossene Einheit.

An- und Umbau Feuerwehrgerätehaus: Der Gemeinderat entschloss sich nach vielen Beratungen zu einem An- und Umbau. Angebaut wurden zwei neue Stellplätze und umgebaut wurde fast der gesamte Innenraum. Es gibt jetzt Schulungs- und Aufenthaltsraum, Umkleideraum, Jugendraum und sanitäre Anlagen. Der technische Bereich ist großzügig angelegt und bietet genügend Platz für die Ausstattung und Reinigung nach Einsätzen.

Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund 800 000 Euro und dazu gibt es leider nur 55 000 Euro Zuschuss. Die überaus fleißigen Mitglieder haben für den Umbau gut 100 000 Euro an Eigenleistung aufgebracht. Das ist ein stattlicher und sehr lobenswerter Beitrag.

Baugebiet Am Sonnenhang: Innerhalb eines Jahres gelang es Franz Gmach, das Baugebiet zu planen und in die Tat umzusetzen. Insgesamt neunzehn Parzellen wurden geschaffen, die Infrastruktur angelegt und alle Bauplätze sind verkauft und es stehen auch schon fertige Häuser am Sonnenhang.

Was noch fehlt, ist die Umwidmung auf die Gemeinde, die dann über die Straßen, Wasser, Kanal u.a. verfügt. Damit sind auch die Pflege sowie der Winterdienst mit geregelt. Franz Gmach bewies mit diesem Baugebiet, der Planung und Ausführung, dass es auch schnell geht, wenn ein Verantwortlicher hinter der ganzen Sache steht und anschiebt und Widerstände aus dem Weg räumt.

Baugebiet am Weideweg: Hier läuft es genau in die andere Richtung. Seit vier Jahren wird geplant, geredet und passiert sei bisher nicht viel. Von der einstigen Bürgerinitiative sei nichts mehr zu hören. Im Gemeinderat wurde diskutiert, ob man das Grundstück, das sich im Besitz von Baron von Schacky befindet, kauft und erschließt.

Angedacht wurde auch eine Möglichkeit, dass der Grundstückseigentümer die Erschließung selber durchführt, ähnlich wie beim Baugebiet am Sonnenhang. „Für die Gemeinde ist der Grundstückspreis von 35 Euro für den Quadratmeter unerschlossen einfach zu teuer“, teilte uns dazu Bürgermeister Saurer mit. „Erschlossen würde das für Kaufinteressenten dann einen Preis von etwa 75 Euro pro Quadratmeter bedeuten. In Zandt gibt es den zu 44 Euro und in Hohenwart z.B. für 38 Euro“, so der Bürgermeister.

Der Breitbandausbau stockt

Der Breitbandausbau steht und fällt im Moment mit dem Geschehen um M-Net, dem Konsortium, das vom Landratsamt Cham den Auftrag zum Ausbau erhielt. Die Unstimmigkeiten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer werden vermutlich in einer gerichtlichen Auseinandersetzung enden. Im Moment steht alles.

Durch eine Richtfunkverbindung vom Ortsteil Prienzing in der Gemeinde Willmering nach Waffenbrunn, hat die Firma Amplus für ihre Kunden mittlerweile eine wesentliche Verbesserung der Schnelligkeit im Internet erreicht. „Das hat für Waffenbrunn eine spürbare Erleichterung für den Zugriff auf das Netz gebracht“, so Roland Saurer.

Es stinkt den Maibergern, dass es immer noch aus dem Kanal stinkt. Es wurde darüber viel diskutiert, sowohl unter den Bürgern, als auch im Gemeinderat. Es gab sogar eine Fahrt nach Teisnach zur Besichtigung einer Anlage, die dort angeblich so ein Problem gelöst haben soll.

Kosten: Man reiste aber relativ enttäuscht nach Waffenbrunn zurück. Keine Gemeinderatssitzung habe es in den letzten zwei Jahren, bei dem das Thema nicht angesprochen wurde. Man ist sich aber zwischenzeitlich einig, dass die Lösung für dieses Problem etwas kosten wird.

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