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Pösing

Die Vögel des Gartens für Kinder erklärt

Bereits seit zehn Jahren sind die Pösinger Jäger im Kindergarten St. Marien gern gesehene Gäste.
Jakob Moro

Jagdpächter Johann Bauer übergab zwei von Präparator Richard Weiß gestiftete Präparate an den Kindergarten.  Foto: Jakob Moro
Jagdpächter Johann Bauer übergab zwei von Präparator Richard Weiß gestiftete Präparate an den Kindergarten. Foto: Jakob Moro

Pösing.So waren vergangene Woche der Jagdpächter Johann Bauer und Hubert Kerzel einer Einladung der Leiterin des Kindergartens, Andrea Bauer, gefolgt, um mit den Kindern die wichtigsten Gartenvögel und ihr Wanderverhalten zu erörtern.

Zwei Gruppen zu je 20 Kindern verfolgten diesen interessanten Vortrag. Gut ausgerüstet waren die beiden Jäger mit Laptop, Beamer und CD-Player, um den Kindern verschiedene Vögel und deren Gesänge nahezubringen.

Viele Kinder brachten dazu auch ihre Vorerfahrungen mit. So wollten die Kinder unter anderem erfahren, was ein Buntspecht vertilgt: Im Wald sind es vor allem holzbewohnende Insekten und deren Larven sowie Würmer, die er in der Rinde der Bäume bzw. bei der „Bearbeitung“ der Bäume findet. Allerdings verzehren Buntspechte auch Früchte, Obst und Nüsse sowie andere Sämereien. Diese Nahrungsgruppe lockt den Buntspecht daher auch an das Vogelhaus. Wenn man dort Nüsse und Samen hineingibt, wird man mit etwas Glück auch den schwarz-weiß-roten Vogel zum Futterhäuschen anlocken können.

Andere Singvögel wie Gartenrotschwanz, Singdrossel, Kleiber, Buchfink usw. fressen im Sommer Insekten, Würmer, Larven, Läuse, Beeren und im Winter Obst, Nüsse, Haferflocken, Rosinen und Sämereien.

„Gimpel“ ist der offizielle Name des rotbäuchigen Vogels, der ungefähr so groß wie ein Spatz ist. Die Bezeichnung „Dompfaff“ hingegen hat der Volksmund geprägt. Vermutlich hat der Dompfaff den Namen dadurch bekommen, dass man Vergleiche zur Kirche gezogen hat.

Etwa drei Viertel aller Vogelarten sind Zugvögel. Von den Vogelarten, die in Deutschland leben, ist nur etwa ein Zehntel sesshaft. Alle anderen zieht es im Winter gen Süden. Jedes Frühjahr kehren allein aus Afrika Millionen Vögel zurück, um die warmen Monate in Europa zu verbringen. Die Vögel wandern, um sich mit Nahrung zu versorgen. Vor allem die Insektenfresser zieht es dorthin, wo das Angebot üppiger ausfällt. Den Winter in Europa zu verbringen, würde für viele Arten den Hungertod bedeuten. Zu dieser Zeit schwirren und krabbeln kaum noch Insekten umher.

Vögel, die etwa nach Westafrika ziehen, finden dort ausreichend Nahrung. Warum aber bleiben die Zugvögel nicht gleich dort, wenn es sich im Süden so gut lebt? Wegen der Konkurrenz! In ihrem Winterquartier müssen sich Finken und Konsorten den Lebensraum mit einheimischen Vogelarten teilen.

Am Ende der Veranstaltung übergab Jagdpächter Johann Bauer zur Erinnerung an den hoch interessanten Tag zwei von Präparator Richard Weiß gestiftete Präparate an die Pösinger Kinder, die einen Ehrenplatz im Kindergarten erhalten werden. (rjm)

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