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Beruf

Einmal vierzehn Tage ohne Internet

Politiker hörten sich die Probleme der Schreinerei Bierl in Gschwand an.
Johann Gruber

Franz Löffler, Sandro Bauer und Isabella Bauer informierten sich bei Martin, Daniel, Helmut, Erika und Hildegard Bierl (von rechts) über die Leistungsfähigkeit und Probleme ihres Schreinereibetriebs .  Foto: Johann Gruber
Franz Löffler, Sandro Bauer und Isabella Bauer informierten sich bei Martin, Daniel, Helmut, Erika und Hildegard Bierl (von rechts) über die Leistungsfähigkeit und Probleme ihres Schreinereibetriebs . Foto: Johann Gruber

Furth im Wald.Wo mittelständische Unternehmen der Schuh drückt, darüber konnten sich in der Firma Schreinerei/Holztechnik Bierl in Gschwand Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler und sein Landratsstellvertreter und Further Bürgermeister Sandro Bauer in Begleitung der Wirtschaftsreferentin im Landratsamt Isabella Bauer am Donnerstag einen Eindruck verschaffen.

Helmut Bierl stellte seinen Handwerksbetrieb mit acht Beschäftigten, davon drei Auszubildende zum Schreinergesellen, vor. Im Unternehmen werden etliche moderne Maschinen eingesetzt. Fachkräfte seien so gut wie nicht auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Deshalb bilde man sie selber aus. Bierl bedauerte, dass vor Beginn der Ausbildung zum Schreinerhandwerk ein Berufsgrundschuljahr vorgeschaltet ist. Die jungen Leute möchten aber etwas verdienen, wenn sie in den Beruf eintreten und ziehen oft andere Berufe vor, in denen sie vom ersten Tag an eine Ausbildungsvergütung erhalten. Zum Thema Berufsgrundschuljahr teile er die Meinung des Unternehmers, so der Landrat. Aber die Innung präferiere die derzeitige Regelung.

Vor zwei Jahren sei man auf eine etwas kuriose Weise zu einem Schreinerlehrling gekommen, berichtete Bierl. Ein Abiturient aus Kiel rief an und sagte, dass er die Internetseite des Betriebes angeschaut habe, die für ihn sehr interessant gewesen sei. Der junge Mann wollte wissen, ob er im Betrieb ein Praktikum machen könne. Natürlich habe er ja gesagt, sei aber überrascht gewesen, als der Mann aus dem hohen Norden in der nächsten Woche vor der Türe stand. Schon heuer wird er die Gesellenprüfung ablegen.

Zum Kundenkreis im Messebau zählen auch große, international agierende Unternehmen. Ein ärgerlicher Hemmschuh sei die unzureichende Internetanbindung. Vierzehn Tage sei man einmal ganz ohne Internetanbindung gewesen. Die Internetproblematik sei bekannt, so Löffler. Deshalb habe der Landkreis den Breitbandausbau in die eigene Hand zurückgeholt. (fer)

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