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Wahlkampf

Europas Zukunft gestalten

Beim Europastammtisch der CSU standen die Listenkandidaten Rede und Antwort. Der Schutz der Außengrenzen ist wichtig.
Anton Feigl

Bürgermeister Alois Hamperl (von links), Sonja Aumann (CSU Falkenstein), CSU-Ortsvorsitzender Reinhard Jäger, die Listenkandidaten Richard Limmer, Christoph Czakalla und Stefan Zitzelsberger, sowie 2. Bürgermeisterin Christine Wegmann, Dr. Rudolf Apfelbeck (CSU Wörth a. d. Donau), Bürgermeisterin Heike Fries und MdB Karl Holmeier. Foto: Anton Feigl
Bürgermeister Alois Hamperl (von links), Sonja Aumann (CSU Falkenstein), CSU-Ortsvorsitzender Reinhard Jäger, die Listenkandidaten Richard Limmer, Christoph Czakalla und Stefan Zitzelsberger, sowie 2. Bürgermeisterin Christine Wegmann, Dr. Rudolf Apfelbeck (CSU Wörth a. d. Donau), Bürgermeisterin Heike Fries und MdB Karl Holmeier. Foto: Anton Feigl

Rettenbach.Am 26. Mai ist Europawahl! Doch vielen ist gar nicht so wirklich bewusst, was denn die Europäische Union für den Einzelnen bedeutet und welchen Einfluss sie eigentlich auf uns nimmt. Der landkreis-übergreifende Europastammtisch des CSU-Ortsverbandes zeigte, warum es durchaus Sinn macht, am 26. Mai zur Wahl zu gehen.

CSU-Ortsvorsitzender Reinhard Jäger konnte neben vielen Interessierten auch die CSU-Listenkandidaten für die Europawahl Christoph Czakalla (Lkr. Cham), Stefan Zitzelsberger (Lkr. Deggendorf) und Richard Limmer (Lkr. Regensburg) sowie weitere Ehrengäste im Gasthaus Wagner „Zum Alten Wirt“ willkommen heißen. Für den musikalischen Rahmen sorgte Josef Naber. Nachdem sich die Listenkandidaten kurz vorgestellt hatten, bestand für die Anwesenden die Möglichkeit, ihre Fragen aus den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Entwicklung oder zu allgemeinen Themen zu stellen. So wollte Reinhard Jäger gleich zu Beginn wissen, was man denn tun könne, dass sich die schlechte Wahlbeteiligung von vor fünf Jahren (31 Prozent) nicht wiederhole.

Dazu meinte Czakalla, dass Europa gerade für die jungen Erwachsenen enorm wichtig sei und man seine Mitmenschen durch Gespräche zur Wahl motivieren könne. Die EU hätte beispielsweise dafür gesorgt, dass unsere Region Arbeitsplätze habe.

Die Frage von Bürgermeister Hamperl, wie man denn dem Fachkräftemangel entgegenwirken könnte, beantwortete Zitzelsberger damit, dass dies ein Thema sei, das „uns“ in den nächsten Jahren massiv belasten werde. Man könne jedoch mit dem Programm „Erasmus+“, mit dem die duale Berufsausbildung gefördert werde, einiges bewirken, damit sich wieder mehr Junge für Handwerksberufe begeistern. Bezüglich der Südländer meinte Limmer, dass dort im Gegensatz zu uns eine große Jugendarbeitslosigkeit vorherrsche. Man müsse vor Ort Anreize schaffen, in die Wirtschaft zu investieren und gute Zukunftsperspektiven bieten.

Im Innern Freiheit bewahren

Auf die Frage nach dem Fortschritt beim EU-Außenschutz meinte Limmer, dass dies eine ganz große Aufgabe für Europa sei. Die EU-Außengrenzen müssten sehr schnell geschützt und kontrolliert werden, darum sollte der Ausbau der Grenz- und Küstenwache FRONTEX mit mindestens 10 000 zusätzlichen Grenzschützern mit unmittelbaren Eingriffsrechten nicht erst 2027, sondern bereits 2020/21 kommen. Nur so könne man im Innern die Freiheit und offene Grenzen bewahren. Gleichzeitig würden die Fluchtursachen aus Afrika durch das Ankurbeln von Investitionen bekämpft, damit mehr Menschen vor Ort eine Perspektive erhalten.

Europa starte auch Zukunftsprojekte, die das Leben der Menschen verbessern. Mit einem europäischen Masterplan gegen Krebs könnten bestehende Kapazitäten gebündelt und Forschungsgelder gezielter eingesetzt werden. Nur mit vereinten Kräften könne der Zukunftstraum gelingen, dass schlimme Krankheiten wie Krebs bald der Vergangenheit angehören – ein Problem, das nur in Europa gelöst werden könne.

Hinsichtlich des Klima- und Umweltschutzes sei durch das Pariser Klimaschutzabkommen bereits viel erreicht worden, so Christoph Czakalla und betonte, dass man das Vermüllen der Weltmeere mit Plastik über eine EU-weite Plastikvermeidungsstrategie und internationale Abkommen bekämpfen wolle. Zum Thema „CO2-Steuer“ sagte er, dass gerade die Menschen im ländlichen Raum nicht auf ihr Auto verzichten könnten. Zudem würde die CO2-Steuer vor allem Menschen mit geringem Einkommen belasten. Eine Kerosinsteuer hingegen würde viel mehr Sinn machen.

Kritik an der Agrarpolitik

Neben Fragen wurde aber auch Kritik laut. So wurde angesprochen, dass die aktuelle Agrarpolitik total auf den Kopf gestellt und überarbeitet werden müsse. Irgendetwas laufe da schief. Es passiere nichts, so dass immer mehr kleine Bauern sterben. Von den angebotenen Förderprogrammen würden nur die großen Betriebe profitieren.

Abschließend dankte MdB Karl Holmeier dem Ortsverband Rettenbach für die Idee zu dieser Veranstaltung und sprach den Listenkandidaten Czakalla, Limmer und Zitzelsberger ein Riesenkompliment für ihr Engagement aus. Dann nahm auch er Stellung zu den einzelnen Themen. Dabei betonte er, dass Europa enger zusammenrücken und die Kräfte besser gebündelt werden müssten, um etwas zu erreichen. (rto)

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