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Unfall

Umfallender Baum verletzt Frau und Kind

Im Freibad Falkenstein fiel ein Baum auf den Sandkasten. Dabei wurden eine Frau und ein zweijähriger Junge verletzt.
Von Peter Nicklas

  • Der über den Zaun ins Freibad wurde von der Feuerwehr zerlegt und beseitigt. Foto: Nicklas
  • Auf einer Höhe von gut zwei Metern knickte der Baum durch die Windbö nach innen und in den Sandkasten des Freibades. Foto: Polizei
  • Über die Hälfte des Stammes war vom Biber weggenagt. Foto: Polizei

Falkenstein.Zu einem Unfall, der sehr viel schlimmer hätte ausgehen können, kam es am Samstag gegen 15.15 Uhr im Falkensteiner Freibad. Eine Frau und ein Kind erlitten dabei Verletzungen und wurden nach notärztlicher Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert.

Direkt am nördlichen Rand des Freibades führt ein Bach vorbei, der in einen Weiher mündet. Er ist von Bibern besetzt und einer der Nager hatte einen Baum mit einem Durchmesser von 20 Zentimeter so stark angenagt, dass dieser erheblich an Standfestigkeit verloren hatte. So geschwächt war es für eine Windbö ein leichtes, ihn umzuknicken und das ausgerechnet in Richtung Freibad über den Umfassungszaun hinweg auf den Sandkasten am Rand des Bades.

Badegäste flüchteten

Dort hielten sich zum Zeitpunkt, als die Windbö in die Krone fuhr und den Baum umwarf, mehrere Erwachsene und auch Kinder auf. „Des hot einen Scheberer do, mia san bloß mehr grennt“ berichtete ein Zeuge des Geschehens. Geistesgegenwärtig warf sich eine Frau schützend über ihren Jungen, sie selber erlitt Prellungen und Abschürfungen, wegen derer sie nach notärztlicher Behandlung ins Krankenhaus nach Wörth eingeliefert wurde.

Ein weiterer Bub, der sich in ihrer und ihres Sohnes Begleitung befand und wie dieser knapp drei Jahre alt war, wurde mit Verletzungen in die Hedwigsklinik nach Regensburg eingeliefert. Es besteht zum Glück bei niemandem Lebensgefahr.

Riesenglück gehabt

Seitens des Rettungsdienstes waren die Helfer vor Ort des BRK aus Falkenstein sowie je ein Rettungswagen samt Besatzung aus Roding und Falkenstein am Unfallort, auch ein Notarzt war herbeigeeilt. „Die Leute haben unwahrscheinliches Glück gehabt“, so der BRK-Rettungsdienstleiter des Landkreises Cham, Michael Daiminger, der mit vor Ort war.

Die Feuerwehr Falkenstein war ebenfalls im Einsatz, weil anfangs befürchtet wurde, es könnten noch Verletzte unter dem Baum liegen. Kreisbrandmeister Christian Meier und Führungskräfte der FFW Falkenstein leiteten den Einsatz.

Eine Absuche im Umfeld mit Hilfe der Falkensteiner Feuerwehr ergab, dass noch weitere Bäume durch den Biber angegangen wurde. Die Gemeinde übernimmt ab Montag die weitere Vorgehensweise. Derzeit stellen diese Bäume laut Aussage der Polizei keine Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Unmittelbar entlang des Freibades konnten keine beschädigten Bäume festgestellt werden, wie weiter mitgeteilt wurde.

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