MyMz
Anzeige

Justiz

Böller im Kofferraum werden teuer

BMW-Fahrer muss nun eine Strafe zahlen, weil in Grenzbeamte in Furth im Wald mit illegalem Feuerwerk erwischten.

Wegen vorsätzlichem unerlaubten Verbringens von explosionsgefährlichen Stoffen mit vorsätzlichem unerlaubten Umgang mit solchen Stoffen wurde gegen den Mann ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 60 Euro erlassen.
Wegen vorsätzlichem unerlaubten Verbringens von explosionsgefährlichen Stoffen mit vorsätzlichem unerlaubten Umgang mit solchen Stoffen wurde gegen den Mann ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 60 Euro erlassen. Foto: Patrick Seeger, dpa

Furth im Wald.Die Frage eines Beamten der Bundespolizei, ob er verbotene Gegenstände oder Waffen mit sich führe, beantwortete ein Autofahrer mit „nein“. Der BMW, den die Beamten im Dezember angehalten hatten, kam gerade aus Tschechien zur Wiedereinreise ins Bundesgebiet. Doch der Fahrer hatte mit seinem „nein“ die Unwahrheit gesagt. Unter der Abdeckhaube im Kofferraum entdeckten die Beamten in der für das Reserverad vorgesehenen Mulde zwei schwarze Plastiktaschen und darin weit mehr als 100 Böller, alle jeweils mit gefälschten BAM-Prüfzeichen, sowie eine Packung mit zwölf Kugeln ohne jegliche Kennzeichnung. Alle diese pyrotechnischen Gegenstände hatte der Autofahrer aus dem Landkreis Pfaffenhofen nach seinen Angaben auf einem Vietnamesenmarkt hinter der Grenze für insgesamt 30 Euro erworben.

Wegen vorsätzlichem unerlaubten Verbringens von explosionsgefährlichen Stoffen mit vorsätzlichem unerlaubten Umgang mit solchen Stoffen wurde gegen den Mann ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 60 Euro erlassen. Nicht gegen den Tatbestand als solchen richtete sich sein Einspruch gegen den Strafbefehl, sondern die verhängte Geldstrafe erschien ihm zu hoch. Er habe zwar den Beruf eines Kfz-Mechanikers erlernt, sei aber derzeit arbeitslos. Außerdem habe er vier minderjährige Kinder und eine nicht selbst berufstätige Ehefrau zu unterhalten. Der BMW gehöre einem Freund, er selbst besitze kein Auto.

Staatsanwalt Christian Späth zeigte Verständnis für den Angeklagten. Aufgrund dieser geschilderten Einkommensverhältnisse, und weil der Angeklagte bisher vollkommen straffrei durchs Leben gegangen ist, reduzierte er den Strafantrag auf 40 Tagessätze zu je 30 Euro.

Richter Andreas Lecker kam dem Angeklagten noch weiter entgegen, er verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 20 Euro. Der Angeklagte war damit zufrieden, er verzichtete auf die Einlegung eines Rechtsmittels. (cog)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht