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Abschluss

Der Start ins Erwachsensein

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen die Absolventen die Schule. Ihr Geschenk war ein Boomerang.

  • Die Jahrgangsbesten der Further Mittelschule Fotos: Johann Dendorfer
  • Die Elternbeiratsvorsitzende Manuela Mühlbauer wird von Rektorin Barbara Aumann verabschiedet.
  • Trost für den verlorenen Bumerang für Peter Bauer
  • Der Schulchor unter Leitung von Heidrun Meindl

Furth im Wald.Man konnte es ihnen allen ansehen – die Erleichterung und auch den Stolz – den Schülern, den Eltern, den Lehrern bei der Entlassfeier in der Aula der Mittelschule Furth im Wald. Konrektor Thomas Meindl hieß zu Beginn der Feier nicht nur die Abschlussschüler und deren Eltern sowie das Lehrerkollegium willkommen, sondern auch als Ehrengäste den evangelischen Pfarrer Bernd Rosner im Zeichen der gelebten Ökumene, den Zweiten Bürgermeister der Stadt Furth im Wald und Mann mit dem grünsten Daumen Michael Mühlbauer, den Weidinger Bürgermeister Johann Ascherl, aus Arnschwang Bürgermeister Michael Multerer sowie den Ersten Bürgermeister der Marktgemeinde Neukirchen beim Heiligen Blut und stellvertretenden Landrat Markus Müller.

Michael Mühlbauer, Zweiter Bürgermeister von Furth im Wald, gratulierte den Schulabgängern zu ihrem Abschluss. Er bezeichnete es als schönes Ergebnis nach viel Stress und Arbeit. Es folge aber nun auch ein Abschnitt, bei dem die umfassende Betreuung durch Schule und Elternhaus plötzlich fehlt. Das würde von jedem nun mehr eigene Verantwortung fordern.

Was bleibt, ist das Lernen

Das Ende der Schulzeit bringe viele Veränderungen mit sich – den Einstieg ins Berufsleben mit all seinen Vorteilen, wie eigenes Geld – aber auch mit seinen Nachteilen, wie größeren Verpflichtungen und festen Arbeitszeiten. Lernen, so Michael Mühlbauer, werde weiterhin zum Leben gehören, selbst nach der Berufsausbildung. „Mit dem Abschluss einer Mittelschule stehen Ihnen alle Bildungswege offen“, machte der zweite Bürgermeister von Furth den Absolventen Mut. Auch wenn man heute den Eindruck gewinnen könne, als fänden nur noch Schüler mit Abitur eine Lehrstelle oder als könnte ein einfacher Lehrberuf nicht zu einem erfüllten Berufsleben führen und einen Aufstieg bieten.

Markus Müller, Erster Bürgermeister der Marktgemeinde Neukirchen beim Heiligen Blut und Vizelandrat, gestand, dass ihm gerade die Mittelschule sehr am Herzen liegt. Rund 1800 offene Stellenangebote gäbe es derzeit im Landkreis Cham, um die sich gerade mal etwa 900 Bewerber bemüht haben. Alle Wege und Türen stünden somit den Absolventen offen. Wenn der ganze Dienstleistungsbereich nicht mehr besetzt wäre, so Markus Müller, stünde die Gesellschaft arm da.

Schülersprecher Alexander Beer brachte es in seiner Rede auf den Punkt: „Für jeden von uns war ‚Schule‘ anders. Trotzdem sind wir zur Gemeinschaft zusammengewachsen.“ Auch er sprach davon, dass der Ernst des Lebens, von dem man bei Abschlussfeiern gerne spricht, nie aufhören werde.

Bevor Rektorin Barbara Aumann das Wort ergreifen konnte, wurde Lehrer Peter Bauer von drei Schülerinnen seiner Abschlussklasse auf die Bühne gebeten. In Anlehnung an die Geschichte vom nie mehr zurückgekehrten Bumerang, „die er uns schon tausendmal erzählt hat“, überreichten die Schüler ihm einen Bumerang als Geschenk, auf dem die Unterschriften seiner Klasse zu finden sind. Sie baten ihn, diesen nicht zu werfen, weil der bestimmt auch nicht wieder zurück- kommen würde.

Der Geschenke nicht genug, hatte Selina Wendl für Peter Bauer unter dem Titel „Tausendmal Danke“ ein von ihr geschriebenes Lied vorgetragen.

Graue Haare wegen Prüfungen

Die Rektorin der Mittelschule Furth im Wald, Barbara Aumann, sprach dann von einem echt harten Jahr, durch welches sich Schüler und Lehrer durchkämpfen mussten. Und es brachte so manches graue Haar mit sich. Wenige Wochen vor der Prüfung gibt der Klassenleiter dann im Endspurt wirklich alles. Die Anstrengung, so Rektorin Aumann, war es aber wert. Nun aber seien die Schüler kaum wiederzuerkennen, denn sie sitzen als junge Erwachsene da. Lehrer sein, so Barbara Aumann, ist doch ein schöner Beruf.

Es folgte dann der Akt, auf den alle schon gewartet hatten – die Zeugnisverleihung. Namentlich wurde jeder einzelne Absolvent nach vorne auf die Bühne gebeten, wo es dann von den jeweiligen Klassenleitern und einer Gratulation der Rektorin die Zeugnisse gab.

Auch die Elternbeiratsvorsitzende Manuela Mühlbauer gratulierte den Absolventen zum Schulabschluss. Ihr Dank galt auch den Damen und Herren des Lehrerkollegiums sowie den Mitgliedern des Elternbeirats. Rektorin Aumann dankte ihrerseits für das harmonische Miteinander des Elternbeirates und der nun ausscheidenden Vorsitzenden.

Gemeinsam übernahmen dann Rektorin Barbara Aumann und die Elternbeiratsvorsitzende Manuela Mühlbauer die Ehrung der Besten, die eine Eins vor dem Komma hatten. Beste war Johanna Aschenbrenner mit einem Notendurchschnitt von 1,33. Weitere Einserschüler waren Lisa Schönberger, Selina Wendl und Karolin Mauerer. Eine Sonderehrung der Rektorin erhielt Selina Wendl für die musikalische Gestaltung der Entlassfeier wie auch für die musikalischen Gestaltungen der verschiedenen Schulveranstaltung der vergangenen Jahre.

Den Schlussakkord, wie bereits auch das Intro am Anfang, setzte dann der Schulchor unter Leitung von Heidrun Meindl. Im Anschluss stand dann die Schulfamilie noch in gemütlichem Gespräch beisammen. (fde)

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