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Tiere

Drei Wölfe durchstreifen Further Reviere

Jäger entdeckten die Fährten von drei Tieren. Laut Experten handelt es sich eindeutig um die Trittsiegel von Wölfen.
Von Wolfgang Baumgartner

Unser Mitarbeiter Florian Reitmeier entdeckte diese Wolfsfährte im Neuschnee. Experten bestätigten, dass dieses Trittsiegel ein Wolf hinterlassen hat.
Unser Mitarbeiter Florian Reitmeier entdeckte diese Wolfsfährte im Neuschnee. Experten bestätigten, dass dieses Trittsiegel ein Wolf hinterlassen hat. Foto: frf

Furth im Wald.Bahnt sich aktuell im Raum Furth im Wald die Bildung eines Wolfsrudels an? Diese Frage beschäftigt seit einigen Tagen die Jäger und Revierinhaber im Bereich Lixenried, Furth, Voithenberg, Gleißenberg und Geigant. „Es wurden drei Fährten entdeckt, bei denen es sich laut Expertenaussage eindeutig um die Trittsiegel von Wölfen handelt“, berichtet der erste Vorsitzende Erhard Hauptvogel im Gespräch mit dem Bayerwald-Echo.

Dabei ist die Herkunft der Tiere völlig unbekannt. „Auch unsere Jagdkollegen in Tschechien bestätigen, in den vergangenen Tagen und Wochen mehrmals Wolfsfährten entdeckt zu haben“, fügt Erhard Hauptvogel hinzu. Die Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Jagd–ARGE, in der alle Kreisgruppen des Landesjagdverbandes Bayern im Landkreis Cham zusammengeschlossen sind, nutzte der Further Jäger-Chef deshalb am Dienstag, um über die Entdeckungen der Waidmänner aus dem Grenzraum zu informieren.

Charakteristische Merkmale

Dieses Foto vom Wolf wurde am 28. September im nördlichen Landkreis Cham gemacht.
Dieses Foto vom Wolf wurde am 28. September im nördlichen Landkreis Cham gemacht. Foto: LfU

Als besonders bemerkenswert bezeichnet Erhard Hauptvogel die Erkenntnis seiner Jagdkameraden, dass sich die drei Wolfsfährten im Bereich Geigant treffen. Der erfahrene Jäger und Vorsitzende der Further Kreisgruppe geht wie seine Kollegen davon aus, dass es sich bei den drei Wölfen um Jungtiere handelt, die vermutlich aus ihrem Rudel verstoßen wurden und nun offensichtlich eine neue Gemeinschaft bilden wollen. Dass es sich bei den drei im Schnee gefundenen Fährten um Wolfstrittsiegel handelt, ist nach den Worten von Erhard Hauptvogel unbestritten.

Eine Wolfsfährte weise charakteristische Merkmale auf. Laut Experten „schnürt der Wolf sehr eng“, das heißt, er setzt die Pfoten in einer schmalen Fährte. Hunde treten breiter auf. Ferner laufe Isegrim sehr genau geradeaus, im Gegensatz zum Hund, der gerne Zickzack läuft.

Keine Wolfsrisse entdeckt

Ganz typisch für den Wolf sei auch, dass auf den ersten Blick nur ein linker und ein rechter Fußabdruck zu sehen sind. „Der Wolf läuft dann im geschnürten Trab, das heißt, er setzt die Hinterpfoten exakt in den Abdruck der Vorderpfoten“, wissen die Experten. Erhard Hauptvogel hat auch eine Erklärung dafür, dass bis dato keine Wolfsrisse entdeckt wurden. „Der Wolf frisst seine Beute komplett auf, auch die Knochen!“

Vor rund zwei Wochen war ein Wolf im Landkreis Cham in eine Fotofalle getappt.

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