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Polizeibericht

Drogen und geladene Waffe im Gepäck

Bei Kontrollen im Bereich Furth zogen die Fahnder mehrere Fahrer aus dem Verkehr. Einige standen unter Drogeneinfluss.

Unter anderem Ecstasy-Tabletten fanden die Fahnder bei der Kontrolle in Furth im Wald.
Unter anderem Ecstasy-Tabletten fanden die Fahnder bei der Kontrolle in Furth im Wald. Symbolfoto: dpa

Furth im Wald.In der Nacht zum Montag kontrollierten Zoll- und Schleierfahndungskräfte im Bereich Furth im Wald gemeinsam insbesondere einreisende ausländische Arbeitnehmer. Dabei fiel auf, dass einige polnische Staatsangehörige unter Drogeneinfluss auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz nach Deutschland unterwegs waren. Ein 34-Jähriger wurde um 23.30 Uhr als Führer eines Baustellenbusses kontrolliert. Der Mann stand erkennbar unter dem Einfluss von Drogen.

Ein freiwilliger Rauschgifttest bestätigte die Einnahme von Amphetamin. Polizeiliche Recherchen ergaben, dass ihm im Jahr 2012 nach einer Trunkenheitsfahrt die polnische Fahrerlaubnis aberkannt wurde und der Führerschein keine Gültigkeit in Deutschland hat. Nach Anzeigenaufnahme, Blutentnahme und Sicherstellung des Führerscheins zum Zwecke der Eintragung des Sperrvermerks musste das Fahrzeug stehen bleiben, weil die beiden Mitfahrer erheblich unter Alkoholeinfluss standen.

Total „zugedröhnt“

Ebenfalls am Parkplatz übernachten musste ein polnisches Quartett von Automobilherstellermitarbeitern, die gleich alle vier unter Drogeneinfluss standen. Der Rauschgifthund schlug im Schrittbereich des Fahrers und in dessen Waschbeutel an. In der Unterhose fanden die Beamten eine geringe Menge Marihuana und in der Tasche zwei Ecstasy-Tabletten und 200 verbotene Anabolikapastillen. Der Mann wirkte während der Kontrolle total „zugedröhnt“, was sich damit erklären ließ, dass er nach eigenen Angaben, kurz vor Fahrtantritt in Polen, vier Joints geraucht und eine halbe Tablette Ecstasy geschluckt hatte. Ihn erwarten nun einige Strafverfahren nach dem Betäubungs- und Arzneimittelgesetz und wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss.

Zöllner trauten ihren Augen nicht

Ein österreichischer Arzt befand sich auf der Rückreise von der Wildschweinjagd aus Tschechien und fuhr in die Kontrollstelle ein. Zwei Langwaffen lagen nicht ordnungsgemäß versperrt auf der Rückbank des Geländewagens. Die Zöllner trauten ihren Augen nicht, als sie feststellen mussten, dass ein Gewehr auch noch geladen war. Der Jäger konnte zwar einen Europäischen Feuerwaffenpass vorweisen, aber nachdem er die Büchse geladen transportierte, liegt ein Vergehen des unberechtigten Führens nach dem Waffengesetz vor.

Die beiden hochwertigen Waffen des 65-jährigen Mediziners wurden sofort sichergestellt. Im Zuge der Kontrolle wurde bei der Einreise noch eine illegal eingereiste chinesische Staatsangehörige aufgegriffen und zur weiteren Sachbearbeitung an die Bundespolizei übergeben.

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