mz_logo

Gemeinden
Sonntag, 22. April 2018 25° 3

Drachenstich

„Fanny“ putzt sich für ihre Reise raus

Minister Markus Söder hat Furths High-Tech-Monster zum Tag der offenen Tür ins Heimatministerium nach Nürnberg eingeladen.
Von Wolfgang Baumgartner

Das Bild zeigt einen Teil der Drachenmannschaft, die Damen der Drachenhöhle und die Organisationsleitung beim „Check“ des High-Tech-Monsters. Foto: wb

Furth im Wald.Was haben der Further Drache und das Heimatministerium in Nürnberg gemeinsam? Der zuständige Minister Markus Söder hat dazu eine klare Antwort: „Als größter Schreitroboter der Welt verkörpert der Further Drache „Fanny“ nicht nur Heimat- und Traditionsbewusstsein, sondern auch Modernität und Digitalisierung – perfekt passend zum Heimatministerium“, konstatierte das Kabinettsmitglied auf Anfrage unserer Zeitung.

Deshalb hat Markus Söder „Fanny“ auch zum Tag der offenen Tür am kommenden Samstag in die fränkische Metropole eingeladen. Am Lorenzer Platz wird das High-Tech-Monster von 10 bis 17 Uhr kräftig die Werbetrommel für das älteste deutsche Volksschauspiel rühren.

Ein Stück bayerische Heimat

„Der Further Drachenstich ist ein bedeutendes Stück bayerische Heimat“, erinnert sich Minister Markus Söder an seinen Besuch des Festspiels im August 2015. Damals bedankte er sich nicht nur bei der Spielschar, sondern auch bei „Fanny“ mit Blumen für die „beeindruckenden Szenen, höchste Kunst und großartige Präsentation“ des Festspiels. „Ich glaube, die Staatsoper würde sich schwer tun damit, so etwas nachzuspielen“, sagte der Heimat- und Finanzminister vor zwei Jahren nach der Aufführung.

Damit waren auch die Weichen gestellt, dass der Further Drachenstich den Heimatpreis Oberpfalz im Regensburger Salzstadel von Heimatminister Söder verliehen bekam. Vermutlich hat „Fanny“ damit auch gleich das Ticket für ihre Reise am kommenden Samstag gelöst. Zum Tag der offenen Tür des Heimatmuseums in Nürnberg ist der Further Drache das absolute Highlight.

„Der Further Drachenstich ist ein bedeutendes Stück bayerische Heimat.“

Markus Söder

Das bedeutende Baudenkmal der alten Bayerischen Staatsbank aus den 60er Jahren repräsentiert eine Mischung aus Tradition und Moderne. Und dazu passt natürlich auch der Further Drache. Und er packt aktuell die Koffer für seinen Ausflug nach Nürnberg. Behilflich dabei sind ihm die Drachenmannschaft und die Damen der Drachenhöhle.

Totalcheck bei der „Fanny“

Der Heimat- und Finanzminister Markus Söder besuchte 2015 das Festspiel und war so begeistert, dass er „Fanny“ nun zum Tag der offenen Tür nach Nürnberg holt. Foto: MZ-Archiv/ep

„Fanny wird einem Totalcheck unterzogen“, teilte am Dienstag Karl-Heinz Späth, Personalchef der Stadt und zusammen mit Lisa Kager der Drachenstich-Organisationsleiter, im Gespräch mit unserer Zeitung mit. Nach den Worten von Andreas Mühlbauer von der Drachenmannschaft werden sämtliche Öle kontrolliert; vom Hydrauliköl über Getriebeöl bis hin zum Motoröl. Auch ausreichend Zähne sind für die Reise nach Nürnberg vorhanden. „Einen Zahn müssen wir noch ersetzen“, schmunzelt Andreas Mühlbauer mit Blick auf die Lücke in „Fannys“ riesigem Maul.

Auch ausreichend Lykopodium und Rauchflüssigkeit wurden schon für die Fahrt nach Nürnberg eingepackt. Pro Feuerstoß werden etwa 80 Gramm der fein geriebenen Bärlapp-Sporen benötigt. Für alle Auftritte und Aktionen in Nürnberg sind rund 1500 Gramm Lykopodium notwendig. Das Kilo dieser Bärlapp-Sporen kostet rund 30 Euro.

„Einen Zahn müssen wir noch ersetzen.“

Andreas Mühlbauer

Bis Freitag muss Fanny reisefertig sein; dann wird nämlich verladen. Den Transport übernimmt wieder die Firma Althammer, gemanagt wird die Drachenreise von Max Panzer von der Firma Zollner in Zandt. Dort ist dieser auch für den gesamten Fuhrpark zuständig. Und in Sachen Drachenreisen kennt sich niemand besser aus als Max Panzer. Er hat auch alle bisherigen Reisen des High-Tech-Ungetüms begleitet.

„Um sich ein Bild vom Ausflugsziel machen zu können, war Max Panzer auch schon auf dem Lorenzer Platz in Nürnberg“, fügt Karl-Heinz Späth hinzu. Am Samstagmorgen um 2.30 Uhr wird sich dann der Konvoi in Richtung fränkische Metropole in Bewegung setzen.

„Cabrio-Fahrt“ auf dem Tieflader

Eine Verkehrsbegleitung des Transporters ist nicht nötig, da keine Engstellen oder schmale Straßen passiert werden müssen. „Allerdings sollten wir auf Bitte der Stadt Nürnberg spätestens um 7 Uhr mit der Fanny auf dem Lorenzer Platz stehen“, fügt der Drachenstich-Organisationsleiter hinzu. Die Gesamtkosten für den Transport übernimmt das Heimatministerium.

Der Drachen-Ausflug

  • Start

    Am Freitagnachmittag wird „Fanny“ auf den Tieflader verfrachtet; am Samstagmorgen startet sie dann um 2.30 Uhr zum Heimatministerium nach Nürnberg.

  • Präsentation

    Beim Tag der offenen Tür das Ministeriums wird der Further Drache stündlich sieben Minuten lang eine Kostprobe seines Könnens geben.

  • Begleitung

    Gesellschaft leisten dem Drachen bei seinem Ausflug Bürgermeister Bauer, Regisseur und Autor Alexander Etzel-Ragusa, das Ritterpaar Patricia Dums und Simon Fischer, die Drachenmannschaft, die Damen der Drachenhöhle und das Team der Organisationsleitung, Lisa Kager und Karl-Heinz Späth.

  • Finanzen

    Die Transportkosten für den Ausflug übernimmt das Ministerium.

Damit „Fanny“ nicht ansatzweise Heimweh bekommt, wird sie vom Ritterpaar, Bürgermeister Sandro Bauer, den Drachenstich-Organisationsleitern und Regisseur Alexander Etzel-Ragusa begleitet. „Und natürlich der gesamten Drachenmannschaft“, fügt Karl-Heinz Späth hinzu. Sie werden im Stundentakt den Besuchern des Heimatministeriums eine Kostprobe des Könnens von „Fanny“ geben. Jeweils zur vollen Stunde zeigt das High-Tech-Monster sieben Minuten lang, was den mehrere Millionen Euro teuren Roboter so einmalig macht. „Bei dieser Präsentation geht es ausschließlich um den Drachen“, betont Karl-Heinz Späth.

Werbung für das Festspiel

Die Damen der Drachenhöhle, Karmen Roßmann, Marion Beer und Marille Kreitinger, werden natürlich die Chance nutzen, um entsprechend Info- und Werbematerial zum ältesten deutschen Volksschauspiel zu verteilen; ebenso wie das Ritterpaar Patricia Dums und Simon Fischer. Und auch der Gastgeber, Minister Söder, wird beim Rundgang bei dem außergewöhnlichen Besucher aus Furth im Wald Station machen. Um 17 Uhr verabschiedet sich dann „Fanny“ auf dem Vorplatz des Ministeriums mit kräftigem Gebrüll.

Weitere Meldungen aus Furth im Wald finden Sie hier

Hier lesen Sie weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht