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Jubiläum

Franz Müller feierte 99. Geburtstag

Bürgermeister, Soldaten- und Kriegerkameradschaft und Familie gratulierten.
Johann Gruber

Franz Müller inmitten seiner Gratulanten, unter anderem Schwiegersohn Ewald, die Töchter Roswitha und Angela, Stephan Schneider von der SuKK, Sohn Franz und SuKK-Vorsitzendem Ludwig Bertl. Foto: Johann Gruber
Franz Müller inmitten seiner Gratulanten, unter anderem Schwiegersohn Ewald, die Töchter Roswitha und Angela, Stephan Schneider von der SuKK, Sohn Franz und SuKK-Vorsitzendem Ludwig Bertl. Foto: Johann Gruber

Furth im Wald.An seinem 99. Geburtstag hat Franz Müller aus der Vogelherdsiedlung vielen Gratulanten, darunter Bürgermeister Sandro Bauer und eine Abordnung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Furth im Wald, die Hände geschüttelt. Müller kam am 21. Mai 1920 in Kleinaign zur Welt und wuchs dort mit acht Geschwistern auf. In seiner Kindheit war er Schmuggler, erzählte er schmunzelnd. Der Vater hatte die Kinder von Kleinaign ins böhmische Maxberg geschickt, um Tabak zu holen, bis die Mutter das mit einem Machtwort beendete. Nach der Schule erlernte er den Beruf eines Maurers. Ab 1939 musste er Kriegsdienst leisten. Als er in Russland in Gefangenschaft geriet, habe ein russischer Soldat die Gefangenen wegen ihrer Verwendungsfähigkeit „sortiert“, erzählte der geistig noch sehr rege Geburtstagsjubilar. Er sei zwar schmächtig, doch die seien zäh, habe man ihm zu verstehen gegeben und ihn einer Arbeitsbrigade zugeteilt. Später geriet er in französische Gefangenschaft, aus der er 1949 entlassen wurde. Noch im gleichen Jahr führte er Maria Hartl aus Daberg, die schon verstorben ist, vor den Traualtar. Mit den Kindern Franz, Roswitha und Angela sowie Stiefsohn Günther wuchs die Familie dann auf sechs Personen an. Arbeit fand er nach dem Krieg bei der Baufirma Kolbeck, wo er bis zur Rente arbeitete. 1955 baute sich das Ehepaar am Vogelherd ein Haus, in dem der Jubilar bis heute mit Tochter Roswitha und Schwiegersohn Ewald Beck lebt. Mittlerweile ist er stolzer Groß- und Urgroßvater von zwei Enkelinnen und zwei Urenkelinnen. Am gesellschaftlichen Leben nimmt er immer noch regen Anteil. Doch für die Imkerei, die zeitlebens sein Hobby war, sei er leider nicht mehr mobil genug, bedauerte der Jubilar. Der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Furth im Wald trat der Kriegsheimkehrer 1970 bei. 1994 erhielt er die Verdienstspange in Gold des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die SuKK verlieh ihm 1998 die Ehrenmitgliedschaft und zeichnete ihn im Jahr 2000 mit dem Großkreuz am Bande aus. Die Treuenadel für 55-jährige Mitgliedschaft wurde ihm im März 2016 verliehen. Bürgermeister Bauer würdigte Müller als Vorbild an Fleiß und Verantwortung und überreichte ihm ein Präsent der Stadt. (fer)

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