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Wintersport

Voithenberg erlebt eine tolle Skisaison

46 Lift-Tage waren so viele wie seit 13 Jahren nicht mehr. Aufgrund der guten Verhältnisse konnten einige Rennen stattfinden.
Von Evi Paleczek

Für die toll präparierten Pisten bekamen die Stadtwerke in diesem Winter viel Lob, freut sich Geschäftsführer Marcus Hanff. Foto: fst
Für die toll präparierten Pisten bekamen die Stadtwerke in diesem Winter viel Lob, freut sich Geschäftsführer Marcus Hanff. Foto: fst

Furth im Wald.Mit 46 Lift-Tagen war es eine relativ gute Saison. Die Stadtwerke sind zufrieden. So lautet die Bilanz von Geschäftsführer Marcus Hanff im Gespräch mit unserem Medienhaus. Seit dem Winter 2005/06 war der Lift nicht mehr an so vielen Tagen in Betrieb. Trotzdem geht es wirtschaftlich nicht rund diese Saison, berichtet Hanff. Das kann es aber auch gar nicht, wenn in den Weihnachtsferien noch kein Liftbetrieb herrscht, weiß er aus Erfahrung. Die Kinder bekommen zu Weihnachten Ski, und dann geht es auf die Pisten – dort, wo das Skifahren schon möglich ist. Und das war es am Voithenberg heuer erst ab 11. Januar. Da waren die meisten dann schon unterwegs, und es sind auch keine Ferien mehr. Dieses Geschäft fehlt, sagt Hanff.

Und es sind auch allgemein weniger Skifahrer auf den Pisten als noch vor einigen Jahren. Die Leute haben Geld und fahren viel in den Skiurlaub, in anderen Skigebieten in der Region wird beschneit, und es fahren auch allgemein einfach nicht mehr so viele Leute Ski wie früher, meint er.

Der neue Lift am Voithenberg hat sich bewährt

Der Stadtwerke-Geschäftsführer freut sich, dass sich der neue Lift bewährt hat in dieser Saison. Anfangs hat es ein paar Startschwierigkeiten gegeben, das waren aber normale Kinderkrankheiten, die leicht behoben werden konnten. Dreimal ist der Lift kurzzeitig ausgefallen.

An den Werktagen waren die Lifte nachmittags in Betrieb, am Wochenende den ganzen Tag. Da ist natürlich wesentlich mehr los, sagt Hanff. Und die Stadtwerke haben dann auch mehr Personal im Einsatz als unter der Woche. Sieben bis acht Leute werden gebraucht pro Tag, ein Betriebsleiter, ein Pistenraupenfahrer, ein Kartenzwicker, ein Einstiegshelfer, ein Überwacher an der Bergstation, ein Kassier, eine Kraft am Babylift und ein Springer – weil die Leute ja ohne Pause den ganzen Tag in der Kälte stehen.

Dank des vielen Schnees waren die Pisten in dieser Saison in einem tollen Zustand, freut sich Hanff. Und dafür haben die Stadtwerke auch viel Lob bekommen. Alexander Lauerer hat eine sehr gelungene Pistenpflege betrieben.

Die Skifahrer am Voithenberg kommen größtenteils aus Furth im Wald, aber auch aus Waldmünchen, Schönthal und Tschechien. Darunter sind viele Stammkunden, sagt Hanff. Die Stadtwerke haben diesen Winter viele Saisonkarten verkauft. Und auch die Further und Waldmünchner Schulen haben die guten Schneeverhältnisse genutzt und Schulskitage abgehalten.

Verletzungen hat es zum Glück nur kleinere gegeben, berichtet Hanff. Die Bergwacht ist rund um die Uhr vor Ort gewesen. An zwei Tagen unter der Woche ist der Liftbetrieb Mitte Januar mal eingestellt worden, weil die Schneebruchgefahr der Bäume zu hoch war.

Gut angenommen wird auch die neue Webcam, freut sich der Stadtwerke-Geschäftsführer. Darüber hinaus haben die Stadtwerke im Vorfeld der Saison eine große neue Infotafel am Parkplatz aufgestellt und den elektrischen Liftantrieb eingehaust. An den Dächern mussten Hagelschäden behoben werden.

Das Voithenberger Liftstüberl war immer geöffnet

Über eine tolle Saison und bestens präparierte Pisten freut sich auch der Skiclub. Schon lange ging es nicht mehr so gut, sagt Vorsitzender Wolfgang Schromm. Endlich konnten wieder einmal sämtliche Veranstaltungen wie der Mountain Run, der Zwergerlcup und die Stadtmeisterschaften über die Bühne gehen. Für den Further Skiclub selbst ist die Saison auch von Erfolgen gekrönt gewesen. Aushängeschild ist Tobias Buschek, der sich in der Siegerklasse 14 den Gesamtsieg Deutschland geholt hatte.

Dank der guten Schneeverhältnisse kamen auch die Langläufer voll auf ihre Kosten. Foto: fst
Dank der guten Schneeverhältnisse kamen auch die Langläufer voll auf ihre Kosten. Foto: fst

Das Liftstüberl hatte an allen Betriebstagen geöffnet. Der Skiclub betrieb es in Eigenregie, berichtet Schromm. Sein Dank dahingehend geht an alle ehrenamtlichen Helfer, vor allem an die Familie Buschek und 2. Vorsitzenden Max Franz.

Die Saison 2018/19 in den Loipen

  • Bilanz:

    Es war eine super Saison, sagt Steffi Macharowsky vom Skiclub. In den Loipen herrschten optimale Bedingungen.

  • Nordic-Aktiv-Zentrum:

    Das neue Nordic-Aktiv-Zentrum war erstmals in Betrieb und wurde sehr gut angenommen. Es gab Lob von allen Seiten. Es konnte ein überregionales Langlaufrennen stattfinden, bei dem die Further sehr positive Rückmeldungen bekamen.

  • Veranstaltung:

    Zudem gab es ein DSV-Winter-Event mit dem Skitty-Tiger, bei dem auch Ski ausgeliehen werden konnten.

Der Skiclub ist rundum glücklich mit dem vergangenen Winter, bilanziert Schromm. Die Saison hat sehr gutgetan, auch der Stadt, meint er. Die vielen Betriebstage seien schließlich eine Rechtfertigung dafür, dass Geld in den neuen Lift gesteckt wurde.

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