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Natur

Waldjugendspiele für 950 Grundschüler

Noch bis Donnerstag absolvieren die Kinder der dritten Klassen im Landkreis den Spieleparcours auf dem Voithenberg.
Von Evi Paleczek

Die Mädchen und Buben haben verschiedene Stationen zu absolvieren; hier zum Beispiel wird Holz aufgeschlichtet. Foto: Paleczek
Die Mädchen und Buben haben verschiedene Stationen zu absolvieren; hier zum Beispiel wird Holz aufgeschlichtet. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Trotz des vielen Regens geht es seit Dienstag hoch her am Walderlebnispfad auf dem Voithenberg. Noch bis diesen Donnerstag veranstaltet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) dort seine jährlichen Waldjugendspiele für alle dritten Grundschulklassen, deren Lehrer sich für das Projekt anmelden. Und das haben viele getan, berichtete Dr. Arthur Bauer, Bereichsleiter Forsten am AELF, bei der Eröffnung der Spiele am Dienstagvormittag vor Ort.

950 Grundschüler werden an drei Tagen auf den Spiele-Parcours am Walderlebnispfad geschickt, um an verschiedenen Stationen den Wald näher kennenzulernen. Im Hinblick auf den Klimawandel, extreme Wetterereignisse und Biodiversität sei es sehr wichtig, die jungen Leute an ein Verständnis für die Natur heranzuführen, meinte Bauer. Dafür würden die Waldjugendspiele einen Grundstein legen.

Kinder aus Tschechien sind mit dabei

Der Bereichsleiter Forsten am AELF freute sich zudem, dass auch tschechische Kinder mit dabei sind am Voithenberg. Die Grundschulen Furth im Wald und Tiefenbach hätten Partnerschulen im Nachbarland, so dass insgesamt auch sieben gemischte Klassen aus deutschen und tschechischen Mädchen und Buben den Spiele-Parcours absolvieren. Zur Sprachverständigung seien zwei Führer anwesend, die auch tschechisch sprechen, die Lehrkräfte aus dem Nachbarland verfügten meist über Deutschkenntnisse. Genau wie von den deutschen Lehrern kämen von den tschechischen stets positive Rückmeldungen im Nachgang der Veranstaltung, berichtete Bauer.

Veranstaltet werden die Spiele vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Unterstützung gibt’s vom Naturparkverein Oberer Bayerischer Wald sowie von der örtlichen Bergwachtbereitschaft Furth im Wald. Foto: Paleczek
Veranstaltet werden die Spiele vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Unterstützung gibt’s vom Naturparkverein Oberer Bayerischer Wald sowie von der örtlichen Bergwachtbereitschaft Furth im Wald. Foto: Paleczek

Er bedankte sich bei allen Unterstützern des Projekts, denn allein könnte das AELF die Spiele nicht stemmen. Da seien etwa pensionierte Kollegen mit von der Partie, die Naturpark-Ranger und der Naturparkverein. Dass alle zusammen das stemmten, sei das Besondere an der Veranstaltung. Die Waldjugendspiele seien schon eine Größe, es sei schön, dass das so viele unterstützten.

Als prädestiniert für die Waldjugendspiele bezeichneten alle Anwesenden den Further Waldlehrpfad auf dem Voithenberg. Der Weg führt an verschiedenen Stationen vorbei durch den Wald. Wer ihn entlanggeht erfährt viel Wissenswertes rund um Tiere und Pflanzen. Foto: Paleczek
Als prädestiniert für die Waldjugendspiele bezeichneten alle Anwesenden den Further Waldlehrpfad auf dem Voithenberg. Der Weg führt an verschiedenen Stationen vorbei durch den Wald. Wer ihn entlanggeht erfährt viel Wissenswertes rund um Tiere und Pflanzen. Foto: Paleczek

Furths 3. Bürgermeister Franz Former gratulierte allen Verantwortlichen zur Wahl des Austragungsorts Voithenberg. Der wieder ertüchtigte Walderlebnispfad sei hervorragend dafür geeignet, jungen Menschen ein Bewusstsein für den Wald und die Natur näher zu bringen. Es sei die Aufgabe vieler, den Wald zu erhalten, und mit den Waldjugendspielen werde der künftigen Generation dahingehend etwas mitgegeben.

Es regnete in Strömen, als die ersten Klassen am Dienstag in den Parcours starteten. Das macht den Kindern nichts aus, meinte Dr. Arthur Bauer, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, mit Ponchos und Schirmen waren sie gut ausgerüstet. Foto: Paleczek
Es regnete in Strömen, als die ersten Klassen am Dienstag in den Parcours starteten. Das macht den Kindern nichts aus, meinte Dr. Arthur Bauer, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, mit Ponchos und Schirmen waren sie gut ausgerüstet. Foto: Paleczek

Als eine Mega-Veranstaltung für Umweltschutz und -bildung bezeichnete Josef Brückl vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald die Waldjugendspiele. Knapp 1000 Schüler würden dabei im Hinblick auf den Schutz des Waldes geschult. Der Naturpark sei gerne mit im Boot bei einem Projekt, das den Naturschutz fördere. Man könne dem AELF dankbar sein für die Veranstaltung, denn mit ihr werde viel erreicht bei Schule und Schülern.

Vorbereitung der Spiele ist enormer Arbeitsaufwand

Um die Kinder für die Natur zu sensibilisieren, dafür gebe es unter anderem auch das Projekt Naturpark-Schule, berichtete Brückl. Drei Schulen im Landkreis dürften sich bereits so nennen. Das Ganze sei auch für Kindergärten möglich, informierte er. Der Naturparkverein werde künftig drei Naturpark-Ranger in seinen Reihen haben, die in Bezug auf Umweltbildung an den Schulen und Kindergärten tätig werden könnten.

An Stationen erfuhren die Kinder Wissenswertes rund um den Wald. Es ist etwas anderes, Blätter und Zapfen nur auf dem Papier zu sehen, als wirklich im Wald – und sie dann zuordnen zu können, meinte Schulamtsdirektor Karl Utz. Foto: Paleczek
An Stationen erfuhren die Kinder Wissenswertes rund um den Wald. Es ist etwas anderes, Blätter und Zapfen nur auf dem Papier zu sehen, als wirklich im Wald – und sie dann zuordnen zu können, meinte Schulamtsdirektor Karl Utz. Foto: Paleczek

Die Spiele seien mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden, meinte Schulamtsdirektor Karl Utz. Mit 950 Kindern seien fast alle Grundschüler der dritten Klassen im Landkreis mit dabei beim Projekt. Das zeuge von großem Interesse. Interesse daran, die Heimat bewusst zu erleben und daran, mit allen Sinnen zu lernen. Natur wirklich zu erleben, sei in der heutigen digitalen Welt nicht mehr selbstverständlich, meinte Utz. Bei den Waldjugendspielen würden die Kinder hinausgehen in den Wald und Natur wirklich erleben. Die Schüler sollten verschiedene Baum-Blätter nicht nur auf dem Papier erkennen, sondern auch, wenn sie vor ihnen liegen. Deswegen würden die Lehrer das Angebot des AELF auch gern in Anspruch nehmen. Sie würden auch nicht herkommen und einfach wieder gehen, es fänden im Unterricht eine Vorbereitung und im Nachgang zum Projekt Nacharbeiten statt, damit die Eindrücke nachhaltig wirkten. Das Projekt sei wichtiger Baustein des Unterrichts.

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