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Glas

„Gefrorenes Glück“ im Foyer der Spielbank

Bis 28. April ist im Eingangsbereich eine Installation von Louise Lang zu sehen. Ihre Ausbildung begann die Künstlerin in Zwiesel.

Eine Installation von Louise Lang ist derzeit im Foyer der Spielbank zu sehen. Foto: kht
Eine Installation von Louise Lang ist derzeit im Foyer der Spielbank zu sehen. Foto: kht

Bad Kötzting.Wer aktuell in die Spielbank Bad Kötzting geht, wird im Foyer von einer äußerst gelungenen und auf den ersten Blick fast nicht auffallenden Installation erwartet. Louise Lang stellt seit Sonntagabend unter dem Titel „Glas – gefrorenes Glück“ ihre Werke, die sich im Wesentlichen um den Werkstoff Glas drehen, aus.

Ein Zeitungsbericht mit dem Hinweis auf die „Talente 2018“ verdeutlichte Klaus Schleicher die Fähigkeiten der in Tegernsee geborenen jungen Künstlerin, wie er bei der Vernissage am Sonntagabend ausführte. Diese wurde mit zauberhaften Klängen durch das Duo Anton Nachreiner und Jo Breu umrahmt. „Talente 2018“ ist ein internationaler Wettbewerb, der für Newcomer bis 33 Jahren ausgeschrieben ist und heuer 110 Werke von Künstlern aus 30 Ländern und in unterschiedlichen Gewerken präsentierte. Einen dieser Preise gewann Louise Lang. Sie selbst zeichnet sich, so der Spielbankdirektor, durch Sympathie und Bescheidenheit aus, auch wenn sie durchaus ihren eigenen Kopf hat. Und der half dann auch, die doch etwas schwierige Darstellung der Glaskunst im Foyer zu verwirklichen.

Es lohnte sich aber allemal, wie der Blick in das Foyer zeigt. Über den Köpfen schweben förmlich viele Glaskörper, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. An den Wänden hängen Spiegel in unterschiedlichen Zuschnitten, so gestaltet, dass man im Mittelpunkt des Foyers stehend sich in allen wiederfindet. Zweiter Bürgermeister Wolfgang Pilz beschrieb die Ausstellung als besonders. „Handwerk und Kunst finden hier zusammen.“ Mit dem Werkstoff Glas sei zudem die Brücke in die Region geschlagen.

„Bei der Glasmacherausbildung an der Glasfachschule in Zwiesel habe ich erfahren, Glas zu formen“ sagte Louise Lang bei ihrer Vorstellung. Mit einer Kollegin fasste sie dann den Entschluss, nach dem Gesellenbrief auf eine Weiberwalz zu gehen. Diese brachte die beiden Frauen zu verschiedenen Werkstätten auf fast allen Kontinenten. „Es war eine lohnenswerte Zeit, wir haben dabei viel gelernt und erfahren und zehren noch heute davon“, so ihr Rückblick auf die zwei Jahre.

Wieder in Deutschland folgte ein Stipendium im Glasstudio an der Örtze in Munster, ehe sie 2015 das Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig anging. Dort befasst sich die junge Künstlerin aktuell mit dem Schwerpunkt Bildhauerei und als Zusatzqualifikation mit dem Thema Kunstvermittlung. Bei der Ausstellung in Bad Kötzting zeigt Louise Lang erstmals nur Werke, die sie selbst hergestellt hat, und das noch bis 28. April. (kht)

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