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Grafenwiesen

Anton Nagler ist nun im Reich Gottes

Eine große Trauergemeinde hat am Montag Anton Nagler, den langjährigen Kirchenpfleger, zur letzten Ruhestätte geleitet.
Heinz Pletl

Anton Nagler ist tot. Foto: Heinz Pletl
Anton Nagler ist tot. Foto: Heinz Pletl

Grafenwiesen.Der Inhalt der Traueransprache von Monsignore Pfarrer Dr. Johann Tauer bezog sich auf das Johannesevangelium, in dem Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt. Roland Häring verlieh dem Requiem mit dem Männerchor und den vorgetragenen Weisen der Waidlermesse eine besondere Note.

Anton Nagler wurde am 15. Mai 1942 in Oberdörfl geboren. Er wuchs in einer christlich geprägten Familie als zweitältestes von vier Kindern der Eheleute Anna und Anton Nagler auf. Durch den frühen Tod seines Vaters im Zweiten Weltkrieg musste die Mutter alleine die Erziehung der Kinder und die Versorgung der Familie übernehmen. Nach dem Schulbesuch in Schwarzenberg begann er eine Lehre beim Schmied Silberbauer in Rimbach. Nach der Ausbildung arbeitete er in diesem Beruf noch einige Zeit und später auswärts beim Brückenbau, bevor er dann 1962 in die Bundeswehr als Berufssoldat eintrat. 1969 heiratete Anton Nagler Marianne Steinbauer aus Voggendorf. Aus der Ehe gingen die Kinder Anton, Helmut und Matthias hervor. Bis zur Grenzöffnung 1989 war der Verstorbene bei der Bundeswehr in Roding bei der Nachschub-Kompanie 110 stationiert. Von 1989 bis zur Pensionierung 1994 wurde er nach Potsdam versetzt. Während dieser Zeit machte er seinen Jagdschein, die Jagd war bis zum Schluss seine Leidenschaft. Als bayerischer Jagdaufseher und stellvertretender Bezirksvorsitzender übernahm er ehrenamtliche Tätigkeiten.

Im Jahr 2000 wurde er in die Kirchenverwaltung berufen und übernahm dort bis 2006 als erster Kirchenpfleger zusätzliche ehrenamtliche Tätigkeiten. In diese Zeit fiel die Fertigstellung der Außenrenovierung sowie die Innenrenovierung der Pfarrkirche und der Bau des Leichenhauses.

Seine Verbundenheit zur katholischen Kirche äußerte sich durch die Übernahme von Mesneraufgaben und die 39-jährige Mitgliedschaft in der MMC, in der er von 2006 bis 2015 auch Fahnenträger war. Er war ein regelmäßiger Teilnehmer bei Maiandachten, Kreuzwegen und Konvents in Grafenwiesen. Auch die Hauptfeste in Cham und Maria Rosenöd hatten für Anton Nagler einen großen Stellenwert. Besonders dankbar ist ihm die MMC dafür, dass er das Amt des Mitarbeiters von 2006 bis heute mit großer Gewissenhaftigkeit ausübte und seinen Sodalen und dem Obmann mit Rat und Tat zur Seite stand.

Anton Nagler war es auch, der sich besonders für die Restaurierung der Fahne einsetzte, die er von 2006 bis 2015 stets zuverlässig trug. Die MMC wird ihn stets als treuen Sodalen in Erinnerung behalten und zu einem späteren Zeitpunkt mit einer heiligen Messe für seine Dienste danken.

Seine Zeit im Ruhestand wurde bereichert durch die Enkelkinder Carmen, Luis, Matthias und Emil. Am zweiten Weihnachtsfeiertag erlitt Anton Nagler einen Schlaganfall, er starb am 23. Januar in Donaustauf. (khp)

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