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Verabschiedung

Großer Dank an Pfarrer Seidl

Die Gemeinde Grafenwiesen, ihre Vereine und Bürger wünschten dem scheidenden Geistlichen für die Zukunft viel Erfolg.

Pfarrer Karl-Heinz Seidl trug sich abschließend in das Goldene Buch der Gemeinde Grafenwiesen ein.Foto: khp
Pfarrer Karl-Heinz Seidl trug sich abschließend in das Goldene Buch der Gemeinde Grafenwiesen ein.Foto: khp

Grafenwiesen.Seinen Abschiedsgottesdienst zelebrierte am Sonntag Pfarrer Karl-Heinz Seidl in Grafenwiesen. Der Geistliche durfte sich anschließend in das Ehrenbuch der Gemeinde eintragen.

Zwölf Jahre stand der Priester der Pfarreiengemeinschaft Grafenwiesen-Rimbach-Zenching vor. Am Sonntag feierte er zusammen mit Pfarrer Peter in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit seinen Abschiedsgottesdienst. Ministranten aus Grafenwiesen und Rimbach begleiteten den Pfarrer beim Einzug in die Kirche. Der Kirchenchor Grafenwiesen mit Leiter Roland Häring gestaltete den feierlichen Gottesdienst gesanglich und musikalisch mit.

In der Predigt wandte sich der Geistliche an die Gottesmutter Maria: Sie solle ihn bei seinem „Sprung“ in eine neue Zeit begleiten. Pfarrer Seidl erinnerte daran, „wie es ist, aus großer Höhe ins Wasser zu springen, wenn nur noch die Tiefe da ist und die Luft“. Es gebe Zweifel, ob alles alles gut gehen werde? „Unser Leben bestehe aus Sprüngen,“ so der Priester. Auch sein Wechsel in eine neue Pfarrstelle bedeute einen Sprung ins Ungewisse. Seine Worte abschließend: „Gott fängt uns auf“ und wünschte allen aufs Neue diese Erfahrung.

Am Ende der Messfeier dankte Bürgermeister Josef Dachs für die gute Zusammenarbeit und das offene Ohr, das Pfarrer Seidl stets für alle hatte. Er fuhr fort: „Auch ich als Vertreter der weltlichen Gemeinde möchte Ihnen, dem Vertreter der christlichen Gemeinde, für die langjährige gute und vor allem freundschaftliche Zusammenarbeit herzlich Vergelt’s Gott sagen. Ich habe mich damals gefreut, als sie als Pfarrer zu uns kamen, und bin dankbar für die gemeinsame Zeit. Dabei denke ich auch an die Ausflüge, an denen ich teilnehmen durfte. Die Radtour auf den Spuren von Papst Benedikt von Altötting über Marktl, Waging am See, Traunstein und Chiemsee, wie auch die Pilgerwanderung in Assisi werden mir unvergesslich bleiben.“

„Stets ein offenes Ohr“

Pfarrer Seidl habe seine Begeisterung für Italien an viele Grafenwiesener weitergegeben, stets ein offenes Ohr für die Belange der Gemeinde, der Vereine, unserer Dorfgemeinschaft und aller Bürgerinnen und Bürger gehabt. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin hätten sich die Vereine, Dorfgemeinschaft und Gemeinde verständigt und würden seine beiden Hilfsprojekte unterstützen.

Der Bürgermeister überreichte eine Spende zur Verabschiedung und dankte für das segensreiche Wirken in der und für die Gemeinde. Dachs wünschte „alles Gute, Gottes Segen, viel Glück und Erfolg als Stadtpfarrer von Furth im Wald“. Er freue sich auf „die eine oder andere Begegnung, die wir mit Sicherheit weiterhin haben werden“.

Kirchenpfleger Johann Meindl schloss sich dem Dank von Josef Dachs an und sagte: „Trotz Ihres Wohnsitzes in Rimbach war es Ihr Verlangen, so oft wie möglich bei uns in Grafenwiesen zu sein. Als Kirchenpfleger möchte ich meinen persönlichen Dank für die gute Zusammenarbeit in der Kirchenverwaltung aussprechen. Sie waren immer bereit, mit uns anfallende Bauvorhaben, notwendige Reparaturen und Anschaffungen für unsere Kirche, den Friedhof und den dazugehörigen Gebäuden in Angriff zu nehmen und auch durchzuführen.“ Auch formulierte er gute Wünsche für Seidls Zukunft.

Im Namen des Pfarrgemeinderates und der Pfarrangehörigen sagte Pfarrgemeinderatssprecher Joachim Bauer Vergelt’s Gott für zwölf Jahre segensreichen Wirkens: „Sie waren für uns ein Mann, der auf Ausgleich und Harmonie bedacht war. In Ihrem priesterlichen Wirken lagen Ihnen die Menschen aller Altersgruppen und in den unterschiedlichsten Lebenslagen am Herzen.“

Eintrag in das Ehrenbuch

Die Ministranten hätten in Seidl einen weltoffenen Begleiter auf vielen Fahrten und Unternehmungen gefunden. In Grafenwiesen werde man in Dankbarkeit auf die letzten zwölf Jahre zurückblicken und Seidl immer in guter Erinnerung behalten. Man wolle seiner Arbeit Anerkennung zollen. Daher hätten sich Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Männerkongregation und Frauenbund zusammengetan und würden und eine Spende für zwei Projekte überreichen, die dem Geistlichen stets am Herzen gelegen seien. Für die neue Wirkungsstätte in Furth im Wald wünsche man ihm viel Kraft, Ausdauer, Erfolg und vor allem Gottes Segen.

Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim hatten die Gläubigen die Möglichkeit, sich persönlich von Pfarrer Seidl zu verabschieden.

Die Ministranten, die ihn nach Rom begleiteten, übergaben ein Präsent und Pfarrer Seidl trug sich noch ins Goldene Buch der Gemeinde Grafenwiesen ein. (khp)

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