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Grafenwiesen

Robert Mühlbauer beerdigt

Eine große Trauergemeinde versammelte sich am Freitagabend in der Pfarrkirche zum Requiem für

Viele Trauergäste kamen zur Beerdigung von Robert Mühlbauer.Foto: khp
Viele Trauergäste kamen zur Beerdigung von Robert Mühlbauer.Foto: khp

Grafenwiesen.Robert Mühlbauer. Von der Dorfmitte zum Gotteshaus formierte sich ein langer Trauerzug. Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil sprach den Angehörigen zu Beginn des Abschiedsgottesdienstes Anteilnahme aus. Es sei schmerzlich, einen Menschen durch den Tod zu verlieren. Christen würden glauben, dass sich das Leben nach dem Tod bei Gott fortsetze. Der Geistliche verwies auf die Lesung aus der Offenbarung des Johannes: „Die Welt wird veraltet ohne Hoffnung und Verbundenheit mit der Ewigkeit. Gott selbst ist es, der alles wieder lebendig macht“.

Robert Mühlbauer erblickte am 11. November 1937 in Grafenwiesen das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch arbeitete er als Postbote und später als Postbeamter am Postamt in Bad Kötzting. 1961 heiratete er Thekla Sponfeldner aus Zittenhof. Der Ehe entstammen die Tochter Lydia und die beiden Söhne Robert und Martin. Der frühe Tod der Tochter im Alter von fünf Jahren traf das Ehepaar sehr schmerzhaft. Im Juni letzten Jahres traf Robert Mühlbauer ein weiterer harter Schicksalsschlag: Seine geliebte Ehefrau ging ihm im Tod voraus. Freude dagegen bereiteten dem Verstorbenen die vier Enkelkinder. Im letzten Jahr ließ seine Gesundheit nach und machte einen Aufenthalt im Pflegeheim notwendig. Robert Mühlbauer gehörte 36 Jahre dem Gemeinderat an, zwölf Jahre war er 2. Bürgermeister. 2015 wurde ihm die Bürgermedaille verliehen. Auch in den Vereinen betätigte sich der Verstorbene als treibende Kraft. 40 Jahre war er Mitglied und auch aktiver Fußballspieler des Sportvereins Grafenwiesen, fungierte als Jugendtrainer und mehrere Jahre als 1. und 2. Vorsitzender. Die Mitarbeit im Arbeitskreis Dorfgeschichte war Mühlbauer wichtig. Als Reiseleiter machte er sich ebenso einen Namen. Jeden Mittwoch bestieg er den Kaitersberg um sich auf der Kötztinger Hütte mit seinen Freunden zu treffen. Der überall gerngesehene Verstorbene gab zu verstehen „Was ich bekommen habe, wollte ich zurückgeben – aus Liebe zu meiner Heimat Grafenwiesen“.

Wie Pfarrer Peter am Schluss seiner Ausführungen bekanntgab, trauert auch die Marianische Männerkongregation Grafenwiesen um ihren Sodalen Robert Mühlbauer. Wegen seiner gläubigen Grundhaltung war er ein eifriger Gottesdienstbesucher. Mit einer Meditation von Pfarrer Peter, die zum Nachdenken anregte, endete der Trauergottesdienst.

Der Kirchenchor Grafenwiesen mit seinem Leiter Roland Häring umrahmte das Requiem gesanglich mit beeindruckenden Liedern. Den Weg zur Urnenbeisetzung am Friedhof begleitete die Hohenwarther Blaskapelle.

Bürgermeister Josef Dachs ließ nach den Gebeten von Pfarrer Peter am Grab das Wirken des Verstorbenen in der Gemeinde noch einmal Revue passieren und hob insbesondere die Menschlichkeit, Mühlbauers Willen zum Ausgleich, seinen Sachverstand und seine Hilfsbereitschaft hervor. Dies brachte ihm über die Gemeindegrenzen hinaus Achtung und Respekt ein. Nach den Worten von Josef Dachs hat Robert Mühlbauer Grafenwiesen mitgeprägt, zündende Ideen für Grafenwiesen erarbeitet und sie in die Tat umgesetzt.

Für den Sportverein Grafenwiesen sprach 1. Vorsitzender Josef Dachs jun. Dankesworte, erinnerte an 60 Jahre Vereinszugehörigkeit, sechs Jahre Wirken als 1. Vorsitzender und die intensiven Bemühungen um den Juniorenbereich. Für seinen überaus großen Einsatz im Sportverein sei ihm die Ehrenmitgliedschaft zuteil geworden.

Im Namen der FFW Grafenwiesen dankte Vorsitzender Stephan Wagner dem verstorbenen Mitglied Robert Mühlbauer für über 60 Jahre Treue zur Wehr, die er mit „Leib und Seele“ unterstützte. Das Amt des Kassenprüfers führte er mehrere Jahrzehnte aus. Das Gemeindeoberhaupt und die Vereinsvorsitzenden legten je ein Kranzgebinde nieder. (khp)

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