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Arnschwang

Kläranlage Pfeiler künftiger Entwicklung

Nicht nur das Wasserwirtschaftsamt Regensburg zeigt sich vom Ergebnis des Arnschwanger Neubaus sehr angetan.
Peter Hartl

  • Reinhard Neumeier zeigte eine Wasserprobe nach der Klärung– „fast Trinkwasserqualität“. Foto: Peter Hartl
  • Hans Piermeier, Bernhard Preischl, der an Bürgermeister Multerer einen Bildband überreicht hat, Rudolf Kormann (Mitte) und 2. Bürgermeister Matthias Weichs (von links nach rechts) freuen sich. Foto: Peter Hartl
  • Das riesige Belebungsbecken beeindruckte die Besucher. Foto: Peter Hartl
  • Bauhofleiter und Klärwärter Reinhard Neumeier (rechts) führte durch die neue Anlage. Foto: Peter Hartl

Arnschwang.Arnschwang Kurz vor Öffnung der Tore zur Kläranlage in Arnschwang für die Öffentlichkeit begrüßte Bürgermeister Michael Multerer die anwesenden Gemeinderäte, die Mitarbeiter aus Bauhof und Verwaltung, Bernhard Preischl und Hans Piermeier vom Ingenieurbüro Brandl und Preischl aus Cham sowie Rudolf Kormann vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg.

Der Bürgermeister ging kurz auf die Hintergründe der Maßnahme ein. Dabei erinnerte er sich an eine seiner ersten Amtshandlungen im Jahr 2008, als er zusammen mit dem Klärwärter Reinhard Neumeier verschiedene Kläranlagen in der Oberpfalz besuchte, um sich ein Bild von der Situation zu machen.

Ab diesem Zeitpunkt befand man sich eigentlich schon in der Baumaßnahme. Es wurden verschiedene Vorarbeiten erledigt. So konnte man durch die Ertüchtigung und den Neubau von Rückhaltemaßnahmen im Gemeindegebiet eine enorme Verbesserung der Oberflächenentwässerung erreichen. Die benötigte Größe der Kläranlage wurde spürbar verringert.

Sicht auf den Kostenrahmen

Auch durch die vorweggenommene Erneuerung von technischen Bauteilen, wie etwa dem Rechen und dem Sandfang, konnte die jetzige Hauptmaßnahme effizient und schlank abgearbeitet werden.

Trotz einer nötig gewordenen Umplanung nach der erteilten Auftragsvergabe an den Hauptunternehmer, konnte man den ursprünglichen Kostenrahmen beinahe einhalten. „ Es ist schön, zu sehen, dass es Firmen in unserer Umgebung gibt, von denen man auch als Kommune fair behandelt wird“, so Michael Multerer. Dabei nannte er ausdrücklich das Ingenieurbüro Brandl und Preischl, sowie stellvertretend für alle andere beteiligten Firmen – insgesamt waren 25 Betriebe auf der Baustelle – die Baufirma Wagner aus Waldmünchen, welche den größten Anteil an der Baumaßnahme hatte.

Einige dieser beteiligten Firmen spendeten anlässlich des Tages der offenen Tür Abwasserkontingente, welche an angeschlossene Haushalte verlost würden. Auch ihnen wurde gedankt. So können die Gebühren für über 1000 Kubikmeter Abwasser an verschiedene Bürger vergeben werden. Diese würden in den kommenden Tagen dann darüber informiert.

Zum Ende der kurzen Einführung nutzte Michael Multerer noch die Gelegenheit, dem Gemeinderat für die mutige Entscheidung zur kurzfristigen Umplanung der Kläranlage seinen Respekt auszusprechen. „Bei langem Zaudern hätten wir aus heutiger Sicht der Gemeinde geschadet. Die jetzige Kläranlage ist genauso ein Pfeiler unserer zukünftigen Entwicklung, wie der vor Jahren umstrittene Anschluss an die Fernwasserleitung“. Ohne diese beiden grundlegenden Sachen wäre jede Möglichkeit der Weiterentwicklung im Keim erstickt. Neue Gewerbebetriebe hätten sich nicht ansiedeln können, andere wären an der Weiterentwicklung massiv behindert worden. Das eigene Wasser würde mittlerweile im Sommer nicht einmal mehr für den Bestand der Haushalte reichen. Jetzt könne auch die nächste Generation noch auf dieser Grundlage aufbauen.

Wasserleitungen erneuert

Neben dem sehr gut gewarteten Kanalnetz seien bereits viele Wasserleitungen erneuert worden. Einzig die Hauptwasserleitung aus den 1920er Jahren zu den Hochbehältern sei noch in Planung. Dies sollte aber eher in der Gebührenkalkulation berücksichtigt werden und somit keine Sonderzahlungen auslösen. Bernhard Preischl dankte der Gemeinde für den Auftrag und das entgegengebrachte Vertrauen, sowie Klärwärter Reinhard Neumeier für die Unterstützung. Die kurzfristige Umplanung, die man anfangs als Problem sah, habe sich positiv entwickelt. Alles lief fair ab. Rudolf Kormann vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg zeigte sich vom Ergebnis des Neubaus sehr angetan. Alles habe gepasst. (fgr)

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