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Aktion

„Alte Kaserne“ präsentiert neues Leben

Mit einem Tag der offenen Tür zeigten Einrichtungen und Vereine, was auf dem Gelände der früheren Kötztinger Kaserne los ist.

  • Hochprozentiges gab es bei den Festspielern.
  • Bei der „Arche Noah“ gab es ein Kinderschminken.
  • Hubert Wenzl erklärte die Fernmeldetechnik.
  • Marlene Aigner zeigte Zauberkunststücke. Fotos: ksm

Bad Kötzting.Hatte es die Nacht über noch geregnet, so konnten die Besucher am gestrigen Sonntag bei sonnigem Wetter das Areal besser kennenlernen, das einmal als Truppenunterkunft gedient hatte. Die Resonanz hätte besser sein können: aber nachdem der Morgen noch kühl war und auch der Stadtlauf stattfand, hielten sich die Besucherzahlen in Grenzen. Der Grundgedanke der Veranstalter, dass die Bevölkerung sich einen Überblick über die Aktivitäten und Angebote im Begegnungszentrum Alte Kaserne verschaffen kann, dürfte dennoch in Erfüllung gegangen sein.

Ein Blick in die Vergangenheit

Nahezu alle Vereine und Institutionen, die im Begegnungszentrum eine neue Heimat gefunden haben, hatten sich beim Aktionstag eingebracht. Zuspruch fand auch das Museum des Traditionsvereins Hohenbogen-Kaserne. Hubert Wenzl, einst selbst einmal Chef des Fernmeldesektors F und Mitglied des Traditionsverein, führte mit hoher Sachkompetenz durch das Museum. Er ging dabei auch auf die fernmelde-elektronische Aufklärung der Bad Kötztinger Luftwaffe (Bodenpersonal) in Zeiten des Kalten Krieges ein, als sich noch zwei große Machtblöcke in Ost und West gegenüberstanden. Wenzl führte die interessierten Besucher auch durch den verbunkerten Schutzraum in der ehemaligen Kaserne.

Dieser sei für rund 200 Soldaten ausgelegt gewesen. Wenzl erklärte während der Führung, dass dieses Museum einmalig in der gesamten Bundesrepublik sei. Der vorgesehene Feldgottesdienst ab 10 Uhr auf dem Biwakplatz fiel aus, weil der Militärpfarrer aus Cham nach den Worten von Herbert Sobotta vom Jugend-, Sport- und Tagungszentrum (JST) den Termin kurzfristig abgesagt hatte. Andreas Hastreiter, bekannt von seinem Auftritt beim Musikantenstadel mit Andy Bork, unterhielt die Gäste in äußerst gekonnter Weise und sorgte bisweilen mit Witzen für eine gelungene Aufheiterung. Bürgermeister Markus Hofmann, der sich wie zahlreiche andere schon vor 10 Uhr auf dem BZ „Alte Kaserne“ eingefunden hatte, nahm das gelassen zur Kenntnis. Er freute sich darüber, dass hier im Begegnungszentrum ein Areal geschaffen wurde, in dem Jung und Alt ein Zuhause gefunden haben. Als 2004 die Bundeswehr aus Bad Kötzting abgezogen wurde, sei der Verlust, auch der Kaufkraftverlust, schmerzlich gewesen.

Weitere Veranstaltungen folgen

Doch habe die Alte Kaserne eine sinnvolle Nachnutzung gefunden. Das Jugend-, Sport- und Tagungszentrum mit den beiden Ansprechpartnern Herbert Sobotta und Thomas Held werde in nächster Zeit ein attraktives Freizeitprogramm zusammenstellen. Der Tag der offenen Tür am gestrigen Sonntag sollte dazu den Startschuss liefern.

Kurz nach Mittag füllte sich das ehemalige Kasernengelände dann mit Leben. Vor allem an die Kleinen war auch gedacht worden: für sie standen Torwandschießen, Go-Kartbahn, Hüpfburg, Kinderschminken, der Märchenfilm „Rumpelstilzchen“, Zauberkünste und dergleichen mehr auf dem Programm.

Auch Sportliches im Angebot

Aber auch Bogenschießen war möglich, Karate-, Ballett- und Bauchtanzvorführungen wechselten sich ab. Die Band „Rolling Bones“, im Oktober vergangenen Jahres gegründet, gab nach den einführenden Worten von Sigi Lee Nachreiner ihr Debüt. In die Formation integriert war auch Vhs-Chef Winfried Ellwanger.

Der Applaus war allen Auftretenden und Mitwirkenden gewiss. Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl der Gäste an diesem Tag bestens gesorgt. (ksm)

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