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Freizeit

AQACUR: Großer Sauna-Ausbau geplant

Die Gäste lieben Bad Kötztings Erlebnisbad, die Besucherzahlen sind hoch. Darum wird nun für zwei Millionen Euro erweitert.
Von Stefan Weber

Keine größeren Auswirkungen habe die Erhöhung der Sauna-Eintrittspreise Mitte des Jahres gehabt, erklärt der AQACUR-Geschäftsführer.
Keine größeren Auswirkungen habe die Erhöhung der Sauna-Eintrittspreise Mitte des Jahres gehabt, erklärt der AQACUR-Geschäftsführer. Foto: Archiv

Bad Kötzting.Das zehnte Jahr nach der Eröffnung der AQACUR Bade- und Saunawelt ist vorbei, und Karl-Heinz Lummer, als geschäftsführender Beamter der Stadt auch für das Bad zuständig, mehr als zufrieden. 246 847 Gäste verzeichnete das Drehkreuz am Eingang im vergangenen Jahr. Das sind zwar rund 4000 weniger als im Vorjahr und 7000 weniger im Vergleich zu 2013, doch sei das gut nachvollziehbar, erklärt Lummer.

Denn zum einen habe ja das AquaFit in Waldmünchen nach mehrmonatigem Umbau wieder eröffnet. Zur Erinnerung: durch die vorübergehende Schließung des Bades in der Nachbarstadt hatte das AQACUR im Jahr 2013 erstmals die 250 000er-Marke überschritten. Dass sie nun wieder leicht darunter fallen würde, sei demnach durchaus zu erwarten gewesen. Darüber hinaus unterliege der Besucherandrang ohnehin jedes Jahr gewissen Schwankungen, so Lummer.

Eine teure Sauna-Preiserhöhung?

„Wir hatten nur sehr wenige Resonanz auf die Preiserhöhung in der Sauna.“

Karl-Heinz Lummer, Geschäftsführer

Keine größeren Auswirkungen habe die Erhöhung der Sauna-Eintrittspreise Mitte des Jahres gehabt, erklärt der Geschäftsführer. „Wir hatten nur sehr wenig Resonanz“, sagt Karl-Heinz Lummer. „Das liegt wohl auch daran, dass die Leute wussten, dass es nicht an uns lag, sondern am Wegfall der Steuervergünstigungen.“ Den kombinierten Eintritt für Badewelt und Sauna lösten zwar rund 4000 Gäste weniger als im Vorjahr, doch unterliege diese Zahl ebenfalls gewissen Schwankungen – und der extrem lange und heiße Sommer erledige das Übrige. Für die in Saunagäste-Kreisen sehr wichtigen Monate November und Dezember vergangenen Jahres weist die Bilanz hingegen wieder steigende Zahlen aus: 14 600 Besuchern im Jahr 2014 standen in diesen beiden Monaten bereits 15 000 Gäste gegenüber.

Zwei-Millionen-Invest in Schublade

Die Saunalandschaft ist das Aushängeschild des AQACUR, das weiter ausgebaut werden soll.
Die Saunalandschaft ist das Aushängeschild des AQACUR, das weiter ausgebaut werden soll. Foto: Archiv

Diese dann doch sehr positiven Zahlen gerade in der Sauna haben schon seit längerer Zeit dazu geführt, dass sich die Geschäftsleitung Gedanken über eine Erweiterung gemacht hat. „Wir haben bereits alle notwendigen Förderanträge gestellt“, erklärt Lummer. Um Geld von der EU bekommen zu können, müsse der Betrieb allerdings immer auch öffentlich für interessierte private Betreiber ausgeschrieben werden, erklärt er. „Würde jemand Interesse daran bekunden, müssten wir in Verhandlungen eintreten“, sagt Lummer. Das komme durchaus auch vor und habe zur Folge, dass dann keine Fördermittel fließen würden. „Aber in unserem Fall hat sich zum Glück niemand gemeldet“, sagt er. Die Frist endete am 31.Dezember.

Karl-Heinz Lummer, AQACUR-Geschäftsführer
Karl-Heinz Lummer, AQACUR-Geschäftsführer Foto: Archiv

Dabei geht es um viel Geld: Für die Erweiterung der Umkleiden allgemein sowie die Gastronomie und Liegeflächen in der Sauna sind rund zwei Millionen Euro eingeplant. Dabei werden die Umkleiden – so die Hoffnung von Karl-Heinz Lummer – mit rund 80 Prozent Infrastruktur-Förderung bedacht werden, die Umbauten an der Sauna als Gewerbe-Förderung mit 20 Prozent. Die restlichen Kosten sollen mit dafür vorgesehenen Rücklagen aus den guten Betriebsergebnissen der vergangenen Jahre finanziert werden. Als einzig verbliebener Platz für die Erweiterungsmaßnahmen bietet sich der noch ungenutzte Raum zwischen dem ersten Sauna-Anbau vor einigen Jahren und dem Sportofit hinter dem Haupteingang an.

Dort, wo sich derzeit im ersten Stock an die Sauna angrenzend Umkleide-Räume befinden, soll der neue Platz für die Küche und zugehörige Lagerräume geschaffen werden. Die neuen Umkleiden würden, so Stand der vorläufigen Planungen, dann in den Anbau verlegt. Der Zugang wäre dort, wo sich derzeit im ersten Stock die Duschen befinden. Die Maßnahmen seien auch dringend notwendig und mit den Mitgliedern des zuständigen Zweckverbandes im Landkreis so abgestimmt, sagt Lummer.

Zahlen rund um das Bad

  • Besucher insgesamt

    246 847 (2014: 250 925, 2013: 253 000)

  • Badewelt und Sauna

    71 346 (2014: 75 000, 2013: 75 600)

  • Thermarium

    71 000 (2014: 78 000)

  • Sportbad

    70 000 (2014: 67 000)

  • Höchststand

    Die meisten Besucher gab es 2013 – damals schloss das AquaFit für Umbaumaßnahmen in Waldmünchen vorübergehend. (wf)

Hier in der Lücke zwischen der ersten Saunaerweiterung (links) und dem Sportofit (rechts) ist noch Platz für die geplante Sauna-Erweiterung.
Hier in der Lücke zwischen der ersten Saunaerweiterung (links) und dem Sportofit (rechts) ist noch Platz für die geplante Sauna-Erweiterung. Foto: S. Weber

Nicht nur, dass sich die Besucherzahlen auf einem sehr hohen – und vor zehn Jahren nicht zu erwartenden – Niveau eingependelt hätten; auch, was die Ansprüche an die Gastronomie in der Sauna betreffe, sei ein Wandel eingetreten. „Anfangs dachten wir, es reicht, Kleinigkeiten anzubieten“, erklärt Lummer. Heutzutage werde die Gastro aber von einem sehr hohen Prozentsatz der vielen Gäste genutzt, um „richtig zu essen“. In der Folge sei das Platzangebot nicht mehr ausreichend. Selbiges gelte für die Liegemöglichkeiten in der Sauna und in Konsequenz auch für die Umkleiden. Wenn alles optimal laufe, werde dieses Jahr die Planung abgeschlossen, 2017 könnte dann gebaut werden.

Gemeinsam das Jubiläum gefeiert

Zum Zehnjährigen gab es einen Tag lang ein buntes Programm in der Badewelt.
Zum Zehnjährigen gab es einen Tag lang ein buntes Programm in der Badewelt. Foto: Archiv

Zum Jahresbeginn lohnt sich auch ein Rückblick auf das vergangene Jubiläumsjahr, in dem das zehnjährige Bestehen mit zwei größeren Aktionen für die Gäste gefeiert wurde. Da war zum einen der Erlebnis-Tag im Freibad mit Live-Musik, der viele Besucher anlockte. „Schade nur, dass kurz, bevor die Band spielte, ein Gewitterschauer vorüberzog“, erinnert sich Lummer. Die rund 1000 Gäste, die blieben, erlebten nach einem ereignisreichen Tag dann auch noch einen schönen Abend. Für die Sauna-Gäste wurde wenige Wochen später ein eigener Abend gestaltet, der ebenfalls sehr gut angenommen wurde, freut sich Lummer auf die nächsten zehn Jahre.

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