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Motorsport

Auf Zeitreise mit edlen Oldies

Auch die elfte Auflage der Bayerwald Rallye Classic in Bad Kötzting war ein voller Erfolg mit tollen Ergebnissen.

Der Platz vor der Kirche St. Veit war einmal mehr nach zwei Tagen das Ziel der 11. Bayerwald Rallye Classic.
Der Platz vor der Kirche St. Veit war einmal mehr nach zwei Tagen das Ziel der 11. Bayerwald Rallye Classic. Foto: Fischer

Bad Kötzting.Ein noch passables Wetter war den Oldtimerfreunden am Samstag beschieden, als sie nach dem Start am Freitag bei der 11.ADAC-Bayerwald-Rallye Classic zur zweiten Etappe aufbrachen. Etwa eine Stunde nach Beendigung des Stadtrundkurses fing es dann aber an zu regnen. Die 64 Teams führte in ihren Autoklassikern der Kurs in diesem Jahr 550 Kilometer im Grenzlandbereich zu Tschechien, in Tschechien und im Vorwald der Region St.Englmar. Die Strecke war für die Elite des Gleichmäßigkeitssports vom Organisationsteam unter der Regie von Helmut Huber und Bert Nazet ausgewählt worden. Der ehemalige Rallye-Weltmeister Walter Röhrl hatte wieder die Schirmherrschaft für diese sehr anspruchsvolle Rallye übernommen. Er konnte bei der Siegerehrung nicht dabei sein und ließ eine Videobotschaft übermitteln.

Ein anspruchsvoller Start

Zum Abschluss der Rallye gab es für jeden Teilnehmer ein Glas Sekt.
Zum Abschluss der Rallye gab es für jeden Teilnehmer ein Glas Sekt. Foto: Fischer

Bald nach dem Start am Freitag warteten die ersten Hürden auf Fahrer und Co-Piloten. Als erste Wertungsprüfung wurde „Höllenstein“ (vom Seeparkplatz nach Wettzell und weiter Richtung Wiesing) gefahren. Anschließend erfolgte die Prüfung Gutendorf (ein Rundkurs im Raum Rappendorf, Thalersdorf, Gutendorf, Matzelsdorf). Über das Eck, Haibühl, Engelshütt und das Tanneneck ging es weiter bis Rittsteig, wo bei Anglmühle, Spandlberg, Hofberg, Jägershof die Wertungsprüfung 3 mit Ziel in Warzenried anstand. Gegen 18 Uhr war eine Stunde Pause auf der Höllhöhe im Waldschlößl.

Ein BMW im Stadtkurs
Ein BMW im Stadtkurs Foto: Fischer

Danach stand die Prüfung Schachten auf dem Programm, bevor es über die Grenze nach Tschechien zur 5.Wertungsprüfung Pasecnice ging. Wieder zurück in Deutschland (Übergang Furth im Wald) stand nach Schnittkontrollen bei Dieberg die GP 6 Daberg an. Weiter ging es dann im Dunkeln zur Durchfahrtskontrolle beim Hotel Bayerischen Hof in Rimbach und dann zu zwei Schnittkontrollen in Voggendorf. Gegen 22.15 erreichte der erste Fahrer das Etappenziel des ersten Tages auf dem Jahnplatz in Bad Kötzting.

Verschnaufpause an der Spielbank

Nach der Übernachtungspause in Bad Kötzting starteten die Oldtimerpiloten (Re-Start) am Samstag um 8.31 Uhr auf dem Jahnplatz in Bad Kötzting. Die zweite Etappe führte über Blaibach, Wimbach, Krailling zur Prüfung 7 bei Moosbach. Gleich anschließend folgten GP 8 Rattenberg und GP 9 Elisabethszell – alle drei anspruchsvolle Rundkurse mit vielen Zeitmessungen.

Sieger in der Gesamtwertung

  • Erster Platz

    Aghem Gianmaria/Conti Rossella (Italien) mit der Startnummer 4 auf Autobianchi A 112 Abarth, Baujahr 1972 mit 58 Pferdestärken

  • Zweiter Platz

    Klaus Leinfelder/ Frank Leinfelder auf VW Käfer, TSV 1300

  • Dritter Platz

    Aghem Dr. Roland Wittmann und Vera Wittmann auf einem Daimler-Benz 190E, 2,3 Avantgarde, Baujahr 1992

  • Sieger Stadtrundkurs

    Sieger der WP14 (Stadtrundkurs) um den Preis der Spielbank Bad Kötzting wurde das Team Schorsch Münch/Dr. Wolfgang Schwegler mit der Startnummer 28 auf Porsche 356 Coupé, Baujahr 1960. (ksm)

Die Rallye hatte viele Zuschauer.
Die Rallye hatte viele Zuschauer. Foto: Fischer

Nach der Mittagspause im Blossersberger Keller bei Viechtach führte die Strecke über die Wertungsprüfungen 10 Ayrhof, 11 Geiersthal und 12 Schönau zurück nach Bad Kötzting. Bei der Bärwurzerei Drexler befand sich eine Durchfahrtskontrolle – anschließend war gegen 15.30 Uhr vor dem Finale noch eine halbe Stunde Verschnaufpause an der Spielbank. Die Prüfungen Wolfersdorf sowie der Klassiker Birnbrunn folgten noch vor dem abschließenden Stadtrundkurs in der Bad Kötztinger Innenstadt. Das Ende dieses Rundkurses war gleichzeitig das Ziel der Rallye.

Bei der Siegerehrung in der Jahnhalle: Stefan Dittrich, Vorsitzender AC Bad Kötzting, Herbert Behlert, Vorsitzender ADAC Gau Nordbayern, Klaus Leinfelder, Frank Leinfelder. Aghem Gianmaria, Conti Rosella, Vera Wittmann, Dr. Roland Wittmann und Markus Hofmann, Bürgermeister Stadt Bad Kötzting (v.l.)
Bei der Siegerehrung in der Jahnhalle: Stefan Dittrich, Vorsitzender AC Bad Kötzting, Herbert Behlert, Vorsitzender ADAC Gau Nordbayern, Klaus Leinfelder, Frank Leinfelder. Aghem Gianmaria, Conti Rosella, Vera Wittmann, Dr. Roland Wittmann und Markus Hofmann, Bürgermeister Stadt Bad Kötzting (v.l.) Foto: Fischer

Gegen 17.30 hielten sich die Teilnehmer bzw. deren Fahrzeuge noch eine Weile auf dem St.-Veitsplatz auf, bevor es dann zum Rallyeabend mit Siegerehrung in die Jahnhalle ging. Der offizielle Teil der Rallye war hier zu Ende – nachdem aber fast alle Teilnehmer noch über Nacht blieben, wurden sie am Sonntag mit einem Weißwurstfrühstück in der Jahnhalle verabschiedet.

Die Blickfänge vor St. Veit

An mehreren Punkten wurde die Durchfahrt registriert.
An mehreren Punkten wurde die Durchfahrt registriert. Foto: Fischer

Nach der Zielankunft in der Pfingstrittstadt stand der Stadtrundkurs in Bad Kötzting als letzte von insgesamt 14 Sonderprüfungen an, während des Stadtrundkurses erhielten die Zuschauer durch Moderator Oliver Zilk, positioniert beim Alten Rasthaus, nähere Informationen. Jedes Modell bei dieser Bayerwaldrallye Classic hat – nach Angaben von Oliver Zilk – ein Stück Autogeschichte geschrieben. Manchmal gab es von bestimmten Typen nur wenige Automobile. Übrigens: Unter den Teilnehmern waren auch Teams als Lokalmatadoren. Das waren Andreas Robert Auzinger/Dr. Marc Oberkötter und Henrik Henke/Rudi Hettenbach. Norbert Mandel, ein weiterer Lokalmatador, war heuer nicht dabei. Unmittelbar nach dem Stadtrundkurs konnten die Oldtimer-Fahrzeuge von den Zuschauern auf dem Oberen Markt hautnah bestaunt werden. Die Siegerehrung fand später in der Jahnhalle statt.

An der nahmen auch Bürgermeister Markus Hofmann und der Vorsitzende des ADAC Nordbayern, Herbert Behlert, teil. (ksm)

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