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Gesundheit

Basenfasten ist für (fast) jeden etwas

Unsere Autorin zieht das Fazit aus einem Kurs des Kneippvereins Bad Kötzting: Jeder ist der Manager seiner Gesundheit.
Von Isabell Dachs

Übungen im Kurpark rundeten des Programm des Basenfasten-Kurses ab.
Übungen im Kurpark rundeten des Programm des Basenfasten-Kurses ab. Foto: kid

Bad Kötzting.Meine Basenfastenwoche ist nun fast zu Ende, und es ist Zeit ein Resümee zu ziehen. Diese milde Form des Fastens ist wirklich für Arbeitnehmer gut geeignet, da man nicht hungern muss. Meine 19 Mitstreiterinnen und ich konnten uns bei dem Kurs des Kneippvereins Bad Kötzting an allem satt essen, was basisch verstoffwechselt wird.

Somit war und ist Basenfasten gut in den Alltag integrierbar und wirklich für jeden geeignet, der seine Lebensqualität verbessern will. Denn dass diese sich verbessert hat, das ist unbestritten. Trotz der Tatsache, dass wir alle dem Kaffee entsagen mussten, konnten wir fit in den Tag starten.

Geholfen hat mir vor allen Dingen die Trockenbürstenmassage vor der morgendlichen Dusche.

Als größtes Organ unseres Körpers zählt die Haut zu den Ausleitungsorganen, über die viele Säuren und Gifte ausgeschieden werden. Durch eine Bürstenmassage wird das Ausscheiden der belastenden Stoffe noch einmal deutlich erhöht. Mir und auch den meisten meiner Kurskolleginnen hat das Bürsten einfach nur gut getan, und ich persönlich werde es in jedem Fall dauerhaft in meinen Alltag einbauen.

Andere haben den Leberwickel für sich entdeckt. Während ich bei der Anwendung eingeschlafen bin, sind einige zu regelrechten Leberwickeljunkies geworden. Bei dem Wickel wird durch die mit Feuchtigkeit und Wärme stimulierte Haut die Durchblutung der Leber angeregt und wirkt somit unterstützend auf ihre Entgiftungsfunktion.

Vorsicht vor Familienfeiern!

Infolgedessen wird der gesamte Stoffwechsel in Schwung gebracht. Der Leberwickel ist dementsprechend altbewährtes Hilfsmittel zur Entschlackung. Außerdem soll er die Leistungsfähigkeit der Leber aktivieren und stärken.

Eigentlich kann ich nicht sagen, dass mir in der Woche ernährungstechnisch etwas gefehlt hat. Da ich sonst gerne den Süßigkeiten zuspreche, war ich verwundert, dass ich danach keinerlei Gelüste verspürte. Schwierig war nur, die Fastenmaßnahme gegenüber anderen auf Familienfeiern und Vereinsfesten zu vertreten, deren Besuch in einer Fastenwoche ohnehin nicht ratsam ist.

„Wos mochst Du, Blasenfasten, wos is denn des? Wos soi des bringa? Konnst do heid ned a Ausnahme mocha?“, das sind die gängigsten Sätze, die fallen. Also erst einmal jedem Anwesenden erklären, dass es nicht ums Abnehmen geht. Wobei die zwei Kilo, die ich verloren habe, nicht zu verachten sind.

Die Falle beim Bäcker

Vor allem sollte man sich nicht bereiterklären, in der „Fastenzeit“ die Organisation der Verpflegung für ein Vereinsfest zu übernehmen. Während andere „Leidensgenossinnen“ am Wochenende an der Kuchentheke (in direkter Nachbarschaft zum Würstlgrill, von dem natürlich Duftschwaden herüberwehten) den Verkauf organisierten, hatte ich die Verpflegung für das Sonnwendfeuer des Heimatvereins Weißenregen zu organisieren.

Wenn der Bäcker eben erst die Semmeln und Brezen aus dem Ofen nimmt, als ich sie abhole, dann kostet es einiges an Überwindung, nicht darüber herzufallen. Wobei ich in der Fastenwoche absolut keine Gelüste nach Bäckereiprodukten hatte. Erst als ich direkt damit konfrontiert wurde, ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen.

„A Radl Wurscht“ wäre schon eher etwas gewesen, womit man mich hätte locken können. Andere sagten, dass sie einfach nur einen anderen Geschmack im Mund haben möchten als das ewige Gemüse. Der Wunsch nach einer schönen Portion Spaghetti stand im Raum. Alles in allem haben wir aber alle an Erfahrung gewonnen und von dem Kurs profitiert.

Wir fühlten uns allgemein fitter, die Verdauung funktioniert, es gab keine Einschlafprobleme mehr, Diabetes-Werte waren in Ordnung, ebenso der Blutdruck, und so manche Kurskollegin inklusive mir, wird nun auch Kneippanwendungen in den Alltag einbauen. Wie wir den Kneippguss richtig anwenden, zeigte uns Kneipp- und Gesundheitstrainerin Erika Weiß, die auch mit uns fastete.

Die Devise: Vorbeugen statt Heilen!

Der Kurs hat uns gelehrt, unsere Ernährung zu überdenken und eventuell auch langfristig zu ändern. Bettina Pritzl stellte in diesem Zuge auch das Bad Kötztinger Lebensstilprogramm vor, aus dem wir in dieser Woche einen Baustein, nämlich die Entlastungstage, erleben durften.

Dass wir selbst der Manager unserer Gesundheit sein können, wurde uns nochmal bewusst gemacht. Vorbeugen statt Heilen heißt die Devise. Als Belohnung fürs Durchhalten hatte uns Apothekerin und Heilpraktikerin Corinna Stoiber noch einen großen Topf mit Kartoffel- Gemüsesuppe von Produkten aus dem eigenen Garten mitgebracht, die wir abschließend genießen durften. – Alles voll basisch natürlich!

Lesen Sie hier Teil 1 der Reihe über das Basenfasten: Beim Basenfasten des Kneippvereins Bad Kötzting ist nachhaltige Ernährung das Ziel. Unsere Mitabreiterin hungert mit.

Lesen Sie hier Teil 2 der Reihe über das Basenfasten: Ein Selbstversuch zum Entschlacken mit Obst und Gemüse: Unsere Autorin bleibt „eisern“ gegen Grillfleisch und Bratwürstl.

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