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Literatur

Effenhausers nächster Coup ist nahe

Der Krimi-Autor Ulrich Effenhauser aus Runding ist für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
Von Fred Wutz

Ulrich Effenhauser wurde in der Sparte Kriminalromane für    den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
Ulrich Effenhauser wurde in der Sparte Kriminalromane für    den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.Foto: wu

Bad Kötzting.Ein weiterer Erfolg ist für Ulrich Effenhauser greifbar nahe. Der Rundinger Autor, der hauptberuflich als Lehrer am Bad Kötztinger Benedikt-Stattler-Gymnasium tätig ist, wurde nämlich für den bekannten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Kriminalromane nominiert. Der Preis wird in vier Kategorien verliehen – neben der bereits genannten auch für Debütromane, Kurzkrimis und als Hansjörg-Martin-Preis. Die Gewinner werden in Marburg beim viertägigen Festival „Criminale 2016“ am 23. April verkündet. Effenhauser steht mit seinem Roman „Alias Toller“ in dem Wettbewerb. Der zeithistorische Thriller erschien im August 2015 im Transit-Verlag. Durch eine der darin vorkommenden Personen, einen Spion in einer NATO-Abhöranlage, hat die Handlung unverkennbar Bezüge zum östlichen Landkreis Cham.

Für Ulrich Effenhauser ist die Nominierung „einfach großartig“. Bis zu der Mitteilung, dass er auf der Liste der fünf Besten steht, wusste er er allerdings nicht, dass sein Verlag das Buch eingereicht hat. Bei dem Wettbewerb in die Endrunde zu kommen, sei sehr erfreulich, so Effenhauser: „Von so etwas kann man nicht ausgehen, dass ich als kleines Licht unter den Autoren in dieses Finale komme!“

Der Friedrich-Glauser-Preis ist neben dem Deutschen Krimi Preis der wohl wichtigste Krimipreis im deutschsprachigen Raum. Benannt ist er nach dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser (1896–1938), der als erster deutschsprachiger Krimiautor gilt und die legendäre Figur des eigensinnigen Kriminalpolizisten „Wachtmeister Studer“ schuf. Erfahrungsgemäß gibt es für den Friedrich-Glauser-Preis in jedem Jahr Hunderte von Einreichungen, beispielsweise waren es 2014 allein in der Kategorie Debüt-Kriminalromane 118 Stück. Vergeben wird der Preis durch den Verein „Das Syndikat“, eine Vereinigung von fast 800 Autoren. Die Gewinner erhalten Preise in Form von „nicht fortlaufend nummerierten Geldscheinen“, wie in der Ausschreibung nachzulesen ist.

Der Kriminalist Alwin Heller, die Hauptfigur in Effenhausers Krimi „Alias Toller“, ist übrigens – wenn man so will – zwischenzeitlich nicht untätig geblieben. Der nächste Roman ist bereits fertig und soll im Frühjahr 2017 veröffentlicht werden. Nach Angaben des Autors ist er zeitlich in den 1980er-Jahren angesiedelt und spielt in der Region Tschernobyl. Und auch für einen dritten Krimi mit Kommissar hat Ulrich Effenhauser schon eine Idee. Aktuell überwiegt bei ihm aber die Freude über die Nominierung: „Das ist schon toll!“

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