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Wirtschaft

Gästezahlen erzwingen den Ausbau

Das Bad Kötztinger AQACUR stellt 2016 um Haaresbreite den Besucherrekord ein. Eine Zwei-Millionen-Investition steht 2017 an.
Von Fred Wutz

Das AQACUR (Bildmitte, linke Hälfte) wird 2017 baulich verbessert und erweitert – vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt zu. Vor allem soll ein Anbau für die Saunalandschaft in den Bereich zwischen dem Netto-Markt (Bildecke links unten) und den AQACUR-Gebäuden platziert werden.
Das AQACUR (Bildmitte, linke Hälfte) wird 2017 baulich verbessert und erweitert – vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt zu. Vor allem soll ein Anbau für die Saunalandschaft in den Bereich zwischen dem Netto-Markt (Bildecke links unten) und den AQACUR-Gebäuden platziert werden. Luftbild: Claus Wietek

Bad Kötzting.Die Erfolgsgeschichte der AQACUR-Badewelt setzt sich nahtlos fort: Das Jahresergebnis für 2016 bleibt auf dem Niveau der Vorjahre – ganz genau betrachtet wird mit 253 338 Gästen der Rekord des Jahres 2013 nur um 140 verfehlt. „Das gute Ergebnis hat sich schon Anfang Dezember abgezeichnet“, berichtet Karl-Heinz Lummer, der Geschäftsführer der AQACUR-Badewelt. Zurückzuführen ist das erneut gute Resultat nach seiner Einschätzung auf den ständigen Ausbau des Angebotes und die konsequente Pflege der gesamten Anlage.

Auslastung bringt Aufgaben

„Die sehr gute Auslastung, vor allem der Saunalandschaft, bringt diese Aufgaben mit sich“, so Lummer. Die Saunalandschaft „brummt“ geradezu nach seinen Worten an den Wochenenden, die Umkleidebereich, die Duschen und die Gastronomie sind voll belegt. Das Konzept des AQACUR zielt gerade in dieser Hinsicht darauf ab, in der weiteren heimischen Region einmalig und unverwechselbar zu sein und zugleich Freizeitangebote für die Bevölkerung als auch für die Kur- und Urlaubsgäste zu verbessern. Es ordnet sich zudem in die Positionierung des Kneippheilbades Bad Kötzting ein, mit einer klar erkennbaren Orientierung auf Wellness, Kur (Kneipp) und Gesundheit.

Die Besucherzahlen im AQACUR im Überblick:

Vergleichbare „Konkurrenz“ hat die AQACUR-Badewelt im Landkreis Cham nicht. Die nächstgelegene, ähnlich aufgestellte Anlage ist das „Elypso“ in Deggendorf. Die Frei- bzw. Hallenbäder in Furth im Wald, Cham, Waldmünchen und Roding sind anders konfiguriert. In Bad Kötzting ist eine klare Orientierung zu dem Thema „Wellness“ erkennbar. Ob das auf Dauer so bleibt, muss abgewartet werden, denn in Roding gibt es Bestrebungen, ein neues Bad zu erbauen, wobei dessen Ausrichtung bzw. die dort vorgesehenen Attraktionen (zumindest öffentlich) noch nicht feststehen.

Gänzlich unabhängig von anderen Bestrebungen und Planungen sieht Karl-Heinz Lummer für die AQACUR-Badewelt „dringend erforderliche Investitionen“ als geboten an. Ausgangspunkt der Überlegungen ist, dass die Küche im Saunabereich vergrößert werden muss. Lummer: „Anspruch und Interesse der Gäste haben sich in den Jahren verändert, sie legen größeren Wert auf die Gastronomie.“ Die bisherige Küche kann das nicht leisten; und um sie räumlich zu vergrößern, müssen angrenzende Bereiche genutzt werden. Daraus ergibt sich, dass auch die Sauna und der Umkleidebereich im Obergeschoss umgebaut werden müssen. Die Lösung soll ein Anbau bringen, in dem Ruhe- und Liegeflächen, ein kleiner Aufenthaltsraum mit Bewirtungsmöglichkeit und eventuell eine weitere Sauna untergebracht werden.

Woher kommen die Besucher? Unsere Grafik gibt einen Überblick:

Platz ist auf dem Gelände der AQACUR-Badewelt vorhanden. „Wir nutzen die Fläche von der Sauna in Richtung auf den Netto-Markt“, verrät Karl-Heinz Lummer und: „Eine grobe Kostenschätzung beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Der Zweckverband Hallen-Freibad Kötzting hat hierfür bereits im letzten Jahr grünes Licht gegeben.“ Es werde nun noch vor allem am Stadtrat Bad Kötzting liegen, die Maßnahme entsprechend im Haushalt zu verankern.

2017 Planung und 2018 Baubeginn

Die Fördermöglichkeiten für das Projekt sind nach den Worten des Geschäftsführers ausgelotet. Hohe Hürden habe es gegeben, aber nach Rücksprache mit der Regierung der Oberpfalz sei aus EU-beihilferechtlichen Gründen für die Antragstellung ein „Grenzüberschreitendes Interessenbekundungsverfahren“ Voraussetzung gewesen. Konkret: Von privater Seite hätte jemand Interesse anmelden können und wäre dann zum Zug gekommen.

Laut Lummer wurde dieses Verfahren europaweit durchgeführt. Ein Privatinvestor habe sich aber nicht beworben. Damit sei der Weg frei für die sogenannte RÖFE-Förderung (Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen). Laufe alles nach Plan, dann werde in 2017 mit der Feinplanung begonnen. Und 2018 könne dann nach der Wintersaison die Baumaßnahme beginnen.

Und mit einem weiteren Blick auf die gute Bilanz 2016 meint Karl-Heinz Lummer: „Diese Verbesserung und Erweiterung ist keine Kür, sondern Pflicht. Wenn wir das AQACUR attraktiv halten wollen, sind die Investitionen absolut notwendig!“

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