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Gesundheit

Kneippverein betreut die Koronargruppe

20 Bälle wurden aus Spenden finanziert. Der Bad Kötztinger Verein sucht zur Betreuung weitere Mediziner aus der Umgebung.

Die Koronargruppe unter der Trägerschaft des Kneippvereins Bad Kötzting wurde am Montagabend in der alten Kaserne vorgestellt. Zur Betreuung braucht der Verein noch mehr Ärzte.
Die Koronargruppe unter der Trägerschaft des Kneippvereins Bad Kötzting wurde am Montagabend in der alten Kaserne vorgestellt. Zur Betreuung braucht der Verein noch mehr Ärzte. Foto: ksm

Bad Kötzting.Anlässlich der Übergabe von 20 neuen Gymnastikbällen am Montagabend stellten Dr. Thomas Klyscz, stellvertretender Vorsitzender des Kneippvereins Bad Kötzting, und Schatzmeisterin Ingrid Hartl in der ehemaligen Bundeswehrturnhalle zu Beginn des Trainings die Koronarsportgruppe (Reha-Herzsportgruppe) vor. Es sind dies rund 20 Herzpatienten im Alter von 36 bis 82 Jahren, die das Angebot unter der Trägerschaft des Vereins in Anspruch nehmen.

Thomas Klyscz verwies in diesem Zusammenhang auf das vielfältige Angebot des Kneippvereins. Jede Woche wird eine ganze Reihe von Aktivitäten der verschiedensten Art im Pflegezentrum, im Sinocur, in der Dreifach-Turnhalle und in der Turnhalle der alten Kaserne angeboten.

Sämtliche Bälle wurden aus Spenden finanziert, so Klyscz. Die Teilnehmer der Gruppe sind Herzpatienten. Sie wurden nach Rehamaßnahmen oder vom Hausarzt/Internisten mit einer Verordnung (Abrechnung über die Krankenkassen) an den Kneippverein überwiesen. Anneliese Dorner, ausgebildete Herzsportgruppentrainerin, und ein über das ganze Training wachender Arzt betreuen die Herzsportgruppe. Ziel des Trainings ist es, dass der Patient wieder die individuellen Möglichkeiten im Rahmen der jeweiligen Erkrankung und daraus resultierender Einschränkungen einschätzen und nutzen lernt.

Nicht eine Ausdauer- und Leistungssteigerung ist das Ziel der Herzsportgruppe, sondern die Vermeidung falscher Schonung, die Anpassung der Koordination und das Erkennen der vorhandenen Leistungsfähigkeit und deren Grenzen, so Klyscz.

Damit sollen die Patienten in die Lage versetzt werden, die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten angstfrei zu nutzen und eine Wiedereingliederung in das Berufsleben zu erreichen.

Der Kneippverein betreibt seit Jahrzehnten Rehasport und ermöglicht den Patienten vor allem ein heimatnahes Training. Das Einzugsgebiet des Kneippvereins Bad Kötzting reicht von Lohberg über Furth im Wald bis Drachselsried und Chamerau. Die nächsten Gruppen werden in Cham, Windischbergerdorf und Viechtach betreut.

Der Kneippverein stattet die Gruppe regelmäßig mit modernem Sportgerät aus, um ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Training mit Spaßfaktor zu gewährleisten. Gleichzeitig ist man aber auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern angewiesen, um das Angebot auch finanzieren zu können. Das größte Problem ist laut Klyscz, betreuende Ärzte zu gewinnen. Derzeit betreuen Dr. Martin Schloßbauer, Dr. Guido Weixel, Dr. Hans Baier, Dr. Marc Oberkötter und Dr. Barbara Rautenberg die Gruppe. Sie brauchen Unterstützung von Ärzten aus der Umgebung. (ksm)

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