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Projekt

Schülertheater über Grenzen hinweg

„Meine Heimat – was ist anders?“ 20 Schüler aus Susice und Bad Kötzting spielen zum 20. Jubiläum der Städtepartnerschaft.

Die Mitwirkenden der Realschüler ernteten beim „bilateralen“ Theaterprojekt in der Jahnhalle Bad Kötzting viel Applaus.
Die Mitwirkenden der Realschüler ernteten beim „bilateralen“ Theaterprojekt in der Jahnhalle Bad Kötzting viel Applaus.Foto: kdd

Bad Kötzting.„ Für Vorbereitungen und Proben standen gerade einmal drei Tage zur Verfügung. Die 14 bis 16-Jährigen Mädchen und Buben haben alles selbstständig erarbeitet und gestaltet.

Die Betreuer um die Theater-Lehrerin der Realschule, Juliane Jehlicka, waren, wie sie sagten, allenfalls Moderatoren. Schnell zeigte sich während der Vorbereitungen, dass es kaum wesentliche Unterschiede zwischen beiden Seiten gibt; unterschiedlich sind lediglich die Personen und ihre persönlichen Gefühle.

Wortkulisse auf der Bühne

Die Bühnengestaltung lässt sich als Shakespeare-Bühne beschreiben. Der Schauplatz der Handlung wird von den Darstellern erzeugt und allein in der Fantasie des Zuschauers hervorgerufen. Dieses Stilprinzip wird oft als „Wortkulisse“ bezeichnet.

Die anfänglichen Zweifel, wie wohl eine zweisprachige Aufführung verstanden werden soll, verflogen schnell. Der Ausdruck der Handlung und die Gestik der Darsteller waren nahezu ohne Worte verständlich. Die Szenen zeigten verschiedene Lebenssituationen, in denen die persönlichen Bezüge der einzelnen Darsteller zur „Heimat“ sichtbar wurden, auch das Zusammentreffen und Zusammenfinden bei wenig sprachlichen Verständigungsmöglichkeiten wurde eindrucksvoll gezeigt.

Dabei wurde immer wieder deutlich, dass die Jugendlichen nicht irgendein Stück spielten, sondern ihre eigen Gedanken und Gefühle sichtbar machten. Das Mienenspiel und der Klang, auch der fremden Sprache, machten die Aussagen für diejenigen Zuschauer verstehbar, die die jeweils andere Sprache nicht beherrschen. – Ein Erlebnis mit engagierten, von ihrem Projekt begeisterten Darstellern und beachtlicher Ausdruckskraft. Der Applaus des Publikums war der beste Beweis dafür, dass sich die Mühen gelohnt hatten und die Botschaft angekommen ist.

Gegenseitiges Verständnis

Vielleicht sind durch die persönlichen Kontakte der Schüler auch gegenseitiges Verständnis und Verstehen verstärkt worden. Aktueller kann das kaum sein. Gerade auch in Zeiten der Flüchtlingsströme. (kdd)

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