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Wissenschaft

Vortrag zum Thema Atome

Vier Physiker aus Berlin forschen derzeit in Wettzell.

Christian Freier, Vladimir Schkolnik und Anne Stiekel (von links) vor ihrem Quantengravimeter Foto: Klügel
Christian Freier, Vladimir Schkolnik und Anne Stiekel (von links) vor ihrem Quantengravimeter Foto: Klügel

BAD KÖTZTING.Wie schnell fällt ein Atom? Was zunächst wie ein Scherz klingt, wird heute tatsächlich gemessen: Wissenschaftler lassen in einer Vakuumkammer Atome fallen und messen ihre Geschwindigkeit während des freien Falls. Damit lässt sich genau und in kurzer Zeit die Schwerkraft oder genauer gesagt die Fallbeschleunigung „g“ bestimmen.

Zu diesem Zweck ist derzeit ein Team von vier Physikern der Humboldt-Universität Berlin am Geodätischen Observatorium und misst mit seinem weiterentwickelten Atom- oder Quantengravimeter die Fallbeschleunigung. Der Vorteil dieser noch aufwendigen Technologie ist, dass die theoretische Auflösung wegen der gegenüber Licht wesentlich kleineren Wellenlänge der Materiewellen höher ist als bei dem klassischen Verfahren, bei dem der freie Fall eines Prismas mit einem Laser beobachtet wird.

Nach einem ersten erfolgreichen Vergleich 2013 wird das Instrument nach diversen Verbesserungen nun erneut auf den Prüfstand gestellt. Die Anwesenheit der Wissenschaftler ist eine Gelegenheit, mehr über das Messverfahren zu erfahren. Dazu hält Dr. Vladimir Schkolnik von der Humboldt-Universität morgen einen Vortrag mit dem Titel „Atome im freien Fall – Messung der Erdschwere mit Hilfe der Quantenmechanik“. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr im Sitzungsraum des Geodätischen Observatoriums.

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