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Ausflug

Kultur des Nachbarlandes hautnah

Mitglieder des Historischen Vereins bestaunten in Tschechien Sehenswürdigkeiten.
von werner Perlinger

Die Further zeigten sich in Tschechien beeindruckt. Foto: Volkmar Dimpl
Die Further zeigten sich in Tschechien beeindruckt. Foto: Volkmar Dimpl

Furth im Wald.Kulturelle Schwerpunkte wie der ehemalige Kurort Kuks, die Städte Trutnov/Trautenau, Urchlabi/Hohenelbe und Turnov/Turnau sowie das Schloss Sychrov waren die Ziele der Studienfahrt des Historischen Vereins am Samstag/Sonntag in das Nachbarland. Erstaunt waren die Further über die Tatsache, dass in der Sagenwelt der Stadt Trutnov – „wie bei uns“ – ein Drache ebenfalls eine große Rolle spielt. Die Führung zu den einzelnen Zielpunkten oblag in bewährter Weise Petr Vrabec, einem ausgewiesenen Kenner dortiger kultureller Belange. Am Ende der Fahrt wurden er und seine Frau vom Vorsitzenden des HV, Siegi Wild, mit einem Präsent herzlich verabschiedet.

Nach abwechslungsreicher Fahrt durch die weite böhmische Landschaft war am Samstag Kuks das erste Ziel. Um 1700 war dies in Böhmen ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens und eine ernsthafte Rivalin für das damals schon renommierte Karlsbad. Ursächlich hierfür waren drei Mineralquellen, die unter Franz Anton Reichsgraf von Sporck ab 1695 zum Ausbau dieses ungewöhnlichen Kurorts genutzt wurden. Überwältigend für den Betrachter ist der Zentralbau mit der Spitalkirche.

Nächstes Ziel war die Stadt Trutnov. Seit 1340, fast so lange wie Furth, besitzt Trutnov die Stadtrechte. Der unregelmäßig längs-rechteckige Umriss der Stadt und das etwas unschematische Stadtgefüge lassen die Nähe zu schlesischen Stadtstrukturen erkennen, alleine aber der quadratische Markplatz zeigt den Besuchern böhmische Charakteristika. Die mythischen Anfänge der Stadt sind mit der Sage der Tötung eines Drachens, der aber nicht gestochen, sondern in einem Feuer erstickt wurde, dokumentiert. Zum Erstaunen der Besucher hängt symbolisch sein Leib aus Eisenblech an einer Kette kopfüber vom Turm des Rathauses herab. Hohenelbe, ein weiterer Reisepunkt, hatte einst Albrecht von Wallenstein zur Waffenschmiede seines Herzogtums gemacht.

In Turnov (Turnau) überraschten die Besucher drei bemerkenswerte Sakralbauten wie St. Nikolaus aus dem 14. Jh., später barockisiert; die Basilika St. Marien, überwiegend aus dem 16. Jh. und die Dominikanerkirche (1651-55) mit klassizistischen Umbauten. Besucht wurde auch die kleine jüdische Synagoge. Nach einem kurzen Besuch der Schlossanlage von Hruby Rohozec war der letzte Zielpunkt der Reise Sychrov (Sichrow).

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