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Wurzeln

2020 kommen die Brasilianer

Zum 55. Mal fand das Heimattreffen der Hammerer statt. Nächstes Jahr kommt die brasilianische Böhmerwaldgruppe.
Maria Frisch

Der Gottesdienst in Hammern berührte die Besucher.  Foto: Maria Frisch
Der Gottesdienst in Hammern berührte die Besucher. Foto: Maria Frisch

Lam.Erwin Wierer freute sich bei seiner Begrüßung am Samstag in Hammern namens der Stiftung Künische Gemeinde Hammern über die zahlreiche Beteiligung am 55. Heimattreffen. Vor 50 Jahren - am 6. Juli 1989 - fand das erste Hammerer-Treffen in Bad Kötzting bei der Primiz des mittlerweile verstorbenen Pfarrers Josef Wierer statt. Seit der Grenzöffnung zieht es viele Hammerer zu ihren Wurzeln. Selbst die Nachkommen der Auswanderer nach Brasilien suchen nach den Spuren ihrer Ahnen. Die Böhmerwaldgruppe von Sao Bento do Sul plant vom 24. bis 27. Mai 2020 einen Besuch.

Bereits am Freitag hatten die Hammerer den Nachbarort Neuern besucht. Das „Dobry den“ galt am Samstagvormittag dem Hausherrn der Heimatgemeinde Hammern, Bürgermeister Petr Krovina. Erschienen waren auch die Amtskollegen Paul Roßberger und Alois Vogl aus Lam sowie Rita Wellisch aus Lohberg. Herzlich willkommen hieß Wierer die Musiker der Breitenbrunner Banklmusi, stellvertretend Leiter Günter Vogt. Einige Musiker stammen von der Rödermühle ab. Die Banklmusi spielte während des Gottesdienstes sowie ein Standkonzert. Die beiden Bürgermeister Paul Roßberger und Peter Krovina sprachen ein Grußwort. Nachmittags schloss sich ein Spaziergang zur Kreuzkirche an. Das Heimattreffen setzte sich abends mit der Mitgliederversammlung im Gasthof Stöberl fort. Erwin Wierer war es eine Freude, hierzu Fabio (Fredy) Baierl begrüßen zu können. Laut Josef Blau wanderten die Baierls aus Springerberg, Eisenstraß und Haild nach Brasilien aus. Die Wurzeln führen wahrscheinlich zum Lepoldhof, da um Mitte 1750 ein Sohn Wirt in Petrowitz war und Springerberg in der Nähe liegt.

Die Diskussion bei der Vorstandsbesprechung, wie man die Treffen künftig besser auf die junge Generation zuschneiden könnte, brachte keine umsetzbaren Ideen. So bleibt der bewährte Standard. „Gottlob haben wir Familien, die ihren Nachwuchs mitbringen“, freute sich Wierer. Die Finanzen stehen auf einer soliden Basis, wie der Kassenbericht von Angela Braun bestätigte. In Hammern finde alle Jahre im Frühjahr eine Besprechung mit Bürgermeister und Pfarrer statt. Etwas bedauert wurde dabei, dass normalerweise von tschechischer Seite im Jahreskreislauf keine Gottesdienste in der Kirche abgehalten werden. „Wir haben den Vorteil, in Hammern über eine Mesnerfamilie zu verfügen“, so Wierer. Jana Wolfova und ihre Familie pflegten die Kirche vorbildlich. „Viele Besucher schätzen das“, wusste der Heimatbetreuer. Die Hammerer, der Pfarrer und die Gemeinde befürworten eine offene Kirchentür und sind dankbar, wenn der Sakralbau genutzt wird.

Hammern biete sich gut für Ausflüge von Gruppen an, bat Erwin Wierer darum, in den jeweiligen Pfarreien dafür zu werben. (kli)

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