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Rennen

Bis zur Erschöpfung über Stock und Stein

Beim Ultra Trail Lamer Winkel am Samstag starten 515 Läufer. Die Strecke führt über 53 Kilometer und 2700 Höhenmeter.

Über traumhafte Passagen, wie hier dem Aufstieg zur Osserwiese, führt der Ultra Trail Lamer Winkel die Läufer.
Über traumhafte Passagen, wie hier dem Aufstieg zur Osserwiese, führt der Ultra Trail Lamer Winkel die Läufer.Fotos:Woidlife/Mingo

Lam.Das Renn-Ereignis im Bayerwald steigt an diesem Samstag mit dem Ultra Trail Lamer Winkel (UTLW). Insgesamt 515 Läufer haben sich dafür angemeldet. Der lange Lauf über den Bayerwaldkönig Arber führt sie über 53 Kilometer und 2700 Höhenmeter, der kürzere Lauf zum Osserriesen über 13 Kilometer und 700 Höhenmeter. Im Lamer Rathaus stellte das Organisationsteam mit Johannes Schmid, Max Hochholzer, Wolfgang Hochholzer, Maria Koller und Markus Mingo die Veranstaltung vor.

Die Organisatoren freuen sich sehr, dass die Resonanz überregional in diesem Ausmaß zu spüren ist. „Das macht es uns leichter, weil wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Johannes Schmid. Ein Video, das über Youtube und Facebook gepostet wurde, sollte vermitteln, dass sich der Lamer Winkel nicht vor der Alpenregion zu verstecken braucht.

Da ist das Ding! Der offizielle Trailer zum DYNAFIT Ultra Trail Lamer Winkel. Viel Spaß!

Posted by Ultra Trail Lamer Winkel - 30.05.2015 on Sonntag, 18. Januar 2015

Wolfgang Hochholzer demonstrierte den genauen Verlauf auf der Karte. „Wir haben wirklich eine besondere Strecke – ein superschöner logischer Verlauf ohne Zusatzschleifen, einfach die herausragensten Örtlichkeiten kombiniert zu einer traumhaften Runde.“ Der Start ist im Arracher Seepark, das Ziel in Lam. „Wir laufen einige Male um den See herum – zur Unterhaltung der Zuschauer“, kündigte Hochholzer an. Weiter geht es dann den Regen entlang nach Frahelsbruck, wo die Läufer die Straßenunterführung benutzen, um auf Wanderwegen (Waldbauernsteig) ziemlich steil bergauf zum Trailling zu gelangen. Das Schild (50 to go) zeigt die noch vor den Läufern liegenden Kilometer.

Doris: Der Lauf ist mit Sicherheit eine Grenzerfahrung für uns, körperlich sowie auch kopfmäßig! Ein gigantisches Abenteuer, bei dem wir viele nette Menschen kennengelernt haben und so steigt auch wieder die Zuversicht und wir freuen uns auf den Startschuss am Samstag.
Doris: Der Lauf ist mit Sicherheit eine Grenzerfahrung für uns, körperlich sowie auch kopfmäßig! Ein gigantisches Abenteuer, bei dem wir viele nette Menschen kennengelernt haben und so steigt auch wieder die Zuversicht und wir freuen uns auf den Startschuss am Samstag.

Durch den Kloster Rotterwald wendet sich der Pulk weiter dem Eck zu, wo die erste Verpflegungsstation bei Kilometer acht angesiedelt ist. „Hier ist eine Cut-off-Zeitmessung. Wer da länger als 1,5 Stunden braucht, hat sich definitiv verschätzt und verlässt aus Sicherheitsgründen den Parcours, weil die folgende Goldsteigtrasse zum Arber überaus anspruchsvoll ist“, erläuterte der Ingenieur.

Wer sich verschätzt, ist raus

Bis zur nächsten Verpflegungsstation sind es 15 Kilometer mit einigen sehr schweren Downhills. Gemeint war der Kammlauf Richtung Schwarzeck, Kleiner Arber, Chamer Hütte zum Großen Arber, wo ein Schlenker zur Eisensteiner Hütte hinabführt. Die Athleten, die von einer Musikkapelle empfangen werden, erhalten an diesem Stützpunkt wiederum leichte Kost. Zudem ist die Station maßgeschneidert für Zuschauer, weil sie dort die Läufer gut zu Gesicht bekommen.

Ultra-Trail: Das Programm

  • Der Auftakt

    Auftakt ist am heutigen Freitag im Seepark. Um 19 Uhr ist das verpflichtende Rennbriefing anberaumt. Es wird eine Pflichtausrüstung vorausgesetzt. Ab 19.30 Uhr geht man zum gemütlichen Teil mit „Hertzschrittmacher“ über.

  • Der Renntag

    Am Renntag, Samstag, ist um 7 Uhr die Startaufstellung anberaumt.

  • Der Startschuss

    Der Startschuss für den Lauf zum zum König des Bayerwalds fällt um 8 Uhr.

  • Das Begleitprogramm

    Das Begleitprogramm in Lam mit Ausstellung der Sponsoren, einem Moderator und musikalischer Unterhaltung beginnt um 12 Uhr. „Wir hoffen, dass da einiges los ist. Nach fünf Stunden ungefähr rechnen wir mit dem Zieleinlauf des Siegers der großen Runde“, sagt Organisator Markus Mingo.

  • Der Osserriese

    Der Lauf zum Osserriesen startet um 14 Uhr der In Lohberg. Nach einer guten Stunde sind diese Athleten im Zieleinlauf, wobei diese Siegerehrung um 17 Uhr vorgezogen wird. Hier gibt es keine Altersklassen, sondern eine Prämierung für die ersten drei Herren und Damen.

  • Der König vom Bayerwald

    Zielschluss für den König vom Bayerwald ist um 19 Uhr. Alle, die bis dahin noch nicht in Lam sind, fallen aus der Wertung. Nahtlos beginnt die Siegerehrung für den König vom Bayerwald. „Das werden wir mit Altersklassenwertung so richtig zelebrieren“, kündigte Mingo an. Ab 19.30 Uhr spielt Gentle am Marktplatz.

  • Zuschauer-Guide, Durchlaufzeiten

    (geschätzt, schnellster/langsamster Läufer): Seepark Arrach 8 Uhr, Eck 8.45/9.30 Uhr, Verpflegung 8.46/9.31 Uhr, Schwarzeck 9.28/11.20 Uhr, Enzian 9.51/12 Uhr, Kleiner Arber 10.06/12.25 Uhr, Großer Arber 10.18/12.56 Uhr, Eisensteiner Hütte 10.19/12.59 Uhr, Verpflegung 2 10.21/13.05 Uhr, Brennes 10.33/13.40 Uhr, Ebensäge 10.48/14.10 Uhr, Scheiben 11.16/15 Uhr, Verpflegung 3 11.20/15.03 Uhr, Zwercheck 11.36/16.05 Uhr, Großer Osser 12.30/17.50 Uhr, Bergwachthütte 12.33/17.52 Uhr, Verpflegung 4 12.33/17.47, Sattel 12.42/18.07 Uhr, Maria Hilf 12.50/18.30 Uhr, Ziel 13/19 Uhr

Gestärkt preschen die Läufer talwärts die Skipiste hinunter zum Brennes und weiter zur Ebensäge. Ab dem Arbergipfel beträgt die Differenz 700 Höhenmeter. Im Umkehrschluss geht es dann wieder 700 Meter hinauf zum Zwercheck. „Das ist der anstrengenste Teil dieser Strecke. Auf halber Distanz zum Zwercheck liegt bei Kilometer 34 Verpflegungsstation Nummer drei direkt auf dem Scheibenparkplatz im LLZ“, schilderte Hochholzer. Hier findet erneut eine Cut-off-Zeitmessung statt. Wer länger als bis um 15 Uhr braucht, muss das Rennen verlassen, wobei die Zeit großzügig ausgelegt ist. „Für alle, die es nicht schaffen, haben wir um 15.30 Uhr einen Bus organisiert, der die Ausgeschiedenen nach Lam ins Ziel bringt“, so der Redner.

Matthias: Der letzte lange Lauf liegt hinter mir und die Vorfreude auf den Woid steigt stetig. Noch ein paar lockere Einheiten, getreu dem Asics Motto „mix up your run“, mit Stabi, Wasser, Bahn und Radtraining. Das wird ein großes Familienfest und darauf bin ich heiß wie Frittenfett!
Matthias: Der letzte lange Lauf liegt hinter mir und die Vorfreude auf den Woid steigt stetig. Noch ein paar lockere Einheiten, getreu dem Asics Motto „mix up your run“, mit Stabi, Wasser, Bahn und Radtraining. Das wird ein großes Familienfest und darauf bin ich heiß wie Frittenfett!

Das Zwercheck sei sein persönliches Highlight, so Wolfgang Hochholzer, der den Ausblick atemberaubend findet, weil der Läufer nochmal die komplette Strecke zurückschauen kann und auch sieht, was noch vor ihm liegt. „Ab dem Zwercheck sind es noch 15 Kilometer. Cirka fünf Kilometer verlaufen auf der Bayerwaldloipe bis zur Kreuzung, wo der LO1 (Ossersteig) von Lohberg heraufführt“, schilderte der Ingenieur. Dort vereinen sich die beiden Strecken des Bayerwaldkönigs und des Osserriesen. Alle Läufer bezwingen dann gemeinsam den Ossersteig und klettern über den Großen Osser zur Bergwachthütte, wo Verpflegungsstation vier aufgebaut ist. „Dort haben wir knapp 45 Kilometer und 2600 überwundene Höhenmeter in den Waden. Hier gibt es sogar ein alkoholfreies Bier. Es wird keiner mehr den Unterschied schmecken“, war sich Hochholzer sicher.

In Anschluss läuft der Pulk zum Kleinen Osser, über die Osserwiese und den Hauptwanderweg hinunter bis zum Sattel, der Maria Hilf-Kirche und über die Rotschwanzlhöhe nach Lam. Das absolute Highlight ist der Zieleinlauf durch einen Blumenkanal mit rotem Teppich und einer Kapelle - einfach ein krönender Abschluss.

Jörg: Als Streckenposten und im Startbereich werde ich helfen den tollen Event im Lamer Winkel gut über die Bühne zu bringen. Ich habe viel erfahren, welche riesen logistische Leistung das Gamsbock-Team vollbracht hat. Respekt! Und alles Gute für alle Teilnehmer der beiden Läufe!
Jörg: Als Streckenposten und im Startbereich werde ich helfen den tollen Event im Lamer Winkel gut über die Bühne zu bringen. Ich habe viel erfahren, welche riesen logistische Leistung das Gamsbock-Team vollbracht hat. Respekt! Und alles Gute für alle Teilnehmer der beiden Läufe!

Zum Osserriesen wird in Lohberg am Fußballplatz aufgebrochen, bevor sich die Athleten über einen Waldweg dem Kastlbauern nähern. Dort ist eine Straßensperrung durch die Feuerwehr vonnöten, die nach fünf bis zehn Minuten wieder aufgehoben wird.

Noch im Herbst habe man überlegt, überhaupt bei den Anmeldungen eine Grenze zu setzen, erinnerte Maria Koller vom OK-Team. Es hat sich bewährt, denn innerhalb von sieben Wochen war der Lauf ausgebucht. Insgesamt werden 515 Starter aus neun Nationen versuchen, ihr Bestes zu geben. Nach 200 Anfragen wurde auch die Warteliste geschlossen. 125 sind für den kurzen Lauf (24 Prozent) und 390 für den langen Lauf (76 Prozent) gemeldet.

Richtig wurzelige Passagen

Lena: Ich freue mich bereits wahnsinnig auf den Ultra-Trail Lamer-Winkel und bin schon sehr gespannt, wie das Rennen laufen wird! Jetzt muss nur noch das Wetter passen, dann wird es mit Sicherheit ein toller Tag beim Rennen über die Gipfel der Bayerwald-Berge!
Lena: Ich freue mich bereits wahnsinnig auf den Ultra-Trail Lamer-Winkel und bin schon sehr gespannt, wie das Rennen laufen wird! Jetzt muss nur noch das Wetter passen, dann wird es mit Sicherheit ein toller Tag beim Rennen über die Gipfel der Bayerwald-Berge!

Das Rennen findet auf echten Trails statt – richtig komplizierte, anspruchsvolle, wurzelige Passagen. „Sehr attraktiv ist auch, dass es die erste Veranstaltung im Jahr ist. Alle sind heiß, um zu testen, in welchem Fitnesszustand sie sind. Im Gegensatz zu großen Laufveranstaltungen wird der UTLW ehrenamtlich organisiert – von Läufern für Läufer. „Wir können gut mitfühlen. Eine tolle Sache ist, dass eigentlich alle Vereine aus dem Lamer Winkel auf unserer Seite sind und uns die Bürgermeister unterstützen“, sagte Koller.

„Wir finanzieren das Ganze mit Startgeldern und Sponsoren, die sowohl Geld- als auch Sachleistungen beisteuern“, so Max Hochholzer. Wichtig sind die Gemeinden mit ihren Bauhof-Leistungen. „Der UTLW ist in aller Munde und aller Augen. Es gibt in Deutschland wohl keinen Trailrunner mehr, der den UTLW nicht kennt“, so Hochholzer. Auch das Interesse der Leute, die nicht starten, sei riesig. Ein Teil der Startgebühren wird für einen wohltätigen Zweck gespendet. Der Überschuss soll, bis auf eine Rücklage, den Vereinen zukommen. (kli)

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