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Bilanz

Die Rotkreuzfamilie ist intakt

In der Breitenausbildung und beim Blutspenden gab es Erfolge. 147 Kinder wurfen an den Schulen in Erste Hilfe eingeführt.
Von Maria Frisch

Die Bereitschaft Lam legte für 2018 eine erfreuliche Bilanz über den Blutspendedienst und die Breitenausbildung vor. Mit im Bild sind die überörtlichen Führungskräfte und die Bürgermeister Müller und Roßberger.  Foto: Maria Frisch
Die Bereitschaft Lam legte für 2018 eine erfreuliche Bilanz über den Blutspendedienst und die Breitenausbildung vor. Mit im Bild sind die überörtlichen Führungskräfte und die Bürgermeister Müller und Roßberger. Foto: Maria Frisch

Lam.Referatsleiter Stefan Raab freute sich, am Dienstag zur Bekanntgabe der Blutspendestatistik und der Breitenausbildung 2018 eine große Rotkreuzfamilie in den BRK-Räumen willkommen heißen zu können. Darunter waren der Qualitätsbeauftragte Walter Menacher, der Leiter der Jugendarbeit Thomas Winkler, die stellvertretende Bereitschaftsleiterin und Jugendleiterin Sabine Rackl, Katrin Zollner vom Sachgebiet Ausbildung und Praktikantin Tringa Bitiq. Es habe sich eingebürgert, dass man bei den jährlichen Audits den Bürgermeistern die Zahlen vorstelle.

Stefan Raab war froh, dass sich die Rathauschefs Paul Roßberger und Franz Müller Zeit genommen hatten. „In Norwegen haben die Leute weniger Angst, Erste Hilfe zu leisten, insbesondere vor einer Reanimation“, vergegenwärtigte Raab. 70 Prozent der Ersthelfer beginnen sofort mit der Wiederbelebung, in Deutschland nur 34 Prozent. „In Skandinavien können bereits Kinder reanimieren, weil sie es in der Schule lernen“, stellte der Redner gegenüber. Die Breitenausbildung sei auch im BRK-Kreisverband Cham schon 70 Jahre alt. Vor vier Wochen habe man in Furth im Wald den 350 000 Teilnehmer ausgezeichnet. „Wir möchten möglichst viele Menschen an die Erste Hilfe heranführen, nicht nur pflichtgemäß beim Führerschein“, unterstrich der Referatsleiter. Die Bürger sollen ihre Kenntnisse immer wieder auffrischen.

Sabine Rackl sei eine vorbildliche Vorreiterin in Kindergärten und Schulen mit dem Trau-Dich-Programm. „Danke an dich und dein Team. Ihr macht das perfekt“, so Raab. 2018 wurden 147 Kinder beim Kurs Juniorhelfer an den Schulen in Erste Hilfe eingeführt. Hinzu kamen 50 Vorschulkinder in den Kinderbetreuungseinrichtungen.

„Niemand ist zu klein, um Helfer zu sein!“, laute das Motto. Im gesamten Landkreis summierten sich 6367 Teilnehmer in 451 Kursen. Das Jahr zuvor waren es noch 5787 Teilnehmer in 412 Kursen.

Die steigenden Zahlen schlugen auch in Lam zu Buche, wo die Verantwortlichen 16 Kurse mit 217 Teilnehmern abhielten, hinzu kam eine Frühdefi-Nachschulung mit 27 Beteiligten. 2017 waren es „nur“ elf Kurse mit 160 Teilnehmern.

Die Führungskräfte beabsichtigen, den Leuten so stark wie möglich entgegenzukommen. „Wer sich nicht die gesamte Zeit eines Lehrgangs nehmen kann, aber trotzdem die Reanimation üben will, kann sich dem Programm ,Drücken macht stark‘ anschließen“, informierte Stefan Raab. Die Freiwilligen zahlen zehn Euro Unkostenbeitrag. „Wenn sie innerhalb eines Jahres einen Erste-Hilfe-Kurs belegen, erhalten sie die zehn Euro zurückerstattet.“ Das Ganze gibt es auch für Erste Hilfe beim Baby und Kleinkind.

Walter Menacher berichtete, dass die QM-Zertifizierung seit knapp 20 Jahren im Bereich der Breitenausbildung durchgeführt wird. „Die Umsetzung am Anfang war sicherlich nicht einfach. Seit vielen Jahren läuft es und ohne das ganze System wäre die Breitenausbildung nicht mehr zu meistern“, unterstrich Menacher. Stefan Raab sprach den ersten gehörlosen Erste-Hilfe-Ausbilder an, der im Vorjahr mit einer Spende von 1000 Euro vom SV Lohberg unterstützt wurde.

Die Rettungsdienste und HvO-Ehrenamtlichen bestätigten übereinstimmend, dass sich die Leute mit fortwährender Erste-Hilfe-Ausbildung in Notfällen mehr zutrauen. Die Hemmschwelle schwinde. Norbert Winkler: „Die Chancen für die Verletzten erhöhen sich, wenn bereits etwas getan wurde.“ Allerdings packe man noch immer etwas zu viel in die Erste-Hilfe-Kurse. Die Stofffülle sollte nach seiner Meinung etwas abgespeckt werden.

Blutspenden: Da man mit einer Blutspende bis zu drei Leben retten kann, wurde mit der Anzahl der tatsächlichen Spender im Landkreis (10 468 – darunter 855 Erstspender) 31 404 Personen geholfen.

In Lam waren an vier Terminen 491 Freiwillige erschienen, von denen 441 spenden durften, darunter 14 Erstspender. Die Helferzahl betrug 76.

(kli)

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